Trinkwasser in Stuttgart: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Stuttgart

9,013,3 °dH

mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Stuttgart hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Stuttgart beträgt je nach Stadtteil 9,0 °dH (Bodenseewasser) oder 13,3 °dH (Landeswasser). Beide Werte liegen im Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert.

Stuttgart hat kaum eigene Trinkwassergewinnung: Fast alles kommt über zwei Fernleitungen aus dem Bodensee und dem Donauried. Das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas unter Bad Cannstatt und Berg ist Heil- und Mineralwasser, kein Leitungswasser.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Bodenseewasser (Süd, West, Teile Nord)
9,0
°dH · mittel
Fernwasserbezug von der Bodensee-Wasserversorgung; versorgt den Süden, den Westen und Teile des Nordens von Stuttgart
Landeswasser (Nord, Mitte, Ost)
13,3
°dH · mittel
Fernwasserbezug von der Landeswasserversorgung aus dem Donauried bei Ulm; versorgt den Norden, die Mitte und den Osten von Stuttgart

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Stuttgart nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Netze BW Wasser GmbH.

ParameterBodenseewasser (Süd, West, Teile Nord)Landeswasser (Nord, Mitte, Ost) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH9,013,3Mineralstoff
Calciummg/l5080Mineralstoff
Magnesiummg/l8,511,4Mineralstoff
Kaliummg/l1,41,9Mineralstoff
Natriummg/l5,812,3200 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l4,021,650 43 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,010<0,0100,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l3526250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l8,331,8250 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,0810,0551,5 5 % des Grenzwerts
pH-Wert7,97,66,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm3415272790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,0060,0132 1 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<2<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,060,9810 11 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<1,0<1,010 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,050<0,0500,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Bodenseewasser (Süd, West, Teile Nord), Mittelwertanalyse 2022 · Landeswasser (Nord, Mitte, Ost), Mittelwertanalyse 2022

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus der Mittelwertanalyse für 2022 – der jüngsten Vollanalyse des Netze-BW-Zentrallabors.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Unter dieser Stadt liegt etwas, das kaum eine andere hat. In Bad Cannstatt und Berg treten rund 19 Mineral- und Heilquellen zutage, zusammen etwa 22 Millionen Liter am Tag.

Aus dem Wasserhahn kommt dieses Wasser nicht. Das Mineralwasser steigt aus dem tiefen Muschelkalk auf, entlang von Störungszonen im Untergrund des Neckartals, und ist auf diesem Weg stark mineralisiert und von Natur aus kohlensäurehaltig geworden. Das Leitungswasser dagegen kommt von weit her: Stuttgart hat praktisch keine eigene Trinkwassergewinnung, sondern bezieht fast alles über zwei Fernwasserleitungen — aus dem Bodensee und aus dem Donauried bei Ulm. Welche der beiden Leitungen die eigene Adresse versorgt, entscheidet über die Wasserhärte.

Mineralwasser und Leitungswasser sind in Stuttgart zwei verschiedene Dinge

Das Heilquellenschutzgebiet über dem Vorkommen ist der Grund, warum in weiten Teilen Stuttgarts tiefe Bohrungen — etwa für Erdwärme — nur eingeschränkt oder gar nicht erlaubt sind.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Stuttgart auf Rang 136 — weicher als 58 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Stuttgart · 13,3 °dH

Wie hart das Wasser ist, hängt vom Stadtteil ab

Das Stuttgarter Leitungswasser hat 9,0 oder 13,3 °dH, je nachdem, welche der beiden Fernleitungen den Stadtteil versorgt.

Bemerkenswert ist, wie weit die beiden Stuttgarter Zonen diesen Bereich ausreizen: 9,0 liegt sechs Zehntel über der Grenze zu weich, 13,3 liegt sieben Zehntel unter der Grenze zu hart. Zwischen einem Haushalt in Vaihingen und einem in Bad Cannstatt liegen 4,3 Grad deutscher Härte.

Der Durchschnittswert von 11,1 °dH, der jahrelang für Stuttgart im Umlauf war, ist genau das: ein Mittel aus beiden Zonen. Er beschreibt keinen einzigen Wasserhahn in der Stadt.

Woher das Stuttgarter Trinkwasser kommt

Fast das gesamte Stuttgarter Trinkwasser wird außerhalb der Stadt gewonnen. Die eine Hälfte des Netzes hängt an der Bodensee-Wasserversorgung, die andere an der Landeswasserversorgung, die im Donauried bei Ulm fördert. Beide Zweckverbände liefern über Fernleitungen von mehr als hundert Kilometern Länge.

Die Wasserschutzgebiete für das Trinkwasser liegen dort, wo es gewonnen wird — am Bodensee und im Donauried, nicht in Stuttgart. Was die Stadt selbst schützt, ist ihr Mineralwasservorkommen.

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Was in den Analysen auffällt

Auffällig ist an den Stuttgarter Zahlen kein einzelner Grenzwert, sondern der Abstand zwischen den beiden Zonen. Beide Werte sind unbedenklich, aber der Faktor fünf hat einen Grund — der Bodensee ist ein großer See mit langer Verweilzeit und alpinem Einzugsgebiet, das Donauried ein Grundwasserleiter unter landwirtschaftlich genutzter Fläche.

PFAS sind in den Mittelwertanalysen von 2022 nicht ausgewiesen. Für die Summe von 20 dieser Stoffe gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l. Wer wissen will, wie die beiden Bezugsquellen dort stehen, findet die Angaben eher bei den Zweckverbänden als in der Stuttgarter Mittelwertanalyse.

Ihr Wasserversorger

Netze BW Wasser GmbH

Was 9 bis 13,3 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung des Wasserversorgers endet am Hausanschluss. Was danach passiert, liegt beim Eigentümer oder Vermieter — und darüber kann keine Analyse eines Wasserwerks Auskunft geben. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Stuttgarter Altbauten nicht ausgeschlossen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

Das Mineralwasser unter der Stadt bleibt derweil, wo es ist — im Bad, nicht in der Leitung.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Stuttgart bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Werte der beiden Stuttgarter Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein — Blei, Nickel und Arsen liegen unter der Bestimmungsgrenze, Uran erreicht rund ein Zehntel des Grenzwerts, die Summe der Pflanzenschutzmittel liegt unter 0,05 µg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Stuttgart wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Stuttgart?

9,0 °dH im Bodenseewasser-Gebiet und 13,3 °dH im Landeswasser-Gebiet. Beide Werte gehören zum Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert — weich ist Wasser unter 8,4 °dH, hart über 14,0 °dH.

Der oft genannte Wert von 11,1 °dH ist der Mittelwert aus beiden Zonen und beschreibt keinen realen Anschluss. Für Waschmaschine, Spülmaschine, Kaffeevollautomat und Enthärter ist die Zone maßgeblich, in der Sie wohnen, nicht der Durchschnitt.

Woher kommt das Trinkwasser in Stuttgart?

Fast vollständig von außerhalb der Stadt. Stuttgart hat praktisch keine eigene Trinkwassergewinnung und bezieht das Wasser über zwei Fernleitungen: von der Bodensee-Wasserversorgung und von der Landeswasserversorgung, die im Donauried bei Ulm fördert.

Verteilt wird es von der Netze BW Wasser GmbH über knapp 40 Pumpwerke, etwa ebenso viele Hochbehälter und rund 1.390 Kilometer Leitungsnetz. Kontrolliert wird im akkreditierten Labor im ehemaligen Wasserwerk Stuttgart-Berg.

Ist das Wasser in allen Stuttgarter Stadtteilen gleich?

Nein. Süden, Westen und Teile des Nordens bekommen Bodenseewasser mit 9,0 °dH, Norden, Mitte und Osten bekommen Landeswasser mit 13,3 °dH. Der Unterschied betrifft nicht nur den Kalk: Nitrat liegt bei 4,0 gegenüber 21,6 mg/l, die Leitfähigkeit bei 341 gegenüber 527 µS/cm.

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, zeigt die Versorgungsübersicht von Netze BW. Beide Zonen fallen in den Härtebereich mittel.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Stuttgart trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Stuttgarter Leitungswasser geeignet, weil es die Trinkwasserverordnung erfüllt. Der Nitratwert liegt bei 4,0 mg/l (Bodenseewasser) beziehungsweise 21,6 mg/l (Landeswasser), der Grenzwert bei 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Kann man das Mineralwasser aus den Bad Cannstatter Quellen trinken?

An den öffentlichen Trinkbrunnen in Bad Cannstatt und Berg ja, aus der Wasserleitung nein. Das Vorkommen unter Bad Cannstatt und Berg ist Heil- und Mineralwasser und wird rechtlich anders behandelt als Trinkwasser: Natürliches Mineralwasser braucht eine amtliche Anerkennung, Heilwasser eine arzneimittelrechtliche Zulassung.

Es ist stark mineralisiert, eisenhaltig und von Natur aus kohlensäurehaltig. Genutzt wird es vor allem in den Mineralbädern. In das Trinkwassernetz der Stadt wird es nicht eingespeist.

Ist im Stuttgarter Leitungswasser Chlor?

Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann desinfiziert, wenn es nötig ist — etwa nach einer Rohrreparatur, einem Wasserrohrbruch oder einem mikrobiologischen Befund im Netz. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Wenn Wasser vorübergehend nach Schwimmbad riecht, ist das meist der Grund. Der Geruch verliert sich, wenn man das Wasser offen stehen lässt; ein Aktivkohlefilter bindet Chlor ebenfalls.