Trinkwasser in Bonn: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Bonn

4,76,2 °dH

weich · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Bonn hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Gesamthärte liegt je nach Versorgungsbereich zwischen 4,7 und 6,2 °dH und fällt damit in den Härtebereich weich. Kein einziger Messwert der Analyse 2025 erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Bonn bezieht sein Wasser vollständig vom Wahnbachtalsperrenverband, der Talsperrenwasser mit Grundwasser aus dem Siegtal mischt. Das Mischungsverhältnis unterscheidet die drei Versorgungsbereiche — Beuel, Talzone und Bad Godesberg liegen bei 6,2 °dH, die höher gelegenen Stadtteile bei 4,7 oder 5,4 °dH.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

6,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,1. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

WTV-Versorgungsbereich Mitte
6,2
°dH · weich
Bonn-Beuel, Talzone Bonn und Bonn-Bad Godesberg; außerhalb Bonns außerdem Remagen, Bornheim und Alfter
WTV-Versorgungsbereich West I
5,4
°dH · weich
Hochzone Bonn; außerhalb Bonns außerdem Meckenheim, Rheinbach und das Gebiet Eifel-Ahr
WTV-Versorgungsbereich Ost + West II
4,7
°dH · weich
Hochzone Bonn; außerhalb Bonns außerdem Windeck, Eitorf, Ruppichteroth, Neunkirchen-Seelscheid, Lohmar, Hennef, Siegburg, Sankt Augustin, Hochzone Königswinter, Wachtberg, Grafschaft und Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Bonn nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Bonn Energie und Wasser GmbH (SWB); Wasserlieferung durch den Wahnbachtalsperrenverband (WTV).

ParameterWTV-Versorgungsbereich MitteWTV-Versorgungsbereich West IWTV-Versorgungsbereich Ost + West II Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH6,25,44,7Mineralstoff
Calciummg/l33,429,225,3Mineralstoff
Magnesiummg/l6,75,85,2Mineralstoff
Kaliummg/l3,02,52,1Mineralstoff
Natriummg/l15,312,710,8200 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l16131050 32 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,01<0,01<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l282725250 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l262320250 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l<0,1<0,1<0,11,5 unter Bestimmungsgrenze
pH-Wert8,08,28,26,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm3202702402790 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,010<0,010<0,0102 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<5<5<520 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,1<0,1<0,110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. WTV-Versorgungsbereich Mitte, Trinkwasseranalysen 2025, Mittelwerte Januar bis Dezember 2025 · WTV-Versorgungsbereich West I, Trinkwasseranalysen 2025, Mittelwerte Januar bis Dezember 2025 · WTV-Versorgungsbereich Ost + West II, Trinkwasseranalysen 2025, Mittelwerte Januar bis Dezember 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Der Verband nennt zu den Härtewerten auch Messunsicherheiten, etwa 6,2 ± 0,8 °dH für den Bereich Mitte – in der Tabelle steht trotzdem nur der Punktwert, nicht die Schwankungsbreite.

6,2 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Bonn kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Der Rhein prägt das Stadtbild, aber nicht das Leitungswasser. Kein Tropfen davon wird in Bonn selbst gewonnen. Die Stadtwerke Bonn beziehen ihr Trinkwasser ausschließlich vom Wahnbachtalsperrenverband, der die Wahnbachtalsperre östlich der Stadt sowie die Grundwasserwerke Meindorf und Hennefer Siegbogen betreibt. Was in Bonn aus dem Hahn kommt, ist Mischwasser aus diesen beiden sehr verschiedenen Herkünften — und genau daraus erklärt sich alles Weitere auf dieser Seite.

Das Einzugsgebiet der Talsperre liegt im Bergischen Land, auf devonischem Schiefer und Grauwacke. Dieses Gestein gibt dem Wasser kaum Calcium mit, deshalb ist Talsperrenwasser von Natur aus weich und mineralarm. Das Grundwasser aus der Siegaue bei Meindorf und im Hennefer Siegbogen hat dagegen Lockergestein durchlaufen, mehr Zeit gehabt und mehr aufgenommen: mehr Calcium, mehr Natrium, mehr Chlorid — und mehr Nitrat, weil über einem Talgrundwasserleiter Landwirtschaft steht und über einer Talsperre nicht. Wie viel wovon in einer Straße ankommt, hängt vom Mischungsverhältnis ab.

Warum das Wasser in Bonn drei verschiedene Härten hat

Der Unterschied ist keine Messstreuung, sondern eine Reihe. Es ist ein und dieselbe Verdünnungsreihe, dreimal abgegriffen.

Am deutlichsten zeigt es das Nitrat, weil es fast nur aus dem Grundwasser stammt: 16 mg/l im Bereich Mitte, 13 im Bereich West I, 10 im Bereich Ost und West II. Wer mehr Talsperrenwasser bekommt, bekommt weniger von allem — und die härteste Bonner Zone ist zugleich die mit dem höchsten Grundwasseranteil.

Für einen Teil der Stadt lässt sich die Zone nicht sicher zuordnen. Die Talzone mit Beuel und Bad Godesberg steht in der Analyse eindeutig beim Bereich Mitte. Die „Hochzone Bonn“ führt der Verband dagegen bei zwei Bereichen zugleich auf, bei Ost und West II und bei West I, ohne die Stadtteile weiter aufzuschlüsseln. Für die höher gelegenen Viertel heißt das: irgendwo zwischen 4,7 und 5,4 °dH, und welcher der beiden Werte für eine bestimmte Adresse gilt, geht aus der veröffentlichten Analyse nicht hervor. Eine solche Zuordnung gibt die Quelle nicht her — die genaue Auskunft gibt der Versorger für den einzelnen Hausanschluss.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bonn auf Rang 221 — weicher als 93 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Bonn · 6,2 °dH

Weiches Wasser in ganz Bonn — was das im Haushalt heißt

Espresso kann dabei dünn und sauer geraten, weil die puffernde Karbonathärte fehlt — das lässt sich bei der Zubereitung am Geschmack nachsteuern, nicht am Wasser.

Nitrat ist mit 32 % des Grenzwerts der höchste Wert

Die Analyse des Verbands führt 17 Parameter. Für die Summe PFAS-20 weist der Verband für 2025 ausdrücklich keinen repräsentativen Wert aus. Pestizide und Halogenessigsäuren sind im Dokument als nicht nachweisbar vermerkt, aber ohne Zahl. Hydrogencarbonat und die Summe PFAS-4 führt das Blatt gar nicht.

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Woher das Bonner Trinkwasser kommt

Das ist der Unterschied zwischen einer Talsperre und einem Brunnen: Beim Oberflächenwasser lässt sich das Einzugsgebiet von der Quelle bis zum Zulauf beobachten und bewirtschaften.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Bonn Energie und Wasser GmbH (SWB); Wasserlieferung durch den Wahnbachtalsperrenverband (WTV)

Was hinter dem Hausanschluss in Bonn passiert

Dort endet die Zuständigkeit des Versorgers, und dort beginnt der Teil, über den keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben kann. Alte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, aus Armaturen gelöste Metalle: All das entsteht hinter der Übergabestelle und liegt beim Eigentümer oder Vermieter. In Bonn mit seinem großen Altbaubestand ist das kein theoretischer Punkt.

Drei Handgriffe helfen konkret:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Schritt, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im lauwarmen Bereich vermehren sich Legionellen im Warmwassersystem.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Der Bleiwert des Verbands wird im Netz gemessen, nicht in Ihrer Wohnung — Bleileitungen in Altbauten sind der eine Fall, in dem eine eigene Probe etwas beantwortet, was sonst niemand beantworten kann.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Bonn bedenkenlos trinken?

Ja. In allen drei Versorgungsbereichen werden die Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein Wert der Analyse 2025 erreicht auch nur die Hälfte seines Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Bonn wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Bonn?

Zwischen 4,7 und 6,2 °dH, je nach Versorgungsbereich: 6,2 °dH in Beuel, der Talzone und Bad Godesberg, 5,4 oder 4,7 °dH in den höher gelegenen Stadtteilen. Alle drei Werte liegen im Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH ansetzt.

Für Geräte und Waschmittel macht der Unterschied zwischen den Zonen nichts aus: Wer in Bonn eine Härtestufe eintragen soll, trägt überall die weichste ein.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bonn trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Bonner Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt je nach Zone bei 10 bis 16 mg/l und damit weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium bei 10,8 bis 15,3 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Woher kommt das Trinkwasser in Bonn?

Aus der Wahnbachtalsperre und zwei Grundwasserwerken im Siegtal. Die Stadtwerke Bonn gewinnen kein eigenes Wasser, sondern beziehen es vollständig vom Wahnbachtalsperrenverband, der die Talsperre sowie die Grundwasserwerke Meindorf und Hennefer Siegbogen betreibt.

Der Rhein spielt dabei keine Rolle. Alle Gewinnungsanlagen liegen in Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III, zusätzlich bestehen die Wasserschutzgebiete Meindorf und Urfeld.

Ist das Wasser in allen Bonner Stadtteilen gleich?

Nein, es gibt drei Versorgungsbereiche mit 4,7, 5,4 und 6,2 °dH. Im Alltag merken Sie davon nichts: Alle drei sind weich, für Waschmittel und Geräte gilt dieselbe Einstellung, und der Abstand von 1,5 Grad deutscher Härte ist kleiner als der Unterschied zwischen zwei benachbarten Städten.

Relevant wird die Zone nur, wenn Sie einen exakten Wert brauchen, etwa für ein Aquarium. Dann fragen Sie den Versorger für Ihren Hausanschluss — für die höher gelegenen Stadtteile lässt die veröffentlichte Analyse offen, welcher der beiden Werte gilt.

Ist im Bonner Trinkwasser Chlor enthalten?

Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn es die Situation erfordert, etwa nach Arbeiten am Netz oder bei einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Ob gerade eine Desinfektion läuft, steht deshalb beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Wir aktualisieren hier die Messwerte jährlich; tagesaktuelle Meldungen gehören dorthin, wo sie gepflegt werden.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Bonn?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Bonn unter 0800 2666389. Zuständig sind sie für die öffentliche Versorgung bis zum Hausanschluss, also für Rohrbrüche, Druckabfall und Trübungen im Netz.

Endet das Problem an einem einzelnen Hahn oder betrifft es nur eine Wohnung, liegt die Ursache in der Hausinstallation. Dann sind Eigentümer, Vermieter oder ein Installationsbetrieb zuständig. Ein Abkochgebot spricht immer das Gesundheitsamt aus, nicht der Versorger.