Trinkwasser in Hürth: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Hürth
10,1 °dH
mittel
Das Trinkwasser in Hürth hat eine Wasserhärte von 10,1 °dH und liegt damit im Härtebereich mittel. Alle von den Stadtwerken Hürth veröffentlichten Messwerte halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, Stand 3. April 2025. Ganz Hürth wird aus einem einzigen Wasserwerk in Hürth-Efferen versorgt.
Auffällig ist das Mineralstoffverhältnis: Mit 56,4 mg/l enthält das Hürther Trinkwasser mehr Natrium als Calcium (50,2 mg/l). Der Grenzwert für Natrium liegt bei 200 mg/l.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
10,1°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,8.
Waschmittel
mittel
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
6
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
8
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Hürth nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Hürth AöR.
| Parameter | Wasserwerk Hürth-Efferen (Werksausgang) | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 10,1 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 50,2 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 13,6 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 5,6 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 56,4 | 200 | 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | <5,0 | 50 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 27,8 | 250 | 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 47,7 | 250 | 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,64 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 544 | 2790 | 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <0,5 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Hürth-Efferen (Werksausgang), 03.04.2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas
Sie gelten für das Wasser, das die Stadtwerke Hürth (SWH) bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 11 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Hürth liegt im Rhein-Erft-Kreis, südwestlich an Köln angelehnt, auf dem Höhenzug der Ville. Gewachsen sind diese Seen nicht. Sie gehen auf den Braunkohlebergbau zurück, der die Ville über ein Jahrhundert lang umgegraben hat und dessen Gruben heute als Wasserflächen, Wald und Freizeitgelände wieder in der Landschaft liegen.
Der Bergbau hat aber nicht nur die Oberfläche verändert. Für den Abbau muss im Rheinischen Revier seit Jahrzehnten Grundwasser abgesenkt und abgepumpt werden — Sümpfung heißt das im Fachjargon, und sie reicht weit über die Tagebaugrenzen hinaus. Bergbau und Wasserversorgung sind in Hürth also keine getrennten Welten.
Und das Wasser aus dieser Tiefe trägt die Handschrift der Braunkohle. Die Schichten unter der Ville sind sauerstoffarm und organisch geprägt. In solchem Untergrund gehen Eisen und Mangan in Lösung, und freie Kohlensäure bleibt im Wasser stehen, statt abzudampfen. Genau das steht im Rohwasser der sieben Hürther Brunnen: zu viel Kohlensäure, zu viel Eisen, zu viel Mangan, um es so abzugeben. Erst die Aufbereitung im Wasserwerk Hürth-Efferen macht daraus das Trinkwasser, das im Netz ankommt — weich im Auftreten, mittelhart in der Zahl, und ohne den metallischen Zug, den das Rohwasser mitbringt.
Wie hart ist das Wasser in Hürth?
Getragen wird die Härte von 50,2 mg/l Calcium und 13,6 mg/l Magnesium. Praktisch heißt das: Kalk ist in Hürth ein Thema, aber kein großes.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Hürth auf Rang 186 — weicher als 79 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Hürth · 10,1 °dH
Mehr Natrium als Calcium — der auffälligste Wert
Das ist ungewöhnlich. In den meisten deutschen Grundwässern dominiert Calcium die Ionenbilanz deutlich, oft um den Faktor fünf oder zehn; in Hürth liegen die beiden fast gleichauf, mit einem leichten Vorsprung für das Natrium.
Natrium wird ab etwa 200 mg/l als salzig wahrnehmbar, hier ist davon nichts zu schmecken. Wer sich natriumarm ernährt, rechnet in Gramm pro Tag, nicht in Milligramm pro Liter — zwei Liter Hürther Leitungswasser bringen rund 113 Milligramm Natrium mit, weniger, als in einer Scheibe Brot steckt. Bemerkenswert ist das Verhältnis trotzdem, weil es etwas über den Untergrund erzählt: Ein Grundwasserleiter, in dem Natrium mit Calcium gleichzieht, ist kein gewöhnlicher Kalkwasserleiter.
Woher das Hürther Trinkwasser kommt
Aus einem einzigen Wasserwerk: Hürth-Efferen. Sieben Brunnen fördern dort Grundwasser aus 60 bis 110 Metern Tiefe.
Betreiber sind die Stadtwerke Hürth AöR, vor Ort als SWH bekannt. Im direkten Umkreis des Wasserwerks gab es lange Zeit kein Wasserschutzgebiet; diese Entwicklung wurde erst in den vergangenen Jahren angestoßen. Im Umland sichern inzwischen mehrere Schutzzonen das Gewinnungsgebiet ab.
Die aktuelle Trinkwasseranalyse der Stadtwerke stammt vom 3. April 2025 und umfasst 35 Parameter, gemessen am Werksausgang.
Passend zu diesen Werten
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
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Was in der Hürther Analyse nicht steht
Ein Teil der Parameter ist in der veröffentlichten Analyse ohne Messwert aufgeführt. In der Spalte „Chemische Parameter Teil I" stehen für Nitrat, Chrom, Quecksilber, Selen und Pflanzenschutzmittel nur die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung — die Zahl, die dort eigentlich hingehört, fehlt. Für Kupfer, Nickel, Uran, Arsen und die Pestizidsumme lässt sich aus derselben Quelle ebenfalls kein belegter Messwert ableiten.
Deshalb tauchen diese Stoffe in unserer Tabelle nicht auf. Das ist ausdrücklich kein Vorwurf an die Stadtwerke: Die Einhaltung der Grenzwerte ist bestätigt, die Analyse ist öffentlich abrufbar, und ein Versorger ist nicht verpflichtet, jeden Einzelwert zu drucken.
Wer einen konkreten Wert braucht, etwa den Nitratgehalt für die Zubereitung von Säuglingsnahrung, kann ihn bei den Stadtwerken Hürth direkt erfragen. Versorger geben solche Auskünfte in der Regel ohne Umstände.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Hürth AöR
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-huerth.de
- Störungsannahme: 02233 53-512
Was 10,1 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach passiert, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen — all das entsteht hinter der Übergabestelle.
Drei Handgriffe, die in Hürth wie überall gelten:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist die einfachste und wirksamste Maßnahme, und sie kostet nichts.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werksanalyse dazu nichts sagen kann — am Werksausgang liegt Blei in Hürth unter 0,5 µg/l bei einem Grenzwert von 10.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Hürth bedenkenlos trinken?
Ja. Alle in der Analyse vom 3. April 2025 veröffentlichten Messwerte halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Das Wasser wird im Wasserwerk Hürth-Efferen aufbereitet und am Werksausgang auf 35 Parameter untersucht.
Der Vorbehalt gilt in Hürth wie überall: Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie am besten kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.
Wie hart ist das Wasser in Hürth?
10,1 °dH — Härtebereich mittel. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz zieht die Grenze zwischen weich und mittel bei 8,4 °dH und zwischen mittel und hart bei 14,0 °dH. Hürth liegt im unteren Drittel des mittleren Bereichs.
Der Wert setzt sich aus 50,2 mg/l Calcium und 13,6 mg/l Magnesium zusammen. Ältere Angaben von 9,5 °dH kursieren noch im Netz; maßgeblich ist die aktuelle Analyse der Stadtwerke.
Ist das Wasser in allen Hürther Stadtteilen gleich?
Ja. Efferen, Hermülheim, Gleuel, Berrenrath, Kendenich, Fischenich, Alt-Hürth, Knapsack, Stotzheim, Sielsdorf und Burbach werden alle aus demselben Wasserwerk in Hürth-Efferen versorgt. Es gibt nur eine Versorgungszone.
Damit gilt 10,1 °dH für jede Hürther Adresse. Kleine Abweichungen entstehen erst in der Hausinstallation, etwa durch Standzeiten in wenig genutzten Leitungssträngen.
Woher kommt das Trinkwasser in Hürth?
Aus Grundwasser, gefördert von sieben Brunnen des Wasserwerks Hürth-Efferen aus 60 bis 110 Metern Tiefe. Ein zweites Wasserwerk gibt es nicht, Fremdbezug ebenfalls nicht.
Das Rohwasser enthält Kohlensäure, Eisen und Mangan in zu hohen Mengen für eine direkte Abgabe — eine Folge der sauerstoffarmen, braunkohleführenden Schichten unter der Ville. Erst nach der Aufbereitung geht das Wasser ins Netz.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Hürth trinken?
Ja, Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet, solange es die Trinkwasserverordnung erfüllt — in Hürth ist das der Fall. Der Natriumgehalt von 56,4 mg/l liegt weit unter dem Grenzwert von 200 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und niemals Warmwasser verwenden. Den Nitratwert veröffentlichen die Stadtwerke Hürth nicht — wer ihn kennen möchte, fragt ihn dort direkt ab.
Ist im Hürther Trinkwasser Chlor?
Im Normalbetrieb nicht. Chlor wird deutschem Trinkwasser nur zugesetzt, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Baumaßnahme es erfordert, und dann befristet. Die Stadtwerke Hürth kündigen solche Maßnahmen an.
Erkennbar ist eine Chlorung am typischen Schwimmbadgeruch. Er verfliegt, wenn das Wasser eine halbe Stunde offen in einer Karaffe steht. Ob aktuell eine Meldung besteht, steht immer beim Versorger — nicht auf dieser Seite, die jährlich aktualisiert wird.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Hürth?
An den Entstördienst der Stadtwerke Hürth unter 02233 53-512. Zuständig ist er für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Innerhalb des Hauses ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, nicht der Versorger. Bei braunem Wasser nach Rohrarbeiten hilft meist, den Hahn einige Minuten laufen zu lassen, bis das Wasser wieder klar kommt.




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