Trinkwasser in Schwäbisch Gmünd: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Schwäbisch Gmünd

12,114,5 °dH

mittel · hart · 6 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Schwäbisch Gmünd hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Versorgungszone zwischen 12,1 und 14,5 °dH. Fünf der sechs Zonen fallen in den Härtebereich mittel, nur Weiler und Herdtlinsweiler mit 14,5 °dH in den Bereich hart.

Kein einziger Messwert der veröffentlichten Analyse erreicht die Hälfte seines Grenzwerts; am nächsten kommt Nitrat mit 20,4 von 50 mg/l. Für fünf der sechs Zonen ist allerdings nur die Gesamthärte belegt.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

14,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,6. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Bargau
12,1
°dH · mittel
Ortsteil Bargau
Unterbettringen
12,7
°dH · mittel
Ortsteil Unterbettringen
GD Kernstadt (Landeswasserversorgung, Versorgungsbereich VB 1)
13,3
°dH · mittel
Kernstadt Schwäbisch Gmünd und übriges Versorgungsgebiet ('GD Rest' im Härteblatt)
Großdeinbach
13,5
°dH · mittel
Ortsteil Großdeinbach
Degenfeld
14,0
°dH · mittel
Ortsteil Degenfeld
Weiler / Herdtlinsweiler
14,5
°dH · hart
Ortsteile Weiler in den Bergen und Herdtlinsweiler

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

6 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Schwäbisch Gmünd nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH.

ParameterBargauUnterbettringenGD Kernstadt (Landeswasserversorgung, Versorgungsbereich VB 1)GroßdeinbachDegenfeldWeiler / Herdtlinsweiler Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH12,112,713,313,514,014,5Mineralstoff
Calciummg/l75Mineralstoff
Magnesiummg/l11,7Mineralstoff
Kaliummg/l2,2Mineralstoff
Natriummg/l13,0200 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l20,450 41 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l24,5250 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l32,1250 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,061,5 4 % des Grenzwerts
pH-Wert7,646,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5212790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,910 9 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,10,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Bargau, Wasserhärte 2025 · Unterbettringen, Wasserhärte 2025 · GD Kernstadt (Landeswasserversorgung, Versorgungsbereich VB 1), Trinkwasseranalyse der Landeswasserversorgung 2023 · Großdeinbach, Wasserhärte 2025 · Degenfeld, Wasserhärte 2025 · Weiler / Herdtlinsweiler, Wasserhärte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

PFAS und Hydrogencarbonat weist die Analyse der Landeswasserversorgung nicht aus – deshalb fehlen beide Werte in der Tabelle.

Zwischen 12,1 und 14,5 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Fürs Trinkwasser ist die Höhenlage wichtiger als der Fluss. Schwäbisch Gmünd bezieht sein Wasser aus zwei völlig verschiedenen Richtungen. Den größten Teil liefert der Zweckverband Landeswasserversorgung aus dem Donauried bei Langenau, gut hundert Kilometer entfernt. Etwa ein Zehntel stammt aus eigenen Quellen in Degenfeld, Herdtlinsweiler, Bargau, Großdeinbach und Unterbettringen: Karstwasser vom Albtrauf, das durch den Kalkstein des Weißjura gesickert ist und dabei Calcium aufgenommen hat. Genau diese fünf Teilorte sind es, die im Härteblatt der Stadtwerke einen eigenen Wert bekommen.

Warum die Wasserhärte je nach Stadtteil verschieden ist

Die Ursache ist die Herkunft. Das Fernwasser aus dem Donauried kommt überall mit demselben Wert an; es versorgt die Kernstadt und alles, was das Härteblatt unter „GD Rest" zusammenfasst. Die fünf Teilorte mit eigener Quelle bekommen dagegen das Wasser ihres eigenen Einzugsgebiets, und wie viel Calcium und Magnesium darin gelöst sind, hängt davon ab, wie lange und durch welches Gestein es gelaufen ist. Deshalb steht Bargau am unteren Ende der Spanne und Weiler am oberen.

Ein Sonderfall ist Degenfeld. Das Blatt „Wasserhärte 2025" der Stadtwerke führt den Ortsteil mit 14,0 °dH als hart, also im Härtebereich 3. Nach dem Gesetzeswortlaut reicht „mittel" bis einschließlich 14,0 °dH — der Wert fällt damit noch in die mittlere Stufe, und so steht er auch in unserer Tabelle. Praktisch ändert das wenig: Bei genau 14,0 °dH dosiert man Waschmittel ohnehin an der Grenze zwischen zwei Stufen.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, lässt sich aus den Unterlagen der Stadtwerke nicht ableiten. Das Härteblatt ordnet die Werte den Ortsteilen zu, nicht einzelnen Straßen, und alles außerhalb der fünf genannten Teilorte läuft dort unter „GD Rest". Wer am Rand eines Versorgungsgebiets wohnt, fragt das besser direkt bei den Stadtwerken nach, statt sich auf eine Karte im Netz zu verlassen.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Schwäbisch Gmünd auf Rang 111 — härter als 53 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Schwäbisch Gmünd · 14,5 °dH

Nitrat ist mit 41 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das klingt nach einer langweiligen Seite, ist es aber nicht. Solche Zahlen sind kein Freibrief, sondern ein Fingerabdruck der Herkunft. Die 20,4 mg/l Nitrat stehen nicht deshalb im Bericht, weil das Wasser aus einer unberührten Landschaft käme, sondern weil sie das sind, was aus einer landwirtschaftlich genutzten Region an der Donau nach Aufbereitung und Mischung übrig bleibt. Das Uran stammt dagegen aus dem Gestein selbst; Jurakalk gibt es in Spuren ab. Und die niedrige Leitfähigkeit sagt, dass insgesamt wenig gelöst ist — ein Grund dafür, dass das Wasser eher neutral als mineralisch schmeckt.

Wichtiger als jeder Einzelwert ist aber, für wen er gilt. Diese 17 Parameter beschreiben eine von sechs Zonen. Belegbar ist für diese fünf Zonen deshalb nur die Gesamthärte.

Woher das Schwäbisch Gmünder Trinkwasser kommt

Den Hauptteil liefert der Zweckverband Landeswasserversorgung, ein Fernwasserversorger, der Donauwasser, Quellwasser und Grundwasser aufbereitet. Die hier gezeigten Messwerte stammen aus dessen Analyse für den Versorgungsbereich VB 1 — also vom Vorlieferanten, nicht aus einer eigenen Messung der Stadtwerke. Die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd verlinken diese Analyse selbst auf ihrer Seite zur Wasserqualität; bei Fernwasser ist das der übliche Weg. Wie Trinkwasser gewonnen und verteilt wird, erklären wir an anderer Stelle ausführlich.

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Was 12,1 bis 14,5 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Armaturen, Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und keine Analyse des Versorgers sagt etwas darüber aus. Drei Handgriffe sind konkret:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das gilt besonders in den Teilorten mit langen Zuleitungen und in Wohnungen, die tagsüber leer stehen.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Warm lösen sich Metalle leichter aus der Installation, und im Warmwasser ist die Temperatur, bei der sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleileitungen in Altbauten sind in Baden-Württemberg selten, in Gebäuden aus der Zeit vor den 1970er Jahren aber nicht ausgeschlossen. Für diesen einen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts hergeben.

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  • Organische Ver­bindungen
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Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Schwäbisch Gmünd bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Werte, die für Schwäbisch Gmünd belegt sind, halten die Trinkwasserverordnung ein, und keiner erreicht die Hälfte seines Grenzwerts. Für fünf der sechs Versorgungszonen veröffentlichen die Stadtwerke allerdings nur die Gesamthärte, weil die verlinkten Ortsanalysen reine Bildscans sind.

Der übliche Vorbehalt gilt hier wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Schwäbisch Gmünd?

Zwischen 12,1 und 14,5 °dH, je nach Versorgungszone. Fünf der sechs Zonen fallen in den Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH festlegt. Nur Weiler und Herdtlinsweiler liegen mit 14,5 °dH im Bereich hart. Einen gesetzlichen Bereich oberhalb von hart gibt es nicht.

Wenn ein Gerät die Einstellung in Millimol pro Liter verlangt: 12,1 °dH entsprechen rund 2,2 mmol/l, 13,3 °dH rund 2,4 mmol/l und 14,5 °dH rund 2,6 mmol/l Calciumcarbonat.

Ist das Wasser in allen Stadtteilen von Schwäbisch Gmünd gleich hart?

Nein, es gibt sechs Versorgungszonen mit Werten von 12,1 bis 14,5 °dH. Die Kernstadt und alles, was das Härteblatt unter „GD Rest“ führt, liegt bei 13,3 °dH. Bargau hat 12,1, Unterbettringen 12,7, Großdeinbach 13,5, Degenfeld 14,0 und Weiler mit Herdtlinsweiler 14,5 °dH.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor — das Härteblatt nennt Ortsteile, keine Straßen. Im Zweifel fragen Sie bei den Stadtwerken nach.

Woher kommt das Trinkwasser in Schwäbisch Gmünd?

Den größten Teil liefert der Zweckverband Landeswasserversorgung als Fernwasser aus dem Donauried bei Langenau. Etwa ein Zehntel kommt aus eigenen Quellen in Degenfeld, Herdtlinsweiler, Bargau, Großdeinbach und Unterbettringen.

Gespeichert und verteilt wird über zwei Wassertürme und mehrere Wasserbehälter im Stadtgebiet. Die Aufbereitung und die laufende Kontrolle liegen bei den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd, die Analyse für den Versorgungsbereich VB 1 stammt vom Vorlieferanten.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Schwäbisch Gmünd trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt. In Schwäbisch Gmünd liegt Nitrat bei 20,4 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 mg/l, Uran bei 0,9 µg/l gegenüber 10 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Fertige Flaschennahrung wird ohnehin mit abgekochtem Wasser angerührt.

Ist im Schwäbisch Gmünder Leitungswasser Chlor?

Im Regelfall nicht. Deutsche Versorger chloren nur, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Baumaßnahme es erfordert, und die Maßnahme wird dann öffentlich bekannt gegeben. Für Schwäbisch Gmünd ist zum Stand dieser Seite keine laufende Chlorung dokumentiert.

Wenn Wasser nach Schwimmbad riecht, lohnt der Blick auf die Meldungen der Stadtwerke. Ein Chlorgeruch verfliegt außerdem weitgehend, wenn man das Wasser offen stehen lässt.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd unter 07171 603800. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Dienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.

Zuständig sind die Stadtwerke bis zum Hausanschluss. Bei braunem Wasser nach einer Rohrnetzspülung lassen Sie zunächst ein paar Minuten ablaufen. Bleibt es trüb oder betrifft es mehrere Wohnungen im Haus, ist der Anruf richtig; innerhalb der Hausinstallation ist der Eigentümer zuständig.