Trinkwasser in Erlangen: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Erlangen

9,7815,28 °dH

mittel · hart · 6 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Erlangen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Erlangen liegt je nach Versorgungszone zwischen 9,78 und 15,28 °dH und reicht damit vom Härtebereich mittel bis in den Bereich hart. Vier der sechs Zonen sind mittel, zwei hart.

Den Unterschied macht die Herkunft: Die vier eigenen Erlanger Gewinnungen liefern mittleres Wasser, das von N-ERGIE und WfW zugekaufte Wasser für die südlichen Ortsteile ist hart. Der höchste Arsenwert liegt bei 7 µg/l, der Grenzwert bei 10 µg/l.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,28°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,7. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Hochbehälter Burgberg (WT)
9,78
°dH · mittel
Stadtgebiet Erlangen, Versorgung über Hochbehälter Burgberg
Wasserwerk Ost
10,54
°dH · mittel
Stadtgebiet Erlangen Nord/Mitte/Süd
Behälter am Meilwald
10,82
°dH · mittel
Stadtgebiet Erlangen, Versorgung über Behälter Meilwald
Wasserwerk West 1
12,88
°dH · mittel
Stadtgebiet Erlangen Nord/Mitte/Süd
Bezug WfW (Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum)
14,1
°dH · hart
Südliche Ortsteile, Eltersdorfer Gruppe
Bezug N-ERGIE
15,28
°dH · hart
Südliche Ortsteile, Eltersdorfer Gruppe

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

6 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Erlangen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Erlanger Stadtwerke AG (ESTW).

ParameterHochbehälter Burgberg (WT)Wasserwerk OstBehälter am MeilwaldWasserwerk West 1Bezug WfW (Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum)Bezug N-ERGIE Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH9,7810,5410,8212,8814,115,28Mineralstoff
Calciummg/l385047586865Mineralstoff
Magnesiummg/l18,715,518,120,81927,2Mineralstoff
Kaliummg/l5,55,15,45,71,9<1,5Mineralstoff
Natriummg/l29112329109200 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l224961450 28 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,02<0,02<0,02<0,02<0,02<0,020,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l363136461916250 18 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l311729411524250 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Hydrogencarbonatmg/l199201206233278289Mineralstoff
Fluoridmg/l<0,2<0,2<0,2<0,2<0,2<0,21,5 unter Bestimmungsgrenze
pH-Wert7,677,587,667,687,587,546,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm4614134695725025392790 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Uranµg/l22241<110 40 % des Grenzwerts
Arsenµg/l27421<110 70 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l0,060,5 12 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Hochbehälter Burgberg (WT), Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026 · Wasserwerk Ost, Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026 · Behälter am Meilwald, Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026 · Wasserwerk West 1, Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026 · Bezug WfW (Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum), Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026 · Bezug N-ERGIE, Analysenblatt ESTW 2025-001, Stand 03.02.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Bei den Pflanzenschutzmitteln zeigt die Tabelle nur für den Bezug von der N-ERGIE eine Zahl (0,06 µg/l) – in den übrigen fünf Zonen gilt „nicht nachweisbar“.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die ESTW. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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In der Leitung landet davon nichts. Die Erlanger Versorgung beruht ausschließlich auf Grundwasser, und sie kommt aus zwei verschiedenen Richtungen. Rund zwei Drittel fördern die Erlanger Stadtwerke selbst — über die Wasserwerke West I und Ost, den Behälter am Burgberg und den Hochbehälter am Meilwald. Das restliche Drittel kauft die ESTW zu, bei der N-ERGIE und bei der WfW, der Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum. An dieser Trennlinie entscheidet sich, wie hart das Wasser aus Ihrem Hahn ist.

Wie hart ist das Wasser in Erlangen?

Man sieht den Grund am Calcium. Die eigenen Anlagen liefern 38 bis 58 mg/l, das zugekaufte Wasser 65 und 68 mg/l. Der Untergrund, aus dem Erlangen selbst fördert, gibt weniger Kalk ab als die Einzugsgebiete der beiden Vorlieferanten.

Der WfW-Bezug liegt mit 14,10 °dH zehn Hundertstel über der Grenze. Rechnerisch ist er damit hart, vom Wasser aus dem Wasserwerk West 1 mit 12,88 °dH ist er im Wasserkocher kaum zu unterscheiden.

Eine Besonderheit steckt in der Zusammensetzung der Härte. Am Hochbehälter Burgberg stammt knapp die Hälfte davon nicht aus dem Calcium, sondern aus dem Magnesium: 38 mg/l Calcium stehen 18,7 mg/l Magnesium gegenüber, und Magnesium wiegt in der Härteformel schwerer. Für den Kalkrand im Topf spielt das keine Rolle. Für das, was ein Liter an Mineralstoffen mitbringt, schon.

Der Wert, den man für Erlangen sonst im Netz findet, lautet 12,04 °dH. Das ist der Durchschnitt aller sechs Einspeisungen und beschreibt keinen einzigen Haushalt. Er liegt über dem, was drei Zonen liefern, und unter dem, was die drei anderen liefern.

Welche Adresse an welcher Zone hängt, lässt sich nicht vollständig belegen. Den beiden Fremdbezügen ordnet das Analysenblatt der ESTW die südlichen Ortsteile und die Eltersdorfer Gruppe zu. Für die vier eigenen Anlagen nennt es Nord, Mitte und Süd des Stadtgebiets, ohne Straßenzüge. Wer es für die eigene Wohnung genau wissen will, fragt bei den Erlanger Stadtwerken nach.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Erlangen auf Rang 100 — härter als 57 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Erlangen · 15,28 °dH

Arsen: 7 Mikrogramm im Wasserwerk Ost

Arsen im Grundwasser ist in aller Regel geogen. Es stammt aus dem Gestein, nicht aus Landwirtschaft oder Industrie, und geht unter sauerstoffarmen Bedingungen aus eisenhaltigen Schichten in Lösung. Dass zwei Brunnenfelder derselben Stadt sehr verschiedene Werte zeigen, ist dabei nichts Ungewöhnliches — es hängt daran, aus welchem Horizont ein Brunnen fördert und wie lange das Wasser dort steht.

Woher das Erlanger Trinkwasser kommt

Für den eigenen Anteil fördern rund 40 Trinkwasserbrunnen.

Das Analysenblatt ESTW 2025-001, aus dem die Werte auf dieser Seite stammen, führt je Zone 14 Parameter auf, beim Bezug von der N-ERGIE 15.

Passend zu diesen Werten

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Wo die Zuständigkeit der Stadtwerke endet

Am Hausanschluss. Alles dahinter verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und dazu sagt kein Analysenblatt etwas. Es ist kein Versehen, dass Blei, Kupfer und Nickel in dem der ESTW gar nicht auftauchen: Diese Metalle entstehen nicht im Wasserwerk, sondern lösen sich aus Leitungen und Armaturen im Gebäude. Gemessen werden sie deshalb sinnvollerweise am Zapfhahn, nicht an der Einspeisung.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Stagnationswasser ablaufen lassen. Stand das Wasser über Nacht oder über das Wochenende in der Leitung, laufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt. Der Handgriff kostet nichts und wirkt mehr als alles, was man danach tun kann.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. In warmem Wasser lösen sich Metalle aus der Installation leichter, und im Warmwasserspeicher finden Keime die Temperaturen, die sie brauchen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Süddeutschland waren Bleileitungen seltener als im Norden, ausgeschlossen sind sie in alten Gebäuden aber nicht. Für genau diesen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

Was den Geschmack prägt, folgt in Erlangen derselben Trennlinie wie die Härte. Die eigenen Anlagen liefern 31 bis 46 mg/l Sulfat und 17 bis 41 mg/l Chlorid, das zugekaufte Wasser 16 bis 19 mg/l Sulfat und 15 bis 24 mg/l Chlorid. Der pH-Wert bewegt sich über alle sechs Zonen zwischen 7,54 und 7,68.

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Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
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  • Bakterien & Keime
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  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Erlangen bedenkenlos trinken?

Ja. In allen sechs Erlanger Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten. Das gilt auch für den höchsten gemessenen Arsenwert von 7 µg/l im Wasserwerk Ost, dem ein Grenzwert von 10 µg/l gegenübersteht.

Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk: Die Prüfpflicht der ESTW endet am Hausanschluss, für die Leitungen dahinter ist der Eigentümer zuständig. Wasser, das länger in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen lassen.

Wie hart ist das Wasser in Erlangen?

Zwischen 9,78 und 15,28 °dH. Vier der sechs Versorgungszonen fallen in den Härtebereich mittel, zwei in den Bereich hart. Den niedrigsten Wert hat der Hochbehälter Burgberg mit 9,78 °dH, den höchsten das von der N-ERGIE zugekaufte Wasser mit 15,28 °dH.

Einen einheitlichen Erlanger Härtewert gibt es damit nicht. Der oft zitierte Durchschnitt von 12,04 °dH ist ein rechnerisches Mittel über alle Einspeisungen und trifft auf keine einzelne Zone zu.

Ist das Wasser in allen Erlanger Stadtteilen gleich?

Nein. Zwischen der Zone mit dem niedrigsten und der mit dem höchsten Wert liegen 5,5 Grad deutscher Härte, und die Spanne überschreitet die gesetzliche Grenze von 14 °dH.

Die südlichen Ortsteile und die Eltersdorfer Gruppe werden mit zugekauftem Wasser von N-ERGIE und WfW versorgt, das mit 15,28 beziehungsweise 14,10 °dH hart ist. Die vier Erlanger Eigenanlagen liefern 9,78 bis 12,88 °dH. Eine straßengenaue Zuordnung enthält das Analysenblatt nicht; im Zweifel hilft eine Anfrage bei den Erlanger Stadtwerken.

Woher kommt das Trinkwasser in Erlangen?

Ausschließlich aus Grundwasser. Rund zwei Drittel fördern die Erlanger Stadtwerke selbst — über die Wasserwerke West I und Ost, den Behälter am Burgberg und den Hochbehälter am Meilwald, gespeist aus rund 40 Trinkwasserbrunnen.

Das verbleibende Drittel kauft die ESTW zu, bei der N-ERGIE und bei der WfW, der Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum. Regnitz, Schwabach und Main-Donau-Kanal spielen dabei keine Rolle: Oberflächenwasser wird in Erlangen nicht zu Trinkwasser aufbereitet.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Erlangen trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Erlanger Leitungswasser geeignet. Der Nitratgehalt liegt je nach Zone zwischen 2 und 14 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Nitrit in allen Zonen unter 0,02 mg/l.

Wichtiger als die Werte des Wasserwerks sind zwei Handgriffe in der Wohnung: das Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Worauf es sonst ankommt, steht in unserem Beitrag zum Wasser für Babynahrung.

Ist im Erlanger Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur bei konkretem Anlass desinfiziert, etwa nach einem mikrobiologischen Befund oder nach Arbeiten am Leitungsnetz. Eine solche Maßnahme ist befristet und wird vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekannt gegeben.

Riecht Ihr Wasser vorübergehend nach Chlor, lohnt zuerst der Blick auf die Meldungen der ESTW. Bleibt der Geruch, hilft ein Anruf bei den Stadtwerken: Dort ist bekannt, ob im eigenen Versorgungsgebiet gerade desinfiziert wird.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Erlangen?

An die Störungsannahme der Erlanger Stadtwerke unter 09131 823-3333. Dort erreichen Sie den Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Versorgung; daneben gibt es Entstördienste für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei trübem, verfärbtem oder auffällig riechendem Wasser ist der Anruf der richtige erste Schritt — die ESTW weiß, ob im Netz gerade gespült oder gearbeitet wird. Betrifft es nur eine Wohnung im Haus, liegt die Ursache in der Hausinstallation, und dafür ist der Eigentümer zuständig.