Trinkwasser in Innsbruck: Wasserhärte und Messwerte

Das Leitungswasser in Innsbruck kann man bedenkenlos trinken. Die Wasserhärte in Innsbruck liegt je nach Versorgungszone zwischen 1,53 und 18,2 °dH. Die IKB ordnet die Zonen eigenen Härtestufen 1 bis 3 zu. Die von der IKB veröffentlichten Werte halten die Parameterwerte der österreichischen Trinkwasserverordnung ein.

Zwischen der weichsten und der härtesten Zone liegt rund der Faktor zwölf: 1,53 °dH in Amras gegenüber 18,2 °dH im westlichen Oberen Hötting. Dort liegt auch das Sulfat mit 195 mg/l am höchsten.

Welches Recht hier gilt

Europäische Grundlage
Richtlinie (EU) 2020/2184
Nationale Umsetzung
Trinkwasserverordnung (TWV), BGBl. II Nr. 304/2001, zuletzt geändert 2024
Zuständige Behörde
Der Landeshauptmann; den jährlichen Trinkwasserbericht gibt das Gesundheitsministerium heraus
Abweichende Grenzwerte
Zwei Werte sind strenger als in der EU-Richtlinie: Uran 15 statt 30 µg/l und Nitrit 0,10 statt 0,50 mg/l. Bei den übrigen verglichenen Werten stimmen Verordnung und Richtlinie überein.
Versorgungszone Stadt, Bergisel und Höttinger Au
6,87
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Oberes Hötting (Angerle)
7,5
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Oberes Hötting (Rauschbrunnen)
18,2
°dH · Härtestufe 3
Versorgungszone Arzl
8,09
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Ölberg
16,8
°dH ·
Versorgungszone Hungerburg
8,01
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Mentlberg
15,6
°dH · Härtestufe 2
Versorgungszone Igls, Zenzenhof, Römerstraße und Vill
5,14
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Amras und Aldrans
1,53
°dH · Härtestufe 1
Versorgungszone Sieglanger
6,2–15,9
°dH · Härtestufe 1 bis 2

Zwischen den ausgewerteten Orten liegen 16,7 °dH. Ein Landeswert für die Wasserhärte existiert nicht — sie wird vor Ort bestimmt, nicht national.

Veröffentlichte Werte nach Ort

10 Orte

Trinkwasserwerte in Innsbruck nach Ort, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quellen je Ort unter der Tabelle.

ParameterVersorgungszone Stadt, Bergisel und Höttinger AuVersorgungszone Oberes Hötting (Angerle)Versorgungszone Oberes Hötting (Rauschbrunnen)Versorgungszone ArzlVersorgungszone ÖlbergVersorgungszone HungerburgVersorgungszone MentlbergVersorgungszone Igls, Zenzenhof, Römerstraße und VillVersorgungszone Amras und AldransVersorgungszone Sieglanger EU-Parameter­wert Einordnung
Gesamthärte°dH6,877,518,28,0916,88,0115,65,141,536,2–15,9 Mineralstoff
Calciummg/l34,638,199,740,782,740,363,927,58,84 Mineralstoff
Magnesiummg/l8,89,4318,510,422,810,329,05,631,27 Mineralstoff
Kaliummg/l<0,400<0,4000,448<0,4000,934<0,4004,681,081,43 Mineralstoff
Natriummg/l<0,50<0,500<0,5<0,5009,18<0,5007,761,081,56200 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l1,71,734,621,76,51,7517,12,771,5350 34 % des Grenzwerts
Nitritmg/l000<0,0100<0,010<0,0100<0,0100,1 0 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l21,739,819537,822,437,116,219,713,5250 78 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l<1,00<1,00<1,00<1,024,3<1,0022,5<1,00<1,00250 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,110,15<0,1000,15<0,1000,15<0,100<0,100<0,1001,5 10 % des Grenzwerts
pH-Wert8,18,137,917,947,978,017,877,947,56,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm206252564251522249527176662500 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Uranµg/l<13,0115 20 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus den Veröffentlichungen der jeweiligen Versorger. Versorgungszone Stadt, Bergisel und Höttinger Au, Probenahme 06.02.2024 · Versorgungszone Oberes Hötting (Angerle), Probenahme 02.09.2024 · Versorgungszone Oberes Hötting (Rauschbrunnen), Probenahme 02.09.2024 · Versorgungszone Arzl, Probenahme 02.04.2024 · Versorgungszone Ölberg, Probenahme 03.09.2024 · Versorgungszone Hungerburg, Probenahme 02.04.2024 · Versorgungszone Mentlberg, Probenahme 06.05.2024 · Versorgungszone Igls, Zenzenhof, Römerstraße und Vill, Probenahme 07.05.2024 · Versorgungszone Amras und Aldrans, Probenahme 11.06.2024 · Versorgungszone Sieglanger, Wasserhärteplan ohne Datums- oder Versionsangabe

Parameterwerte nach Richtlinie (EU) 2020/2184, Anhang I Teil B und C. Sie weichen an mehreren Stellen von der deutschen Trinkwasserverordnung ab — die Leitfähigkeit etwa gilt hier mit 2500 µS/cm bei 20 °C statt 2790 µS/cm bei 25 °C. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Ortswert. Werte unter der Bestimmungsgrenze werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Versorgungszone Oberes Hötting (Angerle): Oberes Hötting wird aus zwei Quellen gespeist: Angerle (dieser Wert) und Rauschbrunnen mit 18,2 °dH.

Versorgungszone Igls, Zenzenhof, Römerstraße und Vill: Der IKB-Wasserhärteplan nennt für diese Zone eine Spanne von 4,0 bis 6,2 Grad dH, das Parameterdokument den Einzelwert 5,14 Grad dH.

Versorgungszone Sieglanger: Für Sieglanger veröffentlicht die IKB nur die Härte, und zwar als Spanne von 6,2 bis 15,9 °dH.

Wasserhärteplan und Parameterdokument der IKB weichen bei zwei Zonen voneinander ab: Rauschbrunnen 21,2 gegenüber 18,2 °dH, Igls 4,0 bis 6,2 gegenüber 5,14 °dH. Für den Ölberg nennt der Wasserhärteplan keine Stufe.

Für Hydrogencarbonat, Blei, Kupfer, Nickel, Arsen und Pestizide veröffentlicht die IKB keine Messwerte.

Die Härtestufen 1 bis 3 sind die Einteilung der IKB selbst (bis 10, 10–16, über 16 °dH). Die deutschen Härtebereiche nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten in Österreich nicht.

Innsbruck liegt im Inntal, eingefasst von der Nordkette im Norden und den Hängen über dem Bergisel im Süden. Vom Talboden bis in die höchsten Wohnlagen ist es ein kurzer Weg auf der Karte und ein langer nach oben.

Dieser Höhenunterschied steht im Wasserhahn. Jede dieser Fassungen zapft ein anderes Einzugsgebiet an, und die Gesteine dieser Einzugsgebiete geben unterschiedlich viel her. Deshalb gibt es in Innsbruck nicht eine Wasserhärte, sondern zehn Versorgungszonen mit zehn eigenen Antworten.

Von 1,53 bis 18,2 °dH — Faktor zwölf innerhalb einer Stadt

Die Wasserhärte in Innsbruck liegt zwischen 1,53 und 18,2 °dH. Welcher Wert bei Ihnen ankommt, hängt nicht an der Postleitzahl, sondern an dem Hochbehälter, der Ihren Straßenzug speist. Die IKB veröffentlicht ihre Analysen deshalb nach Versorgungszonen:

  • Sieglanger — 6,2 bis 15,9 °dH. Für diese Zone veröffentlicht die IKB außer der Härte keine Analysewerte.

Am deutlichsten wird das im Oberen Hötting selbst: Der östliche Teil bekommt aus dem Hochbehälter Angerle Wasser mit 7,5 °dH, der westliche aus der Rauschbrunnenquelle Wasser mit 18,2 °dH. Das ist der größte Härteunterschied zwischen zwei Zonen desselben Stadtteils.

Woher das Innsbrucker Trinkwasser kommt

Aus den Bergen rund um die Stadt, über Quellen und Hochbehälter statt über ein zentrales Wasserwerk. Den größten Teil der Stadt versorgen die Mühlauer Quellen am Fuß der Nordkette über den Hochbehälter Mühlau — sie sind die einzige Herkunft, die die IKB einer Zone ausdrücklich zuordnet.

Dass Wasser aus demselben Gebirge so unterschiedlich hart ankommt, liegt an der Verweilzeit und am Gestein. Man sieht es nicht nur an der Härte, sondern an mehreren Zahlen gleichzeitig: Die Leitfähigkeit steigt von 66 µS/cm in Amras auf 564 µS/cm am Rauschbrunnen, das Calcium von 8,84 auf 99,7 mg/l. Ein Leitungswasser mit 1,53 °dH ist auch für österreichische Verhältnisse ungewöhnlich weich.

195 mg/l Sulfat am Rauschbrunnen

Zum Vergleich: In der Innenstadtzone sind es 21,7 mg/l, in Amras 13,5 mg/l. Der Parameterwert der österreichischen Trinkwasserverordnung liegt bei 250 mg/l. Der Wert wird also eingehalten, aber er liegt nicht weit darunter, und er ist fast das Zehnfache dessen, was in der Innenstadt aus dem Hahn kommt.

Woher es am Rauschbrunnen stammt, sagt das IKB-Dokument nicht, und Auffällig ist außerdem der Nitratwert in Mentlberg: 17,1 mg/l gegenüber 1,53 bis 6,50 mg/l in allen übrigen Zonen, bei einem Parameterwert von 50 mg/l.

Uran: zwei Grenzwerte in einem Dokument

Bei Uran nennt die IKB in ein und demselben Dokument zwei verschiedene Grenzwerte.

An den Messwerten ändert das nichts: Uranwerte veröffentlicht die IKB nur für zwei Zonen, und beide liegen niedrig — Ölberg unter 1 µg/l, Mentlberg 3,01 µg/l. Das ist rund ein Fünftel des österreichischen und ein Zehntel des europäischen Werts. Wichtig ist der Punkt trotzdem, weil im Netz oft „laut Trinkwasserverordnung" steht, ohne dass dabeisteht, welche gemeint ist: Beim Uran nennt die österreichische TWV 15 µg/l, die EU-Richtlinie 30 und die deutsche Verordnung 10.

Was in den Innsbrucker Analysen fehlt

Die Zahlen dieser Seite stammen aus dem Parameterdokument der IKB nach Versorgungszonen, mit Probenahmen zwischen Februar und September 2024. Schwermetalle außer Uran führt dieses Dokument nicht: Blei, Kupfer, Nickel und Arsen fehlen ebenso wie Pestizide und Hydrogencarbonat. PFAS erscheint nur als Zeile „PFAS gesamt 0,5 µg/l" — das ist ein Grenzwert, kein Messergebnis. Einen PFAS-Messwert für Innsbruck weist das Dokument nicht aus.

Dazu kommen Unstimmigkeiten zwischen den IKB-Dokumenten selbst. Der Wasserhärteplan nennt für „Oberes Hötting West" 21,2 °dH, das Parameterdokument 18,2 °dH — drei Grad Unterschied zwischen zwei Veröffentlichungen desselben Versorgers. Die Seite ikb.at/wasserhärte-innsbruck zeigt eine dritte Fassung der Härtetabelle, die in sich nicht aufgeht; maßgeblich ist hier der Wasserhärteplan, der in sich stimmig ist.

Was 1,53 bis 18,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der IKB endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher, selten benutzte Stränge — liegt bei Eigentümerin oder Eigentümer, und darüber sagt keine Zonenanalyse etwas aus.

  • Stehendes Wasser ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt. Das gilt vor allem morgens und nach dem Urlaub.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Metalle lösen sich darin leichter, und im Speicher können sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Altbau hilft nur eine Probe am eigenen Hahn. Die IKB veröffentlicht für Innsbruck ohnehin keine Bleiwerte.
  • In Mentlberg, am Ölberg und im westlichen Oberen Hötting fällt bei 15,6 bis 18,2 °dH spürbar Kesselstein an. Regelmäßiges Entkalken verlängert dort die Lebensdauer von Wasserkocher, Kaffeemaschine und Waschmaschine. In Amras mit 1,53 °dH ist das kein Thema — dort geht es eher um die Waschmitteldosierung.

Wo es Einschränkungen gibt

Amtlich veröffentlichte Einschränkungen gibt es für Innsbruck nicht. Vor Ort gilt die Auskunft des örtlichen Versorgers, im Zweifel die Ihres Gastgebers.

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Innsbruck bedenkenlos trinken?

Ja. Die Werte, die die IKB für die Innsbrucker Versorgungszonen veröffentlicht, halten die Parameterwerte der österreichischen Trinkwasserverordnung ein: Nitrat höchstens 17,1 mg/l bei einem Parameterwert von 50 mg/l, Sulfat höchstens 195 mg/l bei 250, Fluorid höchstens 0,15 mg/l bei 1,5. Der pH-Wert liegt zwischen 7,5 und 8,13.

Der übliche Vorbehalt gilt in Innsbruck wie überall: Die Zuständigkeit der IKB endet am Hausanschluss. Was danach in der eigenen Installation geschieht, steht in keiner Zonenanalyse.

Wie hart ist das Wasser in Innsbruck?

Zwischen 1,53 und 18,2 °dH, je nach Versorgungszone. Einen einzelnen Härtewert für Innsbruck als Ganzes gibt es nicht: Am weichsten ist Amras mit 1,53 °dH, am härtesten das westliche Obere Hötting mit 18,2 °dH.

Nach der Einteilung der IKB fallen sechs der zehn Zonen in Härtestufe 1 (0 bis 10 °dH), Mentlberg mit 15,6 °dH in Stufe 2 (10 bis 16) und das westliche Obere Hötting mit 18,2 °dH in Stufe 3 (über 16). Für den Ölberg mit 16,8 °dH nennt der Wasserhärteplan keine Stufe, für den Sieglanger eine Spanne über zwei Stufen hinweg.

Ist das Wasser in allen Innsbrucker Stadtteilen gleich?

Nein. Innsbruck hat zehn Versorgungszonen, und zwischen der weichsten und der härtesten liegt rund der Faktor zwölf. Diese Zonen folgen nicht den Stadtteilgrenzen: Amras teilt sich seine Zone mit der Nachbargemeinde Aldrans, das Obere Hötting ist auf zwei Zonen mit sehr unterschiedlichen Werten aufgeteilt, und Stadt, Bergisel und Höttinger Au bilden zusammen eine einzige Zone.

Welcher Hochbehälter eine bestimmte Adresse speist, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Im Zweifel fragt man bei der IKB nach, statt vom Stadtteil auf den Wert zu schließen.

Woher kommt das Trinkwasser in Innsbruck?

Aus Quellen und Hochbehältern rund um die Stadt, nicht aus einem zentralen Wasserwerk. Die IKB ordnet den Zonen zu: den Hochbehälter Mühlau, gespeist aus den Mühlauer Quellen, für Stadt, Bergisel und Höttinger Au; den Hochbehälter Angerle und die Rauschbrunnenquelle für die beiden Zonen im Oberen Hötting; die gleichnamigen Hochbehälter für Arzl, Hungerburg und Mentlberg; den Hochbehälter Venus für den Ölberg; den Hochbehälter Igls für Igls, Zenzenhof, Römerstraße und Vill; die Schreyerbachquelle für Amras und Aldrans.

Für den Sieglanger benennt die IKB keine Herkunft.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Innsbruck trinken?

Ja, nach den veröffentlichten Werten ist das Innsbrucker Leitungswasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet. Nitrat liegt in acht der neun Zonen mit Analysewerten zwischen 1,53 und 6,50 mg/l, in Mentlberg bei 17,1 mg/l — der Parameterwert beträgt 50 mg/l. Natrium bleibt überall unter 10 mg/l, Fluorid höchstens 0,15 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht die IKB, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Blei- und Kupferwerte veröffentlicht die IKB nicht; bei Verdacht auf alte Leitungen hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.

Welche Wasserhärte hat der Sieglanger?

Zwischen 6,2 und 15,9 °dH — mehr veröffentlicht die IKB für diese Zone nicht. Der Sieglanger kommt nur im Wasserhärteplan vor, nicht im Parameterdokument nach Versorgungszonen. Calcium, Magnesium, Nitrat, Sulfat und alle übrigen Analysewerte fehlen dort, ebenso eine Herkunftsangabe und ein Probenahmedatum.

Die Spanne ist die breiteste Innsbrucks und deckt sich mit den Werten der Zonen Stadt und Mentlberg. Was daraus folgt, sagt die IKB nicht, und wir tragen es nicht nach.

Ist im Innsbrucker Leitungswasser Chlor?

Einen Messwert für freies Chlor enthält das Parameterdokument der IKB nicht. Damit ist weder belegt, dass in Innsbruck desinfiziert wird, noch, dass es nicht geschieht. Ob im Netz gerade etwas läuft, steht ohnehin nicht in einer Jahresanalyse, sondern tagesaktuell beim Versorger.

Nicht verwechseln sollte man freies Chlor mit Chlorid. Chlorid ist ein Salz und steht in den Analysen: in den meisten Zonen unter 1,00 mg/l, am Ölberg bei 24,3 mg/l und in Mentlberg bei 22,5 mg/l.

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Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 13 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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