Trinkwasser in Göppingen: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Göppingen
13,4–15,1 °dH
mittel · hart · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Göppingen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Göppingen liegt je nach Versorgungszone zwischen 13,4 und 15,1 °dH. Das Bezugswasser aus dem Donau-Ried fällt mit 13,4 °dH in den Härtebereich mittel, das Eigenwasser aus dem Nassachtal mit 15,1 °dH in den Bereich hart.
Der Unterschied kommt aus dem Magnesium, nicht aus mehr Kalk. Im Eigenwasser erreicht Uran mit 5 µg/l die Hälfte des Grenzwerts von 10 µg/l.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
15,1°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,7. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
mittelje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Göppingen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG (EVF).
| Parameter | Bezugswasser Zweckverband Landeswasserversorgung (Donau-Ried) | Eigenwasser Göppingen, Wasserwerk Göppingen (Eigenquelle Nassachtal), Niederzone | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 13,4 | 15,1 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 77 | 66 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 11,3 | 23 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2,3 | 1,5 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 13,1 | 7,4 | 200 | 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 21,2 | 6,9 | 50 | 42 % des Grenzwerts |
| Nitritmg/l | <0,01 | <0,02 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 19,9 | 18 | 250 | 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 33,9 | 10 | 250 | 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Fluoridmg/l | 0,06 | <0,1 | 1,5 | 4 % des Grenzwerts |
| pH-Wert | 7,56 | 7,53 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 528 | 537 | 2790 | 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <0,5 | 1 | 10 | 10 % des Grenzwerts |
| Kupfermg/l | <0,001 | <0,005 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <1 | <2 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 1 | 5 | 10 | 50 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <0,5 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Bezugswasser Zweckverband Landeswasserversorgung (Donau-Ried), Jahresmittelwerte 2025, veröffentlicht in der EVF-Wasseranalyse Stand April 2026 · Eigenwasser Göppingen, Wasserwerk Göppingen (Eigenquelle Nassachtal), Niederzone, Probenahme 17.03.2026, veröffentlicht in der EVF-Wasseranalyse Stand April 2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Blei, Nickel, Uran und Arsen sind hier aus mg/l in µg/l umgerechnet, wie es die Trinkwasserverordnung führt; Kupfer bleibt bei mg/l.
Eine PFAS-Summe und eine Pestizid-Summenzeile fehlen: Die EVF-Wasseranalyse weist beide nicht aus.
Hydrogencarbonat steht nicht direkt in der Analyse, nur als Säurekapazität von 3,73 mmol/l — daraus wurde bewusst kein Wert abgeleitet.
Zwischen 13,4 und 15,1 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Damit laufen in Göppingen zwei Wässer zusammen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das eine kommt von weit her: Der Zweckverband Landeswasserversorgung gewinnt es im Donau-Ried, einem der wichtigsten Grundwasserspeicher Deutschlands, und leitet es über Fernleitungen ins Filstal. Das andere entsteht wenige Kilometer entfernt in den Nassachtaler Wäldern und wird vor Ort im Wasserwerk Göppingen aufbereitet. Beide halten die Trinkwasserverordnung ein. Gleich sind sie deshalb nicht — sie stehen nicht einmal im selben Härtebereich. Das ist die eigentliche Nachricht dieser Seite.
Zwei Zonen, zwei Härtebereiche
Wer im Netz eine gemittelte Zahl für Göppingen findet, sollte ihr misstrauen. Ein Mittelwert aus zwei Zonen beschreibt kein Wasser, das irgendwo in der Stadt aus dem Hahn kommt, sondern einen rechnerischen Punkt dazwischen. Praktisch macht der Unterschied etwas aus: Für die Waschmitteldosierung und die Einstellung von Spülmaschinen sind mittel und hart zwei verschiedene Stufen.
Woher der Unterschied kommt, ist die interessantere Frage. Nicht aus mehr Kalk: Das härtere Eigenwasser enthält mit 66 mg/l sogar weniger Calcium als das Bezugswasser mit 77 mg/l. Den Ausschlag gibt das Magnesium, das von 11,3 auf 23 mg/l steigt und sich damit fast verdoppelt. Magnesium in dieser Höhe stammt aus magnesiumhaltigem Karbonatgestein, das das Sickerwasser auf seinem Weg durch den Untergrund anlöst. Das Nassachtaler Wasser ist also kein besonders kalkreiches, sondern ein magnesiumbetontes Wasser.
Bei der Härte des Eigenwassers bleibt eine Unschärfe. Aus den veröffentlichten Werten für Calcium und Magnesium ergibt die Härteformel 14,55 °dH, die EVF nennt 15,1 °dH. Plausibel ist, dass Härte, Calcium und Magnesium aus verschiedenen Probenahmen stammen. An der Einstufung ändert das nichts: Beide Zahlen liegen über 14,0 °dH, die eine knapp, die andere deutlicher.
Was sich dagegen nicht belegen lässt, ist die Zuordnung einzelner Stadtteile. Die EVF-Wasseranalyse unterscheidet die Niederzone, die aus dem eigenen Wasserwerk versorgt wird, von den übrigen Versorgungsteilen — welche Straßen und Ortsteile zur Niederzone gehören, steht in dem Dokument nicht. Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt bei der EVF nach.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Göppingen auf Rang 102 — härter als 57 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Göppingen · 15,1 °dH
Uran im Eigenwasser: 5 µg/l bei einem Grenzwert von 10
Im Eigenwasser aus dem Nassachtal liegt Uran bei 5 µg/l, im Bezugswasser aus dem Donau-Ried bei 1 µg/l.
Das eine Wasser kommt aus einem Waldeinzugsgebiet, das andere aus einer landwirtschaftlich genutzten Ebene. Genau das steht in den Zahlen.
Woher das Göppinger Trinkwasser kommt
Verteilung und Kontrolle liegen bei der Energieversorgung Filstal, deren Zentrallabor seit 2004 nach DIN EN ISO 17025 akkreditiert ist. Wenn Sie wissen wollen, woher unser Trinkwasser grundsätzlich stammt, ist Göppingen ein gutes Beispiel: Fernwasser und Ortsquelle im selben Rohrnetz.
Das Eigenwasser durchläuft eine Ultrafiltration und wird anschließend mit Chlordioxid desinfiziert, nach Angaben der EVF mit 0,05 bis 0,2 mg/l. Das ist eine dauerhafte Sicherheitsdesinfektion, keine Notmaßnahme nach einem Befund. Wahrgenommen wird sie, wenn überhaupt, als leicht chloriger Ton, der aus einer offenen Karaffe nach einigen Minuten verfliegt.
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Was 13,4 bis 15,1 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit der EVF endet am Hausanschluss. Alles, was danach kommt — Steigleitungen, Armaturen, Warmwasserspeicher —, gehört dem Eigentümer, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. Deshalb hilft auch der Bleiwert in der Tabelle nur begrenzt weiter: Blei gelangt nicht im Wasserwerk ins Wasser, sondern aus alten Leitungen im Haus.
Drei Handgriffe, die in Göppingen wie überall gelten:
- Ablaufen lassen, wenn das Wasser über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
- Kein Warmwasser zum Kochen oder für Tee verwenden. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und die Temperaturen dort begünstigen Bakterienwachstum.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse etwas beantwortet, was die Versorgeranalyse nicht beantworten kann.
In der Niederzone kommt der Kalk dazu. Bei 15,1 °dH setzen sich Ablagerungen in Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf schneller ab als im mittelharten Teil der Stadt, und regelmäßiges Entkalken ist dort keine Kür.
Ihr Wasserversorger
Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG (EVF)
- Trinkwasserwerte und Analysen: evf.de
- Störungsannahme: 0800 6101-767
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
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- Mikroplastik
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- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Göppingen bedenkenlos trinken?
Ja. In beiden Göppinger Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, auch der für Uran, der im Eigenwasser bei der Hälfte liegt.
Der übliche Vorbehalt gilt in Göppingen wie überall: Die Verantwortung der EVF endet am Hausanschluss, danach zählt die Installation im Gebäude. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.
Wie hart ist das Wasser in Göppingen?
Je nach Versorgungszone 13,4 oder 15,1 °dH. Das Bezugswasser aus dem Donau-Ried liegt mit 13,4 °dH im Härtebereich mittel, das Eigenwasser aus dem Nassachtal mit 15,1 °dH im Bereich hart.
Für Waschmittel bedeutet das zwei verschiedene Dosierstufen: In der Niederzone gilt die Angabe für hartes Wasser, im übrigen Stadtgebiet die für mittleren Härtebereich. Wer im Zweifel die höhere Stufe nimmt, verbraucht mehr Waschmittel als nötig, ohne dass die Wäsche sauberer wird.
Ist das Wasser in allen Göppinger Stadtteilen gleich?
Nein. Die Niederzone bekommt Eigenwasser aus dem Wasserwerk Göppingen, die übrigen Versorgungsteile Fernwasser aus dem Donau-Ried. Zwischen beiden liegen 1,7 °dH und ein Härtebereich.
Welche Adresse zu welcher Zone gehört, steht nicht in der veröffentlichten Wasseranalyse. Wir schreiben deshalb keine Stadtteilliste auf diese Seite. Die EVF kann die Zuordnung für Ihre Anschrift nennen — das ist die einzige verlässliche Auskunft dazu.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Göppingen trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Göppinger Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 6,9 mg/l im Eigenwasser und 21,2 mg/l im Bezugswasser klar unter dem Grenzwert von 50 mg/l, und die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung gelten für alle Altersgruppen, Säuglinge eingeschlossen.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und niemals Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.
Woher kommt das Trinkwasser in Göppingen?
Aus zwei Quellen. Den größeren Teil bezieht die EVF vom Zweckverband Landeswasserversorgung, der im Donau-Ried fördert und das Wasser über Fernleitungen ins Filstal bringt.
Der zweite Teil ist Eigenwasser aus den Wäldern des Nassachtals. Es wird im Wasserwerk Göppingen ultrafiltriert, mit Chlordioxid desinfiziert und in die Niederzone eingespeist. Göppingen ist damit eine der Städte, die sich zu einem erheblichen Teil aus eigenen Quellen versorgen.
Schmeckt man das Chlordioxid im Göppinger Leitungswasser?
Manche Menschen nehmen es wahr, viele nicht. Die EVF dosiert 0,05 bis 0,2 mg/l und desinfiziert damit nur das Eigenwasser aus dem Nassachtal; das Fernwasser aus dem Donau-Ried ist davon nicht betroffen.
Wenn Sie einen leicht chlorigen Ton bemerken: Wasser in einer offenen Karaffe stehen lassen. Nach einigen Minuten bei Zimmertemperatur ist davon in der Regel nichts mehr zu riechen oder zu schmecken.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Göppingen?
An die Energieversorgung Filstal. Der Entstördienst Trinkwasser ist rund um die Uhr unter 0800 6101-767 kostenlos erreichbar und zuständig für die Wiederherstellung der Versorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Geht es dagegen um trübes oder verfärbtes Wasser nur in Ihrer Wohnung, während die Nachbarn nichts bemerken, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation. Erste Ansprechpartner sind dann Eigentümer oder Hausverwaltung.




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