Trinkwasser in Ingolstadt: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Ingolstadt

20,8 °dH

hart

Das Trinkwasser in Ingolstadt hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Mit 20,8 °dH fällt das Ingolstädter Leitungswasser in den Härtebereich hart. Von 150 untersuchten Parametern erreicht keiner die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Nitrat lag unter der Bestimmungsgrenze von 0,50 mg/l.

Auffällig ist der Magnesiumgehalt: 36 mg/l sind für deutsches Trinkwasser viel und stellen gut acht der 20,8 Härtegrade. Versorger sind die Ingolstädter Kommunalbetriebe, nicht die Stadtwerke Ingolstadt.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

20,8°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,7.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Gesamtes Stadtgebiet (Probenahme Hochbehälter Hallerschlag)
20,8
°dH · hart
gesamtes Stadtgebiet einschließlich aller Stadtteile; vier Wasserwerke (Am Augraben, Buschletten, Im Gerolfinger Eichenwald, Am Krautbuckel) speisen ein gemeinsames Netz, Probenahme am Hochbehälter Hallerschlag im Ablauf ins Netz

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Ingolstadt nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR.

ParameterGesamtes Stadtgebiet (Probenahme Hochbehälter Hallerschlag) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH20,8Mineralstoff
Calciummg/l89Mineralstoff
Magnesiummg/l36Mineralstoff
Kaliummg/l1,3Mineralstoff
Natriummg/l3,4200 2 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<0,5050 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l42250 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l11250 4 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,56,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6722790 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<1,010 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l<0,00100,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,050,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Gesamtes Stadtgebiet (Probenahme Hochbehälter Hallerschlag), Probenahme 01.06.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die elektrische Leitfähigkeit liegt bei 672 µS/cm. Der danebenstehende Wert von 2790 µS/cm im Bericht ist der Grenzwert, kein Messwert.

20,8 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Und er ist eine Bedrohung. Ingolstadt ist immer wieder von Hochwasser betroffen; beim Pfingsthochwasser 1999 stand der Pegel bei 748 Zentimetern statt der langjährigen mittleren 218. In den Stadtteilen Haunwöhr und Gerolfing steigt bei Hochwasser auch der Grundwasserspiegel an, mit der Gefahr von Verschmutzungen.

Dass beides zusammenhängt, ist kein Zufall, sondern derselbe Vorgang: Unter der Stadt liegt der Schotterkörper des Donautals, und Fluss und Grundwasser stehen darin miteinander in Verbindung. Aus genau diesem Untergrund kommt das Ingolstädter Trinkwasser — zehn Vertikalbrunnen und zwei Flachbrunnen, verteilt auf vier Wasserwerke. Was der Untergrund dabei ans Wasser abgibt, steht in einer Zahl, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt: 36 mg/l Magnesium. Von 468 Versorgungszonen, für die uns ein Magnesiumwert vorliegt, liegen nur drei höher — und alle drei liegen in Würzburg.

Wie hart ist das Wasser in Ingolstadt?

Wer für Ingolstadt die verbreitete Angabe „20,7 von 21,3“ gelesen hat und daraus schließt, die Stadt liege knapp unterhalb eines Bereichs „sehr hart“, ist einer Größe aufgesessen, die es rechtlich nicht gibt. 21,3 °dH ist keine Schwelle, sondern eine alte Umrechnung, die sich im Netz gehalten hat.

Interessanter als die Zahl ist, wie sie zustande kommt. 89 mg/l Calcium steuern rund zwölfeinhalb Härtegrade bei, 36 mg/l Magnesium die übrigen gut acht. In neun von zehn Versorgungszonen unseres Datenbestands stammt weniger als ein Drittel der Härte aus Magnesium; in Ingolstadt sind es zwei Fünftel. Solche Verhältnisse liefert Kalkstein nicht. Sie kommen aus Dolomit, dem Gestein, in dem Calcium und Magnesium zu gleichen Teilen im Kristallgitter sitzen und beim Lösen gemeinsam ins Wasser gehen. Rechnet man die Ingolstädter Werte in Stoffmengen um, kommen auf drei Teile Calcium zwei Teile Magnesium.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Ingolstadt auf Rang 31 — härter als 86 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Ingolstadt · 20,8 °dH

Leitfähigkeit ist mit 24 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Nitrat unterhalb der Bestimmungsgrenze schaffen in unserem Datenbestand 37 von 469 Versorgungszonen — in einem Land, in dem Nitrat der meistdiskutierte Trinkwasserparameter überhaupt ist. Dass Ingolstadt dazugehört, ist keine Eigenschaft des Gesteins, sondern das Ergebnis von Flächen, die seit Jahrzehnten nicht anders genutzt werden dürfen.

Und das Labor findet durchaus etwas. Im selben Bericht stehen 0,22 µg/l Desphenyl-Chloridazon und 0,06 µg/l Methyl-Desphenyl-Chloridazon, Abbauprodukte eines Herbizids, das lange in der Landwirtschaft eingesetzt wurde. Beide gelten rechtlich als nichtrelevante Metaboliten: Sie haben einen eigenen Grenzwert von 3 µg/l und zählen nicht zur Summe der Pflanzenschutzmittel. Auch mit ihnen bleibt Ingolstadt weit unter der Hälfte.

Woher das Ingolstädter Trinkwasser kommt

Dazu kommt der Hochbehälter Hallerschlag. Er liefert bei hoher Nachfrage zusätzliches Wasser an die Wasserwerke Am Krautbuckel und Am Augraben, und er ist zugleich die Stelle, an der die Probe für den hier ausgewerteten Bericht gezogen wurde: im Ablauf ins Netz, also nach der Aufbereitung und vor der Verteilung. Weil alle vier Werke in ein gemeinsames Netz einspeisen, weist die INKB nur eine Versorgungszone aus. Für Leser heißt das: Die Werte gelten für das gesamte Stadtgebiet, unabhängig vom Stadtteil.

Geschützt wird die Gewinnung durch fünf Wasserschutzgebiete, die jeweils an den Wasserwerken liegen, dazu das Wasserschutzgebiet Gleßbrunnen außerhalb der Stadt. Sie sind in unterschiedlich strenge Zonen eingeteilt. In der Zone I, dem engsten Ring um die Brunnen, sind nur Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Wasserförderung und zur Landschaftspflege erlaubt. Diese Flächen sind der Grund, warum in der Tabelle bei Nitrat ein Kleiner-als-Zeichen steht und nicht eine zweistellige Zahl.

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Was 20,8 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der INKB endet am Hausanschluss. Was danach passiert, liegt beim Eigentümer oder Vermieter — und darüber kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle, nicht davor.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Ingolstadt zeigt der Netzwert unter 1 µg/l an, dass aus dem Netz nichts kommt — über Bleileitungen in Altbauten sagt er nichts.

Beim Geschmack gibt es in Ingolstadt nur eine Stellschraube. Sulfat, Chlorid und Natrium liegen so niedrig, dass sie nichts beitragen; was man schmeckt, ist die Härte — Calcium und Magnesium aus dem Dolomit im Untergrund.

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  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
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  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Ingolstadt bedenkenlos trinken?

Ja. Der Prüfbericht der INKB vom Juni 2026 umfasst 150 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Ein so deutlicher Abstand ist auch unter deutschen Versorgern nicht die Regel.

Der übliche Vorbehalt gilt in Ingolstadt wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Ingolstadt?

20,8 °dH — das ist der Härtebereich hart, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14 °dH beginnt. Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet, weil die INKB nur eine Versorgungszone ausweist.

Umgerechnet sind das rund 3,7 Millimol Erdalkalien je Liter. Geräte mit einer Härteeinstellung — Spülmaschine, Kaffeevollautomat, Wasserenthärter — stellen Sie in Ingolstadt auf die höchste Stufe. Verlangt das Gerät eine Gradzahl, tragen Sie 21 °dH ein — aufgerundet, weil solche Eingaben meist nur ganze Zahlen zulassen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Ingolstadt trinken?

Ja, das Ingolstädter Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet. Der kritische Parameter ist Nitrat, und der lag bei der Probenahme unter der Bestimmungsgrenze von 0,50 mg/l — der Grenzwert liegt bei 50 mg/l.

Die Wasserhärte spielt dabei keine Rolle; Calcium und Magnesium müssen für Babynahrung nicht entfernt werden. Wichtig sind zwei Dinge in der eigenen Wohnung: das Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.

Woher kommt das Trinkwasser in Ingolstadt?

Ausschließlich aus Grundwasser. Die INKB fördert es über zehn Vertikalbrunnen und zwei Flachbrunnen und bereitet es in vier Wasserwerken auf: Am Augraben, Buschletten, Im Gerolfinger Eichenwald und Am Krautbuckel.

Wasser aus der Donau wird nicht direkt entnommen. Der Fluss spielt trotzdem eine Rolle, weil der Schotterkörper des Donautals den Grundwasserleiter bildet, aus dem die Brunnen ziehen. Fünf Wasserschutzgebiete an den Werken und das Schutzgebiet Gleßbrunnen außerhalb der Stadt sichern die Gewinnungsflächen.

Ist das Wasser in allen Ingolstädter Stadtteilen gleich?

Ja. Die vier Wasserwerke speisen ein gemeinsames Netz, und die INKB weist genau eine Versorgungszone für das gesamte Stadtgebiet aus. Die Probe für den aktuellen Bericht stammt aus dem Hochbehälter Hallerschlag, im Ablauf ins Netz.

Unterschiede, die Menschen im Alltag bemerken, entstehen deshalb nicht zwischen Haunwöhr und Gerolfing, sondern zwischen Häusern: Leitungsalter, Werkstoffe, Standzeiten und die Armatur am Ende der Leitung.

Ist im Ingolstädter Trinkwasser Chlor?

Der Prüfbericht der INKB weist kein Desinfektionsmittel aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es dafür einen konkreten Anlass gibt — etwa einen mikrobiologischen Befund, eine Rohrbruchreparatur oder Arbeiten am Netz.

Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet und werden vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekannt gegeben. Ob gerade eine läuft, steht dort und nicht auf dieser Seite: Wir aktualisieren die Messwerte jährlich, tagesaktuelle Meldungen gehören zum Versorger.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Ingolstadt?

An die Störungsannahme der Ingolstädter Kommunalbetriebe unter 0841 804222. Sie ist zuständig für den Entstördienst Trinkwasser, für Verstopfungen im Abwassernetz (Entstördienst Siele) und für Druckentwässerungsanlagen.

Rufen Sie dort an bei Rohrbruch, plötzlichem Druckabfall, trübem oder auffällig gefärbtem Wasser aus dem Kaltwasserhahn. Betrifft das Problem nur eine einzelne Wohnung im Haus, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dann ist der Eigentümer oder die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner.