Trinkwasser in Forchheim: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Forchheim

22,32 °dH

hart

Das Trinkwasser in Forchheim hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Mit 22,32 °dH ist das Forchheimer Leitungswasser hart — der Härtebereich hart beginnt nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14 °dH. Keiner der 134 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Gefördert wird ausschließlich Grundwasser, über neun Flachbrunnen im Wasserschutzgebiet Zweng. Unter den 615 Versorgungszonen in unserem Datenbestand liegen nur elf über dem Forchheimer Härtewert — und keine davon im Umland.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

22,32°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 4,0.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsgebiet Forchheim
22,32
°dH · hart
einzige Versorgungszone der Stadt, gespeist aus neun Flachbrunnen im Wasserschutzgebiet Zweng; Netzprobe Willy-Brandt-Allee

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Forchheim nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Forchheim GmbH.

ParameterVersorgungsgebiet Forchheim Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH22,32Mineralstoff
Calciummg/l112Mineralstoff
Magnesiummg/l28,7Mineralstoff
Kaliummg/l2,1Mineralstoff
Natriummg/l12200 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l1150 22 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l33250 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l23250 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,042 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l0,010,5 2 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Forchheim, 16.03.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Zu PFAS-20 und PFAS-4 nennt der Prüfbericht keine Zahl, deshalb stehen sie hier nicht als Messwert.

22,32 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 14 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Flachbrunnen ist dabei das entscheidende Wort. Was in Forchheim aus dem Hahn kommt, stammt nicht aus einem tiefen, über Jahrhunderte abgeschirmten Grundwasserleiter, sondern aus dem oberflächennahen Grundwasser des Talgrunds. Es hat einen kurzen Weg hinter sich und seine Mineralien auf diesem kurzen Weg aufgenommen. Beides lässt sich an den Messwerten ablesen — die Härte ebenso wie der Wert, der bei dieser Gewinnungsart normalerweise Ärger macht.

Warum das Forchheimer Wasser härter ist als das aller Nachbarn

Mit 22,32 °dH ist das Forchheimer Leitungswasser hart, und es ist härter als alles, was im Umland gemessen wird. Erlangen liegt je nach Wasserwerk zwischen 9,8 und 15,3 °dH, Nürnberg zwischen 9,5 und 13,6, Bamberg zwischen 13,1 und 18,2, Bayreuth zwischen 5,5 und 11,0.

Die Härte setzt sich aus 112 mg/l Calcium und 28,7 mg/l Magnesium zusammen. Interessant ist das Verhältnis der beiden: Knapp drei von zehn Härtegraden gehen in Forchheim auf das Magnesium zurück, im Mittel unseres Datenbestands sind es rund zwei. Magnesium löst sich vor allem aus dolomitischen Gesteinen, und die Fränkische Alb östlich der Stadt ist aus Kalk und Dolomit aufgebaut.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Forchheim auf Rang 13 — härter als 94 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Forchheim · 22,32 °dH

Nitrat ist mit 22 % des Grenzwerts der höchste Wert

Der höchste relative Wert darin ist Nitrat mit 11 mg/l bei einem Grenzwert von 50 — also gut ein Fünftel. Danach wird der Abstand größer: Blei, Nickel, Uran und Arsen lagen unter der Bestimmungsgrenze des Labors, die Summe der untersuchten Pestizide bei 0,01 µg/l.

Erstens nennt die Rubrikseite der Stadtwerke gerundete Werte — rund 22 °dH und 12,0 mg/l Nitrat. Wir zeigen die Werte des aktuellen Prüfberichts, also 22,32 °dH und 11 mg/l; der Unterschied ist eine Frage des Stichtags, nicht der Substanz. Zweitens führt der Bericht weder den pH-Wert noch die elektrische Leitfähigkeit auf.

Langweilig ist dieser Befund trotzdem nicht, und zwar wegen der Flachbrunnen. Oberflächennahes Grundwasser nimmt auf, was auf den Feldern darüber ausgebracht wird, und es tut das schnell: Ein tiefer, gut abgedeckter Grundwasserleiter reagiert über Jahrzehnte, ein Flachbrunnen über Monate bis wenige Jahre. In einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung wäre Nitrat hier der erwartbare Problemwert. Dass er bei 11 mg/l steht, ist kein Zufall.

Was 2005 im Wasserschutzgebiet Zweng entschieden wurde

Das Wasserschutzgebiet Zweng wurde 2005 von 100 auf 500 Hektar erweitert. Im gesamten Gebiet wird die Einhaltung der Auflagen überwacht, und die Stadtwerke Forchheim zahlen Landwirten Ausgleichsleistungen dafür, dass sie grundwasserschonend bewirtschaften — Verzicht bringt Ertragsverluste, und die werden vergütet.

Das ist der aufwendigere von zwei möglichen Wegen. Der andere wäre, Nitrat später technisch aus dem Rohwasser zu holen: teuer im Betrieb, dauerhaft nötig und wirkungslos gegen alles, was man nicht misst. Forchheim hat stattdessen die Fläche über den Brunnen gekauft, im übertragenen Sinn.

Eine Folge dieser Struktur betrifft jeden Haushalt: Forchheim hat genau eine Versorgungszone. Alle vier Hochbehälter und alle fünf Druckerhöhungsanlagen hängen am selben Brunnenfeld, zonenspezifisch abweichende Analysen gibt es deshalb nicht. Die 22,32 °dH gelten in der Altstadt wie in Burk, Kersbach oder Buckenhofen.

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Was in Ihrem Haus passiert, steht in keiner Analyse

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach kommt, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt der Prüfbericht nichts — er kann es nicht. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle. In einer Stadt mit so viel alter Bausubstanz wie Forchheim ist das keine theoretische Frage.

Drei Handgriffe decken den größten Teil davon ab:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste und wirksamste Schritt, und er kostet nichts außer ein paar Litern.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Im Warmwasser lösen sich Metalle leichter, und es ist der Temperaturbereich, in dem sich Keime in der Hausinstallation vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Wie man dabei vorgeht, steht in unseren Hinweisen zur eigenen Wasserprobe; welche Häuser überhaupt betroffen sein können, erklärt der Beitrag zu Bleileitungen in Altbauten. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Forchheim bedenkenlos trinken?

Ja. Der Prüfbericht der Stadtwerke Forchheim vom 16. März 2026 umfasst 134 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Nitrat liegt bei 11 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 mg/l; Blei, Nickel, Uran und Arsen lagen unter der Bestimmungsgrenze des Labors.

Der übliche Vorbehalt gilt in Forchheim wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Installation passiert, kann keine Versorgeranalyse abbilden. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Forchheim?

22,32 °dH, Härtebereich hart. Für die Waschmitteldosierung ist das die oberste der drei Stufen, die das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz kennt: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0, hart darüber.

Der Wert stammt aus dem Prüfbericht vom 16. März 2026, Netzprobe Willy-Brandt-Allee. Auf ihrer Rubrikseite nennen die Stadtwerke gerundet rund 22 °dH. In älteren Zusammenstellungen im Netz steht für Forchheim gelegentlich noch 21 °dH — diese Angabe ist überholt.

Ist das Wasser in allen Forchheimer Stadtteilen gleich hart?

Ja. Forchheim hat genau eine Versorgungszone. Alle neun Flachbrunnen stehen im selben Wasserschutzgebiet Zweng, und alle vier Hochbehälter sowie die fünf Druckerhöhungsanlagen werden aus diesem einen Brunnenfeld gespeist.

Deshalb gibt es auch keine zonenspezifisch abweichenden Analysen: Es gäbe nichts zu unterscheiden. Die 22,32 °dH gelten in der Altstadt genauso wie in Burk, Kersbach, Buckenhofen oder Serlbach. Wer eine Waschmaschine oder einen Kaffeevollautomaten auf die Wasserhärte einstellt, kann das für jede Forchheimer Adresse gleich tun.

Woher kommt das Trinkwasser in Forchheim?

Ausschließlich aus Grundwasser, gefördert über neun Flachbrunnen im Wasserschutzgebiet Zweng. Fernwasser bezieht Forchheim nicht — anders als mehrere fränkische Nachbarn, die Anteile aus überregionalen Verbünden zukaufen.

Verteilt wird über vier Hochbehälter, fünf Druckerhöhungsanlagen und rund 160 Kilometer Hauptleitung; bis zu zwei Millionen Kubikmeter gehen im Jahr ins Netz. Das Schutzgebiet Zweng wurde 2005 von 100 auf 500 Hektar erweitert, um die oberflächennahen Brunnen besser abzuschirmen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Forchheim trinken?

Ja, Forchheimer Leitungswasser eignet sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Der Nitratwert liegt mit 11 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei, Nickel, Uran und Arsen lagen unter der Bestimmungsgrenze. Die Wasserhärte spielt dabei keine Rolle.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Forchheimer Trinkwasser Chlor?

Die Stadtwerke Forchheim desinfizieren das geförderte Grundwasser vor der Einspeisung ins Netz, dabei kommen geringe Mengen Chlor zum Einsatz. Der Prüfbericht vom 16. März 2026 weist dazu keinen Zahlenwert aus.

Wahrnehmbar ist das im Normalfall nicht. Wer dennoch einen Chlorgeruch bemerkt, kann das Wasser eine halbe Stunde offen in einer Karaffe stehen lassen; freies Chlor entweicht dabei. Ob gerade eine besondere Maßnahme läuft, steht immer beim Versorger und beim Gesundheitsamt und nicht auf dieser Seite.

Wen rufe ich in Forchheim bei einer Störung der Wasserversorgung an?

Die Störungsannahme der Stadtwerke Forchheim unter 09191 613200. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Störungen an Druckentwässerungsanlagen.

Bei braunem oder trübem Wasser lohnt vorher ein kurzer Test: Tritt es nur an einer einzelnen Zapfstelle auf, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dann sind Eigentümer oder Vermieter die richtigen Adressaten. Betrifft es das ganze Haus oder die Nachbarschaft, gehört der Anruf zu den Stadtwerken.