Trinkwasser in München: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in München

15,8 °dH

hart

Das Trinkwasser in München hat eine Härte von 15,8 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Der Nitratwert liegt bei 6,5 mg/l, der Grenzwert bei 50 mg/l. Die SWM veröffentlichen eine einzige Analyse für das gesamte Stadtgebiet.

Die Besonderheit: Das Münchner Wasser ist Quellwasser aus dem Mangfalltal und dem Loisachtal, und die Stadtwerke fördern seit 1992 den Ökolandbau im Einzugsgebiet.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,8°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,8.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

gesamtes Stadtgebiet München
15,8
°dH · hart
Quellwasser aus dem Mangfalltal am Taubenberg und dem Loisachtal zwischen Oberau und Farchant, verteilt über die Hochbehälter im Münchner Süden

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte München nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: SWM Stadtwerke München GmbH.

Parametergesamtes Stadtgebiet München Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH15,8Mineralstoff
Calciummg/l78,0Mineralstoff
Magnesiummg/l20,9Mineralstoff
Kaliummg/l1,1Mineralstoff
Natriummg/l5,9200 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l6,550 13 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l14,8250 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l10,6250 4 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,566,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5542790 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,202 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,410 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l<0,030,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,050,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. gesamtes Stadtgebiet München, Stand Januar 2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

15,8 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Mit dem Trinkwasser haben diese Gewässer nichts zu tun. Das „M-Wasser" stammt als Quellwasser aus zahlreichen Gewinnungsanlagen im bayerischen Voralpenland und läuft über unterirdische Leitungen in die Stadt. Zwischen Gewinnungsgebiet und Hahn liegt also viel Leitung — aber kein Fluss und kein See.

Diese Herkunft erklärt beides: warum das Münchner Wasser hart ist und warum es sonst so wenig enthält. Auf dem Weg durch das kalkhaltige Gestein des Voralpenlands nimmt es Calcium und Magnesium auf, und das ist nichts anderes als die Wasserhärte. Was in dieser Landschaft dagegen weitgehend fehlt, sind die Stoffe, die anderswo aus Industrie, Verkehr und intensiver Landwirtschaft ins Grundwasser gelangen. Zuständig für Gewinnung, Verteilung und Kontrolle ist die SWM Stadtwerke München GmbH.

Wie hart ist das Wasser in München?

Getrennte Versorgungszonen weisen die SWM ausdrücklich nicht aus. Der Versorger formuliert es so: „Die Wasserqualität ist im gesamten Stadtgebiet annähernd gleich." Veröffentlicht wird deshalb eine einzige Analyse für ganz München, mit Schwankungsbreiten statt Zonenwerten. Die Härte bewegt sich darin zwischen 13,9 und 17,9 °dH. Wer in Pasing wohnt, hat also im Wesentlichen dasselbe Wasser wie jemand in Bogenhausen — für die Waschmaschine, den Geschirrspüler und die Entkalkungsintervalle gilt stadtweit dieselbe Einstellung.

Auf 78,0 mg/l Calcium kommen 20,9 mg/l Magnesium. Der Magnesiumanteil ist damit höher, als er in deutschem Leitungswasser üblich ist.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt München auf Rang 92 — härter als 61 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

München · 15,8 °dH

Woher das Münchner Trinkwasser kommt

Aus dem bayerischen Voralpenland, über zahlreiche Gewinnungsanlagen in zwei Tälern südlich der Stadt: dem Mangfalltal am Taubenberg und, zwischen Oberau und Farchant, dem Loisachtal. Beide liefern Quellwasser.

Der Nitratwert liegt bei 6,5 mg/l — und das ist kein Zufall

6,5 mg/l Nitrat bei einem Grenzwert von 50 mg/l ist ein Wert, den viele deutsche Versorger nicht erreichen. Dahinter steht in München eine Entscheidung, die über dreißig Jahre zurückreicht.

Seit 1992 fördern die Stadtwerke zusätzlich die Initiative Ökobauern und kooperieren mit mehr als 175 Landwirten der Region, die ihre Betriebe nach ökologischem Standard führen. Der Gedanke dahinter ist einfach: Was gar nicht erst auf den Acker kommt, muss später nicht aus dem Wasser geholt werden.

Die Analysewerte zeigen, dass das funktioniert. Die Summe der Pestizide liegt unter 0,05 µg/l, PFAS ebenfalls unterhalb der Bestimmungsgrenze — unter 0,03 µg/l für die Summe der 20 Einzelstoffe und unter 0,005 µg/l für die vier besonders beobachteten. Das sind genau die Parameter, bei denen Vorsorge im Einzugsgebiet einen Unterschied macht, weil Aufbereitungstechnik sie nur mit erheblichem Aufwand wieder entfernt.

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Was sonst im Münchner Wasser steckt

Außer Calcium und Magnesium ist wenig gelöst. Zum Vergleich: In Regionen mit Gips im Untergrund erreicht Sulfat das Zwanzigfache dieses Werts und mehr. Die elektrische Leitfähigkeit von 554 µS/cm und der pH-Wert von 7,56 passen ins Bild eines Wassers, dessen Mineralgehalt fast vollständig aus Härtebildnern besteht.

Insgesamt umfasst die veröffentlichte Analyse 60 Parameter, Stand Januar 2026.

Bemerkenswert ist vor allem, was der Vergleich mit anderen Großstädten zeigt: Münchner Wasser ist hart, aber es ist nicht mineralreich im Sinne von hoch belastet mit gelösten Salzen. Härte und Gesamtmineralisierung sind zwei verschiedene Dinge, und in München fallen sie ungewöhnlich weit auseinander. Der Kalk im Wasserkocher stammt fast vollständig aus Calcium- und Magnesiumcarbonat, nicht aus einer allgemein hohen Salzfracht.

Ihr Wasserversorger

SWM Stadtwerke München GmbH

Was 15,8 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung des Wasserversorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Stränge, Armaturen — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse der SWM etwas aus. Genau dort entstehen die Probleme, die Menschen am eigenen Hahn bemerken: gelöste Metalle aus alten Leitungen, Biofilme in selten genutzten Strängen, ein zugesetzter Perlator.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste und wirksamste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und in Speichern und Leitungen mit lauwarmem Wasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in München bedenkenlos trinken?

Ja. Die Analyse der SWM umfasst 60 Parameter, und alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Blei, Nickel, Uran und Arsen liegen unterhalb der Bestimmungsgrenze, die Pestizidsumme unter 0,05 µg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in München wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer zuständig. Wasser, das lange in der Leitung stand, lassen Sie deshalb kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in München?

15,8 °dH im Durchschnitt, Härtebereich hart. Diese Stufe beginnt nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH; darunter liegen mittel von 8,4 bis 14,0 und weich unter 8,4.

Der Wert schwankt im Jahresverlauf zwischen 13,9 und 17,9 °dH, weil sich die Anteile aus den Gewinnungsgebieten verschieben. Für die Praxis ändert das nichts: München bleibt in der obersten der drei gesetzlichen Stufen.

Woher kommt das Trinkwasser in München?

Aus dem bayerischen Voralpenland. Das „M-Wasser" ist Quellwasser aus zahlreichen Gewinnungsanlagen im Mangfalltal am Taubenberg und im Loisachtal zwischen Oberau und Farchant. Über unterirdische Leitungen fließt es zu den Hochbehältern im Münchner Süden und von dort ins Netz.

Isar, Langwieder Seenplatte und Dreiseenplatte spielen für die Trinkwasserversorgung keine Rolle — sie sind Badegewässer, keine Trinkwasserquellen. Alle Gewinnungsanlagen der SWM liegen in Wasserschutzgebieten, deren Flächen gewässerschonend und nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet werden.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in München trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Münchner Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 6,5 mg/l, der Grenzwert bei 50 mg/l. Natrium liegt mit 5,9 mg/l sehr niedrig, was für Säuglingsnahrung günstig ist.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Münchner Stadtteilen gleich?

Weitgehend ja. Die SWM weisen keine getrennten Versorgungszonen aus und schreiben, die Wasserqualität sei im gesamten Stadtgebiet annähernd gleich. Veröffentlicht wird deshalb eine einzige Analyse für ganz München, mit Schwankungsbreiten statt Zonenwerten. Bei der Härte reicht diese Spanne von 13,9 bis 17,9 °dH.

Unterschiede entstehen weniger zwischen Stadtteilen als zwischen Häusern. Ob das Wasser am Hahn nach Metall schmeckt oder trüb aus der Leitung kommt, entscheidet in der Regel die Hausinstallation, nicht die Adresse.

Taugt Münchner Leitungswasser für Kaffee und Espresso?

Zum Trinken ja, für die Maschine ist es grenzwertig. 15,8 °dH liegen über dem, was die meisten Hersteller für Espressomaschinen empfehlen, und Kalk setzt sich im Boiler und in den Leitungen ab. Entkalken oder ein Filter im Wassertank sind hier keine Kür.

Geschmacklich puffert hartes Wasser die Fruchtsäuren im Kaffee ab. Heller gerösteter Filterkaffee wirkt damit flacher, dunkle Röstungen vertragen die Härte besser.

Ist im Münchner Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Befund, eine Rohrbruchreparatur oder eine Baumaßnahme im Netz es erfordert — und dann befristet, bis die Kontrollproben wieder unauffällig sind.

Wenn Wasser vorübergehend nach Chlor riecht, hilft es, eine offene Karaffe eine Stunde in den Kühlschrank zu stellen: freies Chlor entweicht dabei. Ob gerade eine Desinfektion läuft, meldet der Versorger. Auf dieser Seite stehen Jahreswerte, keine Tagesmeldungen.