Trinkwasser in Stralsund: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Stralsund

20,621,4 °dH

hart · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Stralsund hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Stralsund liegt je nach Wasserwerk zwischen 20,6 und 21,4 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Kein veröffentlichter Messwert der REWA Stralsund GmbH erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Drei Wasserwerke versorgen die Stadt: Lüssow, Andershof I und Andershof II. Bei der Härte trennt sie wenig, beim Natrium mehr als das Doppelte. Welches Werk eine einzelne Adresse speist, veröffentlicht der Versorger nicht.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

21,4°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,8. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Lüssow
21,3
°dH · hart
Standort südwestlich der Stadt; eines von drei Wasserwerken für das Stralsunder Netz, Gebietsgrenzen nicht veröffentlicht
Wasserwerk Andershof I
20,6
°dH · hart
Standort Andershof im Südosten Stralsunds am Strelasund; Gebietsgrenzen nicht veröffentlicht
Wasserwerk Andershof II
21,4
°dH · hart
zweites Werk am Standort Andershof; höchster Natriumwert der drei Werke, Gebietsgrenzen nicht veröffentlicht

Die Werte auf einen Blick

2

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

12

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Stralsund nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: REWA Stralsund GmbH.

ParameterWasserwerk LüssowWasserwerk Andershof IWasserwerk Andershof II Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH21,320,621,4Mineralstoff
Calciummg/l131128133Mineralstoff
Magnesiummg/l13,011,912,3Mineralstoff
Kaliummg/l3,12,72,6Mineralstoff
Natriummg/l11,815,726,3200 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<2<510 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Lüssow, 2025 · Wasserwerk Andershof I, 2025 · Wasserwerk Andershof II, 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Als Datum nennt die Rubrikseite nur das Jahr 2025, ein genaues Probenahmedatum fehlt.

Zwischen 20,6 und 21,4 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 6 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

Leitungsgebundene Systeme

Passenden Filter finden

Oder direkt zur Bauform:

  • Qualität aus Deutschland
  • Geprüfte Filterleistung
  • Persönlich & kompetent
  • Gratis Retouren in DE
  • 10.000+ zufriedene Kunden

4,9 basierend auf 1.223+ Bewertungen

Das Trinkwasser kommt aus Tiefbrunnen im Umland, gefördert und aufbereitet in drei Wasserwerken.

Damit ist auch gesagt, warum die Zahlen auf dieser Seite so aussehen, wie sie aussehen. Grundwasser, das in Vorpommern durch kalkhaltige eiszeitliche Ablagerungen sickert, nimmt Calcium und Magnesium auf — daher die harten Werte um 21 °dH. Und ein Grundwasserleiter nahe der Küste führt etwas mit, das anderswo kaum eine Rolle spielt: Natrium. Genau dort liegt der Unterschied zwischen den drei Stralsunder Wasserwerken.

Warum die drei Wasserwerke nicht dasselbe Wasser liefern

Calcium: 128, 131 und 133 mg/l. Magnesium: 11,9, 13,0 und 12,3 mg/l. Drei Werke, praktisch ein Wert.

Beim Natrium sieht es anders aus: 11,8 mg/l im Wasserwerk Lüssow, 15,7 in Andershof I, 26,3 in Andershof II. Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert liegt mehr als das Doppelte, und bemerkenswert ist daran die Geografie. Andershof I und Andershof II stehen am selben Standort. Zwei Werke, ein Ort, ein Versorger — und das eine fördert Wasser mit deutlich mehr Natrium als das andere.

Erklären lässt sich das nur mit dem Untergrund. Werke am selben Standort ziehen nicht zwangsläufig aus derselben Tiefe und nicht aus demselben Grundwasserstockwerk. In küstennahen Grundwasserleitern Vorpommerns nimmt der Salzgehalt mit der Tiefe zu, weil ältere, salzhaltige Wässer unter dem Süßwasser lagern. Ein tieferer Brunnen bringt deshalb mehr Natrium mit als ein flacher. Belegen lässt sich das aus den veröffentlichten Unterlagen nicht: Die REWA nennt je Wasserwerk sechs Größen, keine Brunnentiefen und keine Angabe zum Stockwerk.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Stralsund auf Rang 24 — härter als 89 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Stralsund · 21,4 °dH

Welches Wasserwerk versorgt meine Adresse?

Das lässt sich aus den veröffentlichten Unterlagen nicht beantworten. Die REWA stellt ihre Analysewerte je Wasserwerk ins Netz, nicht je Stadtteil. Eine Karte der Versorgungsgebiete, eine Straßenliste oder eine Zuordnung nach Postleitzahl gibt es dort nicht. Die Werke sind nach ihren Standorten benannt — Lüssow südwestlich der Stadt, Andershof im Südosten am Strelasund —, aber daraus folgt keine Grenze im Netz: Wo zwei Einspeisungen aufeinandertreffen, mischt sich das Wasser.

Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt bei der REWA nach — dort ist bekannt, aus welchem Werk eine Hausnummer gespeist wird.

Natrium ist mit 13 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Von den sechs Größen, die die REWA je Wasserwerk veröffentlicht, haben nur zwei überhaupt einen Grenzwert: Natrium mit 200 mg/l und Blei mit 10 µg/l. Natrium liegt bei höchstens 26,3 mg/l. Blei war in keinem der drei Werke nachweisbar. Calcium, Magnesium und Kalium sind in der Trinkwasserverordnung nicht begrenzt — für sie gibt es keinen Wert, den man überschreiten könnte.

Beim Blei lohnt der Blick aufs Kleingedruckte. Die drei Werke melden „unter 1“, „unter 2“ und „unter 5 µg/l“ — keine Messwerte, sondern Bestimmungsgrenzen, und sie fallen unterschiedlich aus. Für Andershof II heißt „unter 5 µg/l“ nur: unterhalb der Hälfte des Grenzwerts, genauer wurde nicht hingesehen. Wichtiger ist ohnehin, wo Blei ins Trinkwasser gelangt — nicht im Wasserwerk, sondern in alten Hausleitungen.

Die REWA verlinkt zu jedem Werk eine vollständige Analyse als PDF, doch diese Dateien sind reine Bildscans ohne durchsuchbaren Text. Nitrat, Sulfat, Chlorid, pH-Wert, Leitfähigkeit, Pestizide — all das wird gemessen, steht aber nicht in verwertbarer Form zur Verfügung. Deshalb steht dazu auf dieser Seite kein Wert.

Aus Tiefbrunnen im Umland, gefördert und aufbereitet von der REWA.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Was 20,6 bis 21,4 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der REWA endet am Hausanschluss. Was dahinter passiert, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen — das entsteht alles hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe helfen:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Schritt, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und dort vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Stralsunder Altbauten ist das nicht ausgeschlossen, und die Werksanalyse hilft dabei nicht weiter, weil Blei erst im Haus ins Wasser gelangt. Oft klärt schon ein Anruf beim Eigentümer, welches Material verbaut ist.

Ihr Wasserversorger

REWA Stralsund GmbH

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Stralsund bedenkenlos trinken?

Ja. Die REWA Stralsund GmbH kontrolliert das Trinkwasser nach der Trinkwasserverordnung, und von den veröffentlichten Werten erreicht keiner die Hälfte seines Grenzwerts.

Die Einschränkung ist überall dieselbe: Die Kontrolle des Versorgers endet am Hausanschluss. Was in der Hausinstallation passiert — lange Standzeiten, alte Leitungen, ein verkeimter Strahlregler —, taucht in keiner Werksanalyse auf. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Stralsund?

Zwischen 20,6 und 21,4 °dH, je nach Wasserwerk: Andershof I 20,6, Lüssow 21,3, Andershof II 21,4. Alle drei Werte fallen in den Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert.

Ältere Quellen nennen für Stralsund einen Durchschnitt von 20,7 °dH. Ein Mittelwert über drei Wasserwerke kommt allerdings an keinem Hahn an — es zählt der Wert des Werks, das die eigene Adresse speist.

Ist das Wasser in allen Stralsunder Stadtteilen gleich?

Nicht ganz, aber der Unterschied ist klein. Die drei Wasserwerke liefern 20,6, 21,3 und 21,4 °dH — für Waschmittel, Entkalken und Geräteeinstellungen macht das nichts aus. Größer fällt die Spanne beim Natrium aus, ohne dass man das schmeckt.

Wo im Netz zwei Einspeisungen aufeinandertreffen, mischt sich das Wasser ohnehin, und die Anteile können sich mit der Auslastung der Werke ändern. Welches Werk eine bestimmte Adresse speist, veröffentlicht die REWA nicht.

Woher kommt das Trinkwasser in Stralsund?

Aus Grundwasser, das über Tiefbrunnen im Umland gefördert wird. Drei Wasserwerke der REWA bereiten es auf: Lüssow, Andershof I und Andershof II. Aus dem Strelasund oder der Ostsee stammt nichts davon.

Das unterscheidet Stralsund vom nahen Rostock, wo das Trinkwasser aus der Warnow kommt, also aus Oberflächenwasser. Grundwasser ist durch Bodenschichten vorgefiltert, trägt dafür aber mehr gelöste Mineralien — das erklärt die höhere Härte in Stralsund.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Stralsund trinken?

Ja. Leitungswasser ist für Säuglingsnahrung geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und in Stralsund ist das der Fall. Für abgepacktes Mineralwasser gilt zusätzlich eine strengere Kennzeichnungsregel: Nur unter 20 mg/l Natrium darf es „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ heißen. Zwei der drei Stralsunder Werke liegen darunter, Andershof II mit 26,3 mg/l darüber. Für Leitungswasser gilt diese Regel nicht — dort liegt der Grenzwert bei 200 mg/l.

Wichtiger ist die Hausinstallation: Wasser ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Warmwasser verwenden.

Ist im Stralsunder Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur gechlort, wenn es nötig ist — nach Rohrbrüchen, Bauarbeiten oder auffälligen mikrobiologischen Befunden, und dann befristet. Eine dauerhafte Chlorung ist bei aufbereitetem Grundwasser unüblich.

Riecht das Wasser nach Schwimmbad, informiert der Versorger darüber in der Regel öffentlich. Der Geruch verfliegt, wenn Wasser offen steht; Aktivkohle bindet Chlor ebenfalls. Ob gerade etwas anliegt, steht bei der REWA und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Stralsund?

An die REWA. Die Störungsannahme ist unter 0800 739 24 78 erreichbar und zuständig für Ausfälle der Trinkwasserversorgung, Verstopfungen im Abwassernetz und Druckentwässerungsanlagen.

Bei braunem oder trübem Wasser nach Bauarbeiten hilft oft schon, den Hahn einige Minuten laufen zu lassen; aufgewirbeltes Eisen und Mangan aus dem Netz setzen sich wieder ab. Bleibt es dabei, melden Sie es. Geht es um die Leitungen im Haus, ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, nicht der Versorger.