Trinkwasser in Augsburg: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Augsburg
12,8 °dH
mittel
Das Trinkwasser in Augsburg hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt 12,8 °dH, das ist der Härtebereich mittel. Kein einziger der 55 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts: Nitrat liegt bei 4,0 mg/l, Blei und Kupfer sind nicht nachweisbar.
Das Augsburger Wasser stammt aus Grundwasser der Gewinnungsgebiete Fohlenau, Meringerau und Siebenbrunn, deren Flächen im Wald und in den Lechauen durch Wasserschutzzonen gesichert sind. Der sehr niedrige Nitratwert ist die Folge dieser Nutzung.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
12,8°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,3.
Waschmittel
mittel
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Augsburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH.
| Parameter | Stadtgebiet Augsburg | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 12,8 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 61,3 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 18,4 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,0 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 5,1 | 200 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 4,0 | 50 | 8 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 24,8 | 250 | 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 6,0 | 250 | 2 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,58 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 444 | 2790 | 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | u, B, | 10 | 0 % des Grenzwerts |
| Kupfermg/l | u, B, | 2 | 0 % des Grenzwerts |
| Nickelµg/l | u, B, | 20 | 0 % des Grenzwerts |
| Uranµg/l | 1,3 | 10 | 13 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | u, B, | 10 | 0 % des Grenzwerts |
| Summe PFAS-20µg/l | u, B, | 0,1 | 0 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | u, B, | 0,5 | 0 % des Grenzwerts |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Stadtgebiet Augsburg, November 2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas
Sie gelten für das Wasser, das die swa bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Augsburg liegt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, dort wo Singold und Wertach auf den Lech treffen. Bekannt ist Augsburg vor allem für seine Kanäle: 2019 nahm die UNESCO 22 Objekte des „Augsburger Wassermanagement-Systems" in die Welterbeliste auf.
Der Grundgedanke des Systems ist älter als jede Trinkwasserverordnung: Trinkwasser und Nutzwasser liefen getrennt — das eine aus dem geschützten Wald im Süden, das andere durch die Kanäle der Stadt.Diese Trennung erklärt auch das heutige Leitungswasser. Die swa gewinnt es nicht aus dem Lech, sondern aus dem Grundwasser darunter, in den Gewinnungsgebieten Fohlenau, Meringerau und Siebenbrunn. Der Lech schüttet seit dem Ende der Eiszeit Schotter aus den Nördlichen Kalkalpen ins Vorland, und in dieser Kiesebene steht das Grundwasser. Was dieser Schotter mitbringt, steht in der Analyse: 61,3 mg/l Calcium und 18,4 mg/l Magnesium. Dieses Verhältnis ist bemerkenswert — rechnerisch steuert das Magnesium rund ein Drittel der Gesamthärte bei, für deutsches Grundwasser ein hoher Anteil. Er stammt aus dem Dolomit, der in den Kalkalpen neben dem reinen Kalk ansteht.
Wie hart ist das Wasser in Augsburg — und warum steht anderswo 13,5?
12,8 °dH, Härtebereich mittel. Der Wert stammt aus der Trinkwasseranalyse der Stadtwerke Augsburg mit Stand November 2025 und ist ein Mittelwert aus vier Messstellen: Göggingen, Bärenkeller, Lechhausen und Haunstetten.
Ältere Darstellungen nennen 13,5 °dH oder eine Spanne von 13,5 bis 13,9 — auch der Fließtext auf der Qualitätsseite des Versorgers führt sie noch. Maßgeblich ist die Analyse, und ihre Zahl lässt sich nachrechnen: Aus 61,3 mg/l Calcium und 18,4 mg/l Magnesium ergeben sich 12,83 °dH. Das trifft den veröffentlichten Wert auf drei Hundertstel. Zu 13,5 passt keine der beiden Zahlen.
Augsburg liegt im oberen Drittel von mittel: nah genug an der Grenze, dass Kalk im Wasserkocher und am Duschkopf sichtbar wird, weit genug davon entfernt, dass Geräte keine Sonderbehandlung brauchen.Gesundheitlich ist Härte kein Thema.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Augsburg auf Rang 144 — weicher als 61 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Augsburg · 12,8 °dH
Leitfähigkeit ist mit 16 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Das ist der Befund, und er gilt für alle 55 untersuchten Parameter.
Langweilig ist dieser Befund nicht, er ist erklärbar. Der auffälligste der unauffälligen Werte ist das Nitrat. Unter bayerischen Ackerflächen liegt Nitrat im Grundwasser regelmäßig im zweistelligen Bereich; 4,0 mg/l erreicht nur, wo über dem Einzugsgebiet nicht gedüngt wird. Genau das ist in Augsburg der Fall. Die Brunnen stehen im Wald und in den Lechauen, die Gewinnungsgebiete sind durch Wasserschutzzonen der Kategorien I, II und III gesichert und zusätzlich als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen. Der niedrige Nitratwert ist keine Eigenschaft des Wassers, sondern eine Folge dessen, was über ihm passiert — und was dort seit Generationen nicht passiert.
Praktisch hat die Sache eine zweite Seite: Wenn am Wasserwerk nichts auffällt, dann hat alles, was Ihnen am eigenen Hahn auffällt — ein metallischer Ton, ein muffiger Geruch, eine Trübung —, seine Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem Hausanschluss.
Woher das Augsburger Trinkwasser kommt
Aus Grundwasser, aus drei Gewinnungsgebieten: Fohlenau, Meringerau und Siebenbrunn. Was ins Netz geht, ist eine Mischung aus diesen dreien — deshalb weist die swa einen Wertesatz für das gesamte Stadtgebiet aus und keine Werte je Stadtteil.
Der Schutz dieser Flächen ist alt. Neben den Grundwasservorkommen nennen ältere Darstellungen die Quellen „Lechauwald bei Unterbergen" und „Stadtwald Augsburg"; als weitere Wasserschutzgebiete sind Bergheim, Fohlenau und Leitershofen ausgewiesen. Wer wissen will, wie Wasser überhaupt vom Regen zum Hausanschluss wird, findet an diesem Beispiel die kurze Fassung: versickern, filtern, fördern, verteilen.
Seit dem 1. Januar 2024 versorgt die swa zusätzlich Aystetten und drei Stadtteile von Neusäß. Getrennte Analysewerte für diese Gebiete veröffentlicht sie nicht.
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Was am Hausanschluss endet
Die Zuständigkeit der Stadtwerke Augsburg endet am Hausanschluss. Was danach kommt — Steigleitungen, Armaturen, ein Warmwasserspeicher, ein selten benutzter Strang im Gästebad —, gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen. Dass Blei, Kupfer und Nickel unter der Bestimmungsgrenze liegen, ist eine Aussage über das Netz, nicht über Ihr Haus.
Drei Handgriffe, die in Augsburg wie überall gelten:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff und kostet nichts.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasserspeicher finden Legionellen ihre Temperatur.
- Bei Verdacht auf alte Bleileitungen im Altbau — in Süddeutschland seltener als im Norden, in Vorkriegsbauten aber nicht ausgeschlossen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu schweigt.
Was den Geschmack des Augsburger Wassers prägt, kommt aus dem Untergrund: Calcium und Magnesium aus dem Alpenschotter, dazu eine insgesamt geringe Mineralisierung. Am Wasserwerk wird daran nichts geändert, und dafür gibt es auch keinen Anlass — alle Werte liegen im gesetzlichen Rahmen, die meisten weit darunter. Wer trotzdem etwas ändern will, weil Kaffee und Tee anders schmecken sollen, muss das zu Hause tun.
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- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Augsburg bedenkenlos trinken?
Ja. Die Trinkwasseranalyse der Stadtwerke Augsburg mit Stand November 2025 umfasst 55 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Blei, Kupfer, Nickel, Arsen sowie die Summen der PFAS und der Pestizide lagen unter der Bestimmungsgrenze.
Der übliche Vorbehalt gilt in Augsburg wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer. Wasser, das lange in der Leitung stand, lassen Sie am besten kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Augsburg?
12,8 °dH — das ist der Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert.
Für den Haushalt heißt das konkret: Auf der Waschmittelpackung gilt die mittlere Dosierspalte. Geschirrspüler mit eingebauter Enthärtung stellen Sie auf 12 bis 13 °dH oder den nächstgelegenen wählbaren Wert; manche Geräte fragen stattdessen nach Millimol pro Liter, dann sind es 2,3. Ein separater Wasserenthärter im Waschgang ist bei dieser Härte nicht nötig.
Woher kommt das Trinkwasser in Augsburg?
Aus Grundwasser, gefördert in drei Gewinnungsgebieten: Fohlenau, Meringerau und Siebenbrunn. Das Wasser steht in der Kiesebene, die der Lech seit dem Ende der Eiszeit aus den Nördlichen Kalkalpen aufgeschüttet hat.
Die Gewinnungsgebiete liegen im Wald und in den Lechauen und sind durch Wasserschutzzonen der Kategorien I, II und III gesichert. Historisch versorgte das Wasserwerk am Hochablass die Stadt fast 130 Jahre lang aus dem Stadtwald — es gehört heute zum UNESCO-Welterbe „Augsburger Wassermanagement-System“.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Augsburg trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Augsburger Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 4,0 mg/l und damit weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Kupfer waren nicht nachweisbar.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie nie Wasser aus der Warmwasserleitung. In den ersten Lebensmonaten das Wasser abzukochen, ist unabhängig vom Versorgungsgebiet eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.
Ist das Wasser in allen Augsburger Stadtteilen gleich?
Weitgehend ja. Die swa führt das Stadtgebiet als eine Versorgungszone, gespeist aus einer Mischung von drei Gewinnungsgebieten. Die veröffentlichten Werte sind Mittelwerte aus vier Messstellen: Göggingen, Bärenkeller, Lechhausen und Haunstetten.
Kleinere Unterschiede zwischen den Messstellen sind normal, Einzelwerte je Stadtteil veröffentlicht der Versorger jedoch nicht. Seit Anfang 2024 gehören außerdem Aystetten und drei Neusässer Stadtteile zum Versorgungsgebiet — auch dafür gibt es keine getrennten Analysewerte.
Wie schmeckt das Leitungswasser in Augsburg?
Neutral und eher leicht. Mit 444 µS/cm elektrischer Leitfähigkeit ist das Augsburger Wasser für deutsche Verhältnisse gering mineralisiert, und die Stoffe, die anderswo für einen deutlichen Eigengeschmack sorgen, sind hier niedrig: Sulfat 24,8 mg/l, Chlorid 6,0 mg/l, Natrium 5,1 mg/l.
Wenn Ihr Wasser trotzdem metallisch, muffig oder abgestanden schmeckt, liegt die Ursache fast immer nach dem Hausanschluss: lange Standzeiten in der Leitung, ein verschmutzter Perlator an der Armatur, ein alter Schlauch oder Wasser aus der Warmwasserleitung.
Wird dem Augsburger Trinkwasser Chlor zugesetzt?
Im Regelfall nicht. Eine dauerhafte Desinfektion ist in Deutschland unüblich, wo Grundwasser aus geschützten Gebieten gefördert wird. Chlor kommt nur befristet zum Einsatz, wenn eine mikrobiologische Auffälligkeit vorliegt — etwa nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur am Netz.
Solche Maßnahmen ordnet das Gesundheitsamt an, und der Versorger macht sie öffentlich bekannt. Wer im Wasser plötzlich Chlor riecht, findet die Auskunft dazu beim Versorger, nicht auf dieser Seite: Wir aktualisieren Messwerte, keine Tagesmeldungen.




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