Trinkwasser in Lemgo: die Wasserhärte im Überblick
Wasserhärte in Lemgo
8,0–23,2 °dH
weich bis hart
Das Trinkwasser in Lemgo hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Lemgo veröffentlichen für das Versorgungsgebiet eine Härtespanne von 8,0 bis 23,2 °dH. Damit reicht das Lemgoer Leitungswasser vom Härtebereich weich über mittel bis hart. Einzelwerte je Ortsteil liegen nicht vor.
Auffällig ist der Bleiwert: Die Messspanne von 4 bis 10 µg/l endet zahlengleich mit dem Grenzwert von 10 µg/l. Nitrat reicht bis 44 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Waschmittel
weich bis hart
Auf der Packung die Dosierung für „weich bis hart“ nehmen.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Werte auf einen Blick
5
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
9
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Lemgo nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Lemgo GmbH.
| Parameter | gesamtes Versorgungsgebiet Lemgo | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 8,0–23,2 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 35,3–105 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 17,8–36,9 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 0,82–20,95 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 5–21,6 | 200 | bis 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 1–44 | 50 | bis 88 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 27–240 | 250 | bis 96 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 5–44 | 250 | bis 18 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,2–7,82 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| Bleiµg/l | 4–10 | 10 | bis 100 % des Grenzwerts |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. gesamtes Versorgungsgebiet Lemgo, Stand 10/2019 (inhaltsgleich mit der Fassung Stand 07/2017)
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Fluorid ist als „unter 0,15 bis 0,20 mg/l“ angegeben; weil die Untergrenze unterhalb der Bestimmungsgrenze liegt, führen wir dazu keinen Wert.
Leitfähigkeit, Kupfer, Nickel, Uran, Arsen, Nitrit, Hydrogencarbonat und PFAS veröffentlichen die Stadtwerke nicht — diese Werte fehlen deshalb auch hier.
Blei nutzt in Lemgo bis zu 100 % des Grenzwerts
Bis zu 10 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l: eingehalten, aber nicht mit Abstand. Ein Grenzwert ist die Obergrenze des Zulässigen, nicht die Beschreibung von gutem Wasser.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 10 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Das Trinkwasser kommt nicht aus diesen Gewässern, sondern von weit darunter. Fünfzehn Brunnen fördern es aus Tiefen von bis zu 190 Metern, geschützt durch Wasserschutzgebiete nördlich und südlich der Stadt. Von dort läuft es über zehn Trinkwasserhochbehälter und drei Druckerhöhungsstationen in die Ortsteile. Genau das erklärt die Besonderheit der Lemgoer Zahlen: Die Stadtwerke veröffentlichen für ihr Versorgungsgebiet keine Einzelwerte, sondern Spannen — und die Härtespanne reicht von 8,0 bis 23,2 °dH. Ein Wert, der in derselben Stadt fast dreimal so hoch werden kann wie an seinem unteren Ende, ist keine Ungenauigkeit, sondern die Folge unterschiedlicher Brunnen in unterschiedlichen Tiefen.
Von weich bis hart in einem einzigen Versorgungsgebiet
Der Versorger selbst ordnet das anders ein, und zwar zweimal verschieden. In derselben Tabelle, aus der die Spanne stammt, steht „Härtebereich 2 bis 3", also mittel bis hart. Auf seiner Wasserseite macht er nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz den Härtebereich 3, hart, bekannt.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Lemgo auf Rang 13 — härter als 94 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Lemgo · 23,2 °dH
Der Bleiwert reicht bis an den Grenzwert heran
Blei ist der Wert, den wir auf dieser Seite hervorheben: Die veröffentlichte Spanne läuft von 4 bis 10 µg/l, und 10 µg/l ist zugleich der Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Das obere Ende der Messspanne trifft den Grenzwert also zahlengleich; überschritten wird er nicht.
Wir haben diesen Wert besonders geprüft, weil beide Dokumente der Stadtwerke die Mess- und die Grenzwertspalte direkt nebeneinander drucken und eine Verwechslung nahegelegen hätte. Übernommen wurde durchgehend die Messwertspalte; die Untergrenze von 0,004 mg/l ist zweifelsfrei ein Messwert, und zwei unabhängig voneinander gelesene Fassungen ordnen die Spanne derselben Zeile zu.
Für den Haushalt ist dabei weniger die Zahl selbst interessant als ihre Herkunft. Blei stammt im Trinkwasser fast nie aus dem Grundwasser, sondern aus der Leitung: aus Bleirohren, wie sie in Altbauten bis in die 1970er Jahre verlegt wurden, und aus Bauteilen der Hausinstallation. Was am Hausanschluss ankommt, sagt deshalb wenig darüber, was an einem Hahn im dritten Obergeschoss eines Gründerzeithauses ankommt. Wer alte Leitungen im Haus vermutet, erfährt das nur durch eine eigene Probe.
Nitrat und Sulfat schwanken stark, bleiben aber im Rahmen
Nitrat liegt in Lemgo zwischen 1 und 44 mg/l, Sulfat zwischen 27 und 240 mg/l.
Beim Nitrat ist die Spannweite selbst die Nachricht: Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert liegt der Faktor 44. Nitrat gilt in der Wasseranalytik als Anzeiger für ausgebrachte Düngemittel, und die Lemgoer Brunnen liegen in einer landwirtschaftlich geprägten Landschaft. Genau dagegen arbeitet seit rund einem Vierteljahrhundert die Kooperation Landwirtschaft/Wasserwirtschaft in Lippe, in der sich mehr als 200 Landwirte auf eine grundwasserschonende Bewirtschaftung verständigt haben.
Passend zu diesen Werten
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Woher das Lemgoer Trinkwasser kommt
Fünfzehn davon fördern Grundwasser aus bis zu 190 Metern Tiefe und stellen rund 11.000 Haushalten jährlich mehr als 2,5 Millionen Kubikmeter zur Verfügung. Das Lemgoer Trinkwasser stammt vollständig aus diesen Brunnen.
Verteilt wird über zehn Trinkwasserhochbehälter und drei Druckerhöhungsstationen. Zum Versorgungsgebiet gehören neben der Innenstadt die Ortsteile Lüerdissen, Brake, Voßheide, Entrup, Wiembeck, Matorf und Brüntorf. Welcher Behälter welche Straße speist, veröffentlichen die Stadtwerke Lemgo nicht — und weil sie ihre Analyse ohnehin nur als Spanne über das gesamte Gebiet ausweisen, lässt sich einer Adresse kein eigener Härtewert zuordnen. Wer den Wert für seinen Anschluss braucht, etwa für einen Geschirrspüler mit Enthärter, fragt ihn dort direkt nach.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Lemgo GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-lemgo.de
- Störungsannahme: 05261 255-112
Was 8 bis 23,2 °dH im Haushalt bedeuten
Die Verantwortung des Wasserversorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. In Lemgo hat das wegen des Bleiwerts etwas mehr Gewicht als anderswo.
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff und kostet nichts.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Versorgerangabe dazu nichts sagen kann.
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
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- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Lemgo bedenkenlos trinken?
Ja. Alle Werte, die die Stadtwerke Lemgo veröffentlichen, halten die Vorgaben der Trinkwasserverordnung ein. Nitrat bleibt mit höchstens 44 mg/l unter dem Grenzwert von 50, Sulfat mit höchstens 240 mg/l unter dem Indikatorwert von 250, und Blei erreicht am oberen Ende der Spanne den Grenzwert von 10 µg/l, ohne ihn zu überschreiten.
Der übliche Vorbehalt gilt in Lemgo wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Lemgo?
Die Stadtwerke Lemgo geben für ihr gesamtes Versorgungsgebiet eine Spanne von 8,0 bis 23,2 °dH an, keinen Einzelwert. Diese Spanne umfasst alle drei gesetzlichen Härtebereiche: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0 und hart darüber.
Amtlich bekanntgemacht ist nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz der Härtebereich 3, also hart. Wer den Wert für seinen eigenen Anschluss braucht, erfragt ihn bei den Stadtwerken unter Angabe der Adresse.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Lemgo trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, das die Trinkwasserverordnung erfüllt. Das ist in Lemgo der Fall; der Nitratwert bleibt mit 1 bis 44 mg/l unter dem Grenzwert von 50 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Lassen Sie das Wasser ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Weil die Lemgoer Bleispanne bis an den Grenzwert reicht, lohnt in einem Altbau vor der ersten Flasche eine Probe am eigenen Hahn.
Woher kommt das Trinkwasser in Lemgo?
Aus fünfzehn eigenen Brunnen, die Grundwasser aus Tiefen bis zu 190 Metern fördern. Rund 11.000 Haushalte erhalten daraus jährlich mehr als 2,5 Millionen Kubikmeter. Es handelt sich durchgehend um Grundwasser; Wasser aus 190 Metern Tiefe ist von der Oberfläche weitgehend abgeschirmt, Wasser aus flacheren Brunnen weniger.
Zum Schutz der Gewinnung sind nördlich und südlich der Stadt Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Verteilt wird das Wasser anschließend über zehn Trinkwasserhochbehälter und drei Druckerhöhungsstationen in die Ortsteile.
Ist das Wasser in allen Lemgoer Ortsteilen gleich?
Vermutlich nicht, belegen lässt es sich aber nicht. Die Stadtwerke Lemgo veröffentlichen ihre Analyse nur als Spanne über das gesamte Versorgungsgebiet und ordnen keinem Hochbehälter eigene Werte zu.
Dass die Härte zwischen 8,0 und 23,2 °dH schwankt, spricht dafür, dass die fünfzehn Brunnen unterschiedlich mineralisiertes Wasser liefern. Welcher Behälter Innenstadt, Brake, Voßheide oder Brüntorf speist, ist nicht veröffentlicht. Für die Adresse hilft nur die Nachfrage beim Versorger.
Ist Chlor im Lemgoer Trinkwasser?
Der Handzettel der Stadtwerke Lemgo weist keine Desinfektionsmittel aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es nötig ist, etwa nach einer Rohrreparatur oder einem mikrobiologischen Befund, und in der Regel befristet.
Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Schwimmbad riecht, ist eine solche Maßnahme die wahrscheinlichste Erklärung. Angeordnet wird sie vom Gesundheitsamt, bekanntgegeben vom Versorger. Ob gerade eine läuft, steht bei den Stadtwerken Lemgo, nicht auf dieser Seite.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Lemgo?
An die Störungsannahme der Stadtwerke Lemgo. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Bei braunem oder trübem Wasser lohnt vorher ein kurzer Test: Tritt es nur an einem Hahn auf, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation, etwa an aufgewirbeltem Rost aus einer Steigleitung. Betrifft es alle Zapfstellen und die Nachbarschaft, ist es eine Sache des Netzes und gehört gemeldet.




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