Trinkwasser in Vöhringen: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Vöhringen

17,4 °dH

hart

Das Trinkwasser in Vöhringen an der Iller hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt 17,4 °dH und liegt damit im Härtebereich hart. Vöhringen wird aus einem einzigen städtischen Wasserwerk versorgt; die Stadtteile Illerberg, Thal und Illerzell erhalten dasselbe Wasser.

Auffällig ist der Abstand zu den Grenzwerten: Bei der Untersuchung vom 2. Juni 2026 erreichte keiner der 90 geprüften Parameter die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Den höchsten Anteil hat Nitrat mit 14,3 von 50 mg/l.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,4°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,1.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Gesamtes Stadtgebiet Vöhringen (Iller) einschließlich Illerberg, Thal und Illerzell – Probenahme Rathaus
17,4
°dH · hart
gesamtes Stadtgebiet mit den Stadtteilen Illerberg, Thal und Illerzell, versorgt aus dem städtischen Wasserwerk in der Marienstraße

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Vöhringen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadt Vöhringen – Wasserwerk Vöhringen.

ParameterGesamtes Stadtgebiet Vöhringen (Iller) einschließlich Illerberg, Thal und Illerzell – Probenahme Rathaus Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH17,4Mineralstoff
Calciummg/l96,2Mineralstoff
Magnesiummg/l18,2Mineralstoff
Kaliummg/l2,3Mineralstoff
Natriummg/l14,3200 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l14,350 29 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l17,6250 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l23,8250 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,266,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6282790 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<520 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,110 11 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Gesamtes Stadtgebiet Vöhringen (Iller) einschließlich Illerberg, Thal und Illerzell – Probenahme Rathaus, Probenahme 02.06.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

17,4 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Für das, was aus der Leitung kommt, zählt der Kies. Die Iller hat über Jahrtausende Geröll aus den Kalkalpen ins Tal geschüttet, und in diesem Schotter steht das Grundwasser, das die Stadt in ihrem eigenen Wasserwerk fördert. Kalk und Dolomit lösen sich darin langsam auf, und deshalb ist das Vöhringer Wasser hart: 96,2 mg/l Calcium und 18,2 mg/l Magnesium. Gips liegt in diesem Untergrund dagegen nicht — das sieht man am Sulfat, das mit 17,6 mg/l ausgesprochen niedrig ausfällt.

17,4 °dH — hart, aber am unteren Rand der Region

Denn die Härte besteht hier fast vollständig aus Karbonathärte. Sulfat und Chlorid binden mit 17,6 und 23,8 mg/l nur einen kleinen Teil der Härtebildner; der große Rest liegt als Hydrogencarbonat vor, und das zerfällt beim Erhitzen. Oberhalb von etwa 60 °C setzt sich der Kalk genau dort ab, wo es am heißesten ist: auf dem Heizstab von Wasserkocher, Waschmaschine und Kaffeemaschine. Für Waschmittel und Regeneriersalz gilt im ganzen Stadtgebiet dieselbe Einstellung, und regelmäßiges Entkalken der Geräte ist bei diesem Wert kein Luxus, sondern Wartung.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Vöhringen auf Rang 73 — härter als 69 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Vöhringen · 17,4 °dH

Nitrat ist mit 29 % des Grenzwerts der höchste Wert

Langweilig ist das nicht, es ist nur unspektakulär. Ein niedriger Wert sagt etwas über die Umgebung des Brunnens, nicht über die Sorgfalt des Labors. Illertalschotter ist ein ergiebiger Grundwasserleiter, weil er Wasser schnell durchlässt — und aus demselben Grund ein empfindlicher: Was oben auf die Flächen aufgebracht wird, kommt unten deutlich schneller an als unter Ton oder Lehm. Über dem Gewinnungsgebiet liegt Landwirtschaft. Dass Nitrat unter diesen Bedingungen bei einem Viertel des Grenzwerts bleibt, ist ein Ergebnis und keine Selbstverständlichkeit.

Im unteren Illertal gibt es dafür eine eigene Einrichtung: die Arbeitsgemeinschaft Trinkwasserschutz Unteres Illertal, einen Zusammenschluss zum Schutz des Grundwassers, an dem auch die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beteiligt sind. Sie ist ein Schutzverbund, kein Wasserversorger. Gefördert und geliefert wird das Vöhringer Trinkwasser von der Stadt selbst.

Kupfer kommt aus der Hausleitung, nicht aus dem Werk

Der Kupfergehalt im Vöhringer Trinkwasser liegt unter 0,005 mg/l, der Grenzwert bei 2 mg/l. In einem Ort, in dem seit rund hundert Jahren Kupfer gewalzt wird, ist diese Zahl eine Erwähnung wert — und sie sagt etwas Allgemeines über Kupfer im Trinkwasser: Es stammt so gut wie nie aus der Umgebung, sondern aus dem Rohr.

Kupferleitungen sind in deutschen Hausinstallationen weit verbreitet. Wie viel Metall sie ans Wasser abgeben, hängt an drei Dingen: am pH-Wert, an der Härte und daran, wie lange das Wasser gestanden hat. Weiches, saures Wasser löst Kupfer bereitwillig. Hartes, gut gepuffertes Wasser bildet auf der Rohrinnenseite eine Deckschicht, die den Übergang bremst. Mit pH 7,26 und 17,4 °dH gehört das Vöhringer Wasser zur zweiten Sorte — die Härte, die den Wasserkocher zusetzt, arbeitet an dieser Stelle für Sie.

Der gemessene Wert stammt allerdings aus der Probenahme am Rathaus und beschreibt damit das Netz. Am eigenen Hahn kann er höher liegen: nach einer Nacht Standzeit, in einer frisch verlegten Kupferinstallation, oder wenn Armaturen aus Messing verbaut sind, aus denen sich zusätzlich Blei und Nickel lösen können.

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Woher das Vöhringer Trinkwasser kommt

Aus einem einzigen Wasserwerk, das der Stadt gehört. Vöhringen fördert, bereitet auf und verteilt in eigener Regie; das Wasserwerk sitzt in der Marienstraße. Eine einzige Versorgungszone deckt das gesamte Stadtgebiet ab, Illerberg, Thal und Illerzell eingeschlossen. Die Probe vom 2. Juni 2026 wurde am Rathaus gezogen.

Praktisch heißt das: In Vöhringen gibt es keine Adresse mit abweichender Härte, keinen Mischbereich und keine zweite Spalte in der Tabelle. Wer in Illerzell wohnt, bekommt dasselbe Wasser wie in der Kernstadt. Das ist ungewöhnlich übersichtlich — in vielen Städten dieser Größe läuft der Weg von der Gewinnung bis zum Hahn über mehrere Gewinnungsgebiete, die sich im Netz mischen, und dann hängt die Härte an der Wohnadresse.

Ihr Wasserversorger

Stadt Vöhringen – Wasserwerk Vöhringen

Ab dem Hausanschluss sind Sie selbst zuständig

Die Verantwortung des Wasserwerks endet am Hausanschluss. Was danach kommt — Steigleitung, Armaturen, Boiler, selten genutzte Stränge —, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Versorgers etwas sagen.

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter aus der Installation, und im Speicher vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil der Bericht des Wasserwerks dazu nichts hergibt.
  • Perlatoren regelmäßig in Essigwasser legen. Bei 17,4 °dH setzen sie sich zu, und ein verkalkter Strahlregler ist die häufigste Ursache dafür, dass Wasser plötzlich anders schmeckt.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Vöhringen bedenkenlos trinken?

Ja. Bei der Untersuchung vom 2. Juni 2026 wurden 90 Parameter bestimmt, und keiner davon erreichte die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der höchste Anteil entfällt auf Nitrat mit 14,3 von 50 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Vöhringen wie überall: Die Verantwortung des Wasserwerks endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Armaturen, Boiler — verantwortet der Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Vöhringen?

17,4 °dH, Härtebereich hart. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz zieht die Grenze zu diesem Bereich bei 14,0 °dH; darunter liegen mittel (8,4 bis 14,0) und weich (unter 8,4).

Für den Haushalt heißt das konkret: Beim Waschmittel gilt die Dosierangabe für hartes Wasser, und die Wasserenthärtung der Spülmaschine stellen Sie auf 17,4 °dH ein. Manche Geräte fragen stattdessen nach Millimol je Liter oder nach französischen Härtegraden — die Umrechnungstabelle steht in der Bedienungsanleitung.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Vöhringen trinken?

Ja. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das ist in Vöhringen der Fall. Der für Säuglinge wichtigste Wert ist Nitrat: 14,3 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung. Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Die Wasserhärte spielt für Babynahrung keine Rolle.

Woher kommt das Trinkwasser in Vöhringen?

Aus einem einzigen städtischen Wasserwerk in der Marienstraße, das Grundwasser aus dem Schotter des Illertals fördert, aufbereitet und verteilt. Vöhringen bezieht kein Wasser von einem Fernversorger.

Nicht zu verwechseln ist der Versorger mit der Arbeitsgemeinschaft Trinkwasserschutz Unteres Illertal. Das ist ein Verbund zum Schutz des Grundwassers im unteren Illertal, an dem auch die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beteiligt sind — er schützt das Einzugsgebiet, liefert aber kein Wasser.

Ist das Wasser in Illerberg, Thal und Illerzell dasselbe wie in der Kernstadt?

Ja, es ist dasselbe Wasser. Vöhringen weist nur eine Versorgungszone aus: ein Wasserwerk, ein Netz, ein Wert. Illerberg, Thal und Illerzell bekommen 17,4 °dH wie die Kernstadt auch.

Das ist nicht selbstverständlich. In vielen Städten vergleichbarer Größe speisen mehrere Gewinnungsgebiete dasselbe Netz, und dann hängt die Härte an der Wohnadresse. In Vöhringen hängt sie an nichts — die Einstellung an Spülmaschine und Waschmaschine ist im ganzen Stadtgebiet dieselbe.

Ist im Vöhringer Trinkwasser Chlor?

Im Normalbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein Anlass besteht — etwa nach einem mikrobiologischen Befund, nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz. Für Vöhringen ist im geprüften Untersuchungsbericht keine Desinfektion ausgewiesen.

Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht immer beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei trübem, verfärbtem oder ungewöhnlich riechendem Wasser?

An die Stadt Vöhringen beziehungsweise ihr Wasserwerk. Der Versorger ist für Gewinnung, Aufbereitung und das Leitungsnetz bis zum Hausanschluss zuständig und kann sagen, ob eine Störung, eine Spülung oder eine Baustelle im Netz die Ursache ist.

Tritt das Problem nur an einer einzelnen Zapfstelle auf, während die übrigen Hähne unauffällig sind, liegt die Ursache fast immer in der Hausinstallation. Dann ist der Eigentümer oder Vermieter der richtige Ansprechpartner — häufig steckt ein verkalkter Perlator, eine lange Standzeit oder ein selten genutzter Leitungsstrang dahinter.