Trinkwasser in Remscheid: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Remscheid
5,1 °dH
weich
Das Trinkwasser in Remscheid hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Mit 5,1 °dH liegt Remscheid im Härtebereich weich. Kein einziger der 100 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Das gesamte Stadtgebiet wird aus einer einzigen Versorgungszone beliefert.
Das Rohwasser kommt aus der Großen Dhünntalsperre, dem zweitgrößten Trinkwasserreservoir Deutschlands. Der niedrige Härtewert stammt aus dem devonischen Schiefer des Bergischen Landes, der kaum Calcium an das Wasser abgibt.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
5,1°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 0,9.
Waschmittel
weich
Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.
Kalk
kaum
Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Remscheid nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: EWR GmbH (Energie und Wasser für Remscheid).
| Parameter | Versorgungsgebiet Remscheid (Rohwasser Große Dhünntalsperre) | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 5,1 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 31 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 3,5 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,6 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 5,4 | 200 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 7 | 50 | 14 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 14 | 250 | 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 8 | 250 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 8,0 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 211 | 2790 | 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <0,2 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,0010 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | 0,4 | 20 | 2 % des Grenzwerts |
| Uranµg/l | <0,1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Arsenµg/l | <0,3 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | 0,002 | 0,1 | 2 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | n.b. | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Remscheid (Rohwasser Große Dhünntalsperre), Jahresmittel 2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Für PFAS-4, für das ab 2028 ein eigener Grenzwert von 0,02 µg/l gilt, nennt der Bericht keinen Wert.
5,1 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren
So weiches Wasser hinterlässt in Remscheid kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Dass die erste deutsche Trinkwassertalsperre ausgerechnet in Remscheid entstand, hat mit dem Untergrund zu tun. Das Bergische Land besteht aus devonischem Schiefer und Grauwacke: hartes, dichtes Gestein, das kaum ergiebige Grundwasserleiter bildet. Eine Stadt auf dem Höhenrücken kann also schlecht bohren, sie muss stauen. Und dasselbe Gestein löst sich fast nicht — es gibt kaum Calcium und Magnesium an das Wasser ab, das darüber abfließt. Der Grund für die Talsperren und der Grund für die niedrige Wasserhärte sind derselbe.
Heute kommt das Remscheider Trinkwasser fast vollständig aus der Großen Dhünntalsperre. Bis zu 81 Millionen Kubikmeter machen sie zum zweitgrößten Trinkwasserreservoir Deutschlands. Von dort läuft das Rohwasser über eine Pumpstation in die Wasserwerke, wird aufbereitet und über Druckerhöhungsanlagen im Stadtgebiet verteilt. Es gibt nur ein Versorgungsgebiet: Wer in Lennep wohnt, bekommt dasselbe Wasser wie jemand in Lüttringhausen oder Hasten.
Eine vierte Stufe kennt das Gesetz nicht, auch wenn im Netz häufig eine steht.
Nitrat ist mit 14 % des Grenzwerts der höchste Wert
Am dichtesten dran ist noch Nitrat mit 7 mg/l — 14 Prozent des Grenzwerts von 50 mg/l.
Bemerkenswert ist der PFAS-Wert. Seit dem 12. Januar 2026 gilt für die Summe von zwanzig per- und polyfluorierten Alkylverbindungen ein Grenzwert von 0,1 µg/l. Remscheid meldet 0,002 µg/l — zwei Nanogramm je Liter, ein Fünfzigstel des zulässigen Werts. Das ist kein Nullbefund, die Verbindungen sind messbar. Aber es ist ungefähr das Beste, was ein Versorger bei diesem Parameter derzeit ausweisen kann.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Remscheid auf Rang 229 — weicher als 97 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Remscheid · 5,1 °dH
Woher das Remscheider Trinkwasser kommt
Zuständig ist die EWR GmbH, Energie und Wasser für Remscheid. Sie bezieht das Wasser nahezu vollständig aus der Großen Dhünntalsperre, bereitet es in den Remscheider Wasserwerken auf und verteilt es über Druckerhöhungsanlagen. Sowohl das Unternehmen selbst als auch unabhängige Labore prüfen die Werte regelmäßig gegen die Trinkwasserverordnung.
Remscheid ist dabei nicht allein am Speicher. Aus der Großen Dhünntalsperre versorgen sich auch Teile von Solingen, Leverkusen und Wuppertal, und die Messwerte zeigen es: Das Wuppertaler Wasserwerk Dabringhausen kommt auf exakt dieselben 5,1 °dH, die Solinger Dhünn-Zonen auf 4,7 und 5,3, Leverkusens Talsperrenwasser auf 5,4. Wer die Werte nebeneinanderlegt, sieht dieselbe Talsperre in vier Städten.
Weil das gesamte Stadtgebiet an einem einzigen Reservoir hängt, ist dessen Schutz die eigentliche Aufbereitung. Die Flächen rund um die Trinkwasserreservoirs sind als Wasserschutzgebiete ausgewiesen, mit strengen Auflagen für Landwirtschaft, Bebauung und Freizeitnutzung; das gilt neben der Dhünntalsperre auch für die Herbringhausener Talsperre und die Eschbachtalsperre.
Weiches Wasser, alte Leitungen
Der pH-Wert von 8,0 ist die eine Zahl im Remscheider Datenblatt, die nicht aus der Natur kommt, sondern aus der Aufbereitung. Weiches, kalkarmes Talsperrenwasser ist schwach gepuffert und neigt dazu, Metalle aus Rohren und Armaturen zu lösen. Ein Wasserwerk stellt den pH-Wert deshalb bewusst in den leicht basischen Bereich, damit sich in den Leitungen eine schützende Schicht bildet. Die Trinkwasserverordnung lässt 6,5 bis 9,5 zu; 8,0 liegt komfortabel darin.
Das Wasserwerk kann das aber nur bis zum Hausanschluss steuern. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und genau dort entscheidet sich bei weichem Wasser mehr als anderswo: alte Kupferleitungen, verzinkte Stränge, Armaturen aus Messing, selten genutzte Zapfstellen, in denen Wasser tagelang steht. Der Bestand an Bleileitungen betrifft vor allem Häuser mit Baujahr vor 1973. Seit dem 12. Januar 2026 dürfen sie nach der Trinkwasserverordnung nicht mehr betrieben werden — wer in einem Altbau wohnt und es nicht weiß, sollte danach fragen.
Drei Handgriffe, die in Remscheid konkret etwas bringen:
- Ablaufen lassen, wenn das Wasser länger in der Leitung stand — über Nacht, nach dem Urlaub, an selten benutzten Hähnen. Bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und ist wirksamer als jede Analyse.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen. Warm lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasserbereich vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse sinnvoll ist, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können — sie enden am Hausanschluss.
Passend zu diesen Werten
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Ihr Wasserversorger
EWR GmbH (Energie und Wasser für Remscheid)
- Trinkwasserwerte und Analysen: ewr-remscheid.de
- Störungsannahme: 0800 0169999
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Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Remscheid bedenkenlos trinken?
Ja. Die EWR untersucht 100 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der höchste relative Wert ist Nitrat mit 7 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.
Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk, sondern das Haus: Die Verantwortung der EWR endet am Hausanschluss. Wasser, das über Nacht oder länger in der Leitung stand, lassen Sie besser kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.
Wie hart ist das Wasser in Remscheid?
5,1 °dH, im gesamten Stadtgebiet. Das ist der Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bis 8,4 °dH definiert. Darüber folgen mittel bis 14,0 °dH und hart.
Für Waschmittel, Spülmaschinensalz und Geräteeinstellungen gilt in Remscheid also durchgehend die unterste Stufe. Umgerechnet entspricht der Wert 0,91 mmol/l Erdalkalien oder 9,1 französischen Härtegraden — manche Geräteanleitungen fragen nach diesen Einheiten. Der Wert gilt seit Jahren stabil, weil er aus einer einzigen Talsperre stammt.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Remscheid trinken?
Ja, Remscheider Leitungswasser eignet sich zur Zubereitung von Säuglingsnahrung. Ausschlaggebend sind Nitrat, Blei und Uran: Nitrat liegt bei 7 mg/l (Grenzwert 50), Uran unter 0,1 µg/l (Grenzwert 10), Blei unter 0,2 µg/l (Grenzwert 10).
Zwei Punkte liegen in Ihrer Wohnung, nicht im Wasserwerk: Nehmen Sie nur kaltes Wasser und lassen Sie es vorher ablaufen. In Altbauten mit Baujahr vor 1973 lohnt die Frage nach Bleileitungen — seit dem 12. Januar 2026 dürfen sie nicht mehr betrieben werden.
Woher kommt das Trinkwasser in Remscheid?
Nahezu vollständig aus der Großen Dhünntalsperre, dem mit bis zu 81 Millionen Kubikmetern zweitgrößten Trinkwasserreservoir Deutschlands. Das Rohwasser läuft über eine Pumpstation in die Remscheider Wasserwerke, wird dort aufbereitet und über Druckerhöhungsanlagen verteilt.
Grundwasser spielt keine Rolle: Der devonische Schiefer des Bergischen Landes bildet kaum ergiebige Grundwasserleiter. Genau deshalb entstand 1891 in Remscheid mit der Eschbachtalsperre die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands. Dieselbe Talsperre versorgt heute auch Teile von Solingen, Wuppertal und Leverkusen.
Ist das Wasser in allen Remscheider Stadtteilen gleich?
Ja. Remscheid hat nur ein Versorgungsgebiet, gespeist aus einer einzigen Talsperre. Lennep, Lüttringhausen, Hasten und die Innenstadt bekommen dasselbe Wasser mit denselben 5,1 °dH.
Das ist keine Selbstverständlichkeit — viele Städte vergleichbarer Größe mischen Wasser aus mehreren Werken und haben je nach Adresse spürbar andere Werte. In Remscheid müssen Sie für die Waschmitteldosierung nicht wissen, in welchem Stadtteil Sie wohnen. Auch ein Umzug innerhalb der Stadt ändert an den Werten nichts.
Ist im Remscheider Trinkwasser Chlor?
Der Analysebericht 2025 weist keinen Chlorwert aus. Deutsche Versorger dosieren Desinfektionsmittel nur, wenn es nötig ist — nach Rohrbrüchen, Reparaturen oder auffälligen mikrobiologischen Befunden — und melden das öffentlich.
Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Schwimmbad riecht, ist das der wahrscheinlichste Grund. Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht bei der EWR, nicht auf dieser Seite. Chlorgeruch verfliegt zudem, wenn Sie das Wasser offen stehen lassen.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Remscheid?
An den Entstördienst der EWR unter 0800 0169999. Die Nummer gilt rund um die Uhr für den Ausfall der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Störungen an Druckentwässerungsanlagen.
Zuständig ist die EWR allerdings nur bis zum Hausanschluss. Bei trübem, gefärbtem oder auffällig schmeckendem Wasser aus einzelnen Hähnen liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dafür ist der Eigentümer oder Vermieter Ansprechpartner, nicht der Versorger.




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