Leitungswasser in Griechenland: kann man es trinken?

Das Leitungswasser in Griechenland ist Trinkwasser und unterliegt der Richtlinie (EU) 2020/2184. Eine amtliche nationale Einhaltungsquote für Griechenland ist nicht veröffentlicht. Veröffentlichte Messwerte liegen nur von drei Versorgern vor: EYDAP für Athen, EYATH für Thessaloniki und die DEYA Chania auf Kreta.

Die Wasserhärte veröffentlicht nur die DEYA Chania: 6,72 °dH in der Stadt Chania, 5,6 bis 14,0 °dH im übrigen Versorgungsgebiet. Auf Santorin versorgt die zuständige DEYA die Bezirke Akrotiri, Fira, Oia und Thirasia ausschließlich mit entsalztem Meerwasser.

Welches Recht hier gilt

Europäische Grundlage
Richtlinie (EU) 2020/2184
Nationale Umsetzung
ΚΥΑ Δ1(δ)/ΓΠ οικ. 27829/15.5.2023 (ΦΕΚ Β' 3525/25.5.2023) «Ποιότητα νερού ανθρώπινης κατανάλωσης σε συμμόρφωση προς τις διατάξεις της Οδηγίας (ΕΕ) 2020/2184», geändert durch ΚΥΑ Δ1(δ)/ΓΠ οικ. 35986/12.08.2025 (ΦΕΚ Β' 4401/13.8.2025)
Zuständige Behörde
Υπουργείο Υγείας — Διεύθυνση Δημόσιας Υγείας και Υγιεινής Περιβάλλοντος (Gesundheitsministerium); Vollzug/Probenahme über die Περιφέρειες bzw. die örtlichen Versorger (ΕΥΔΑΠ, ΕΥΑΘ, ΔΕΥΑ)
Abweichende Grenzwerte
keine gefunden

Innerhalb des Abrufbudgets wurde keine amtlich veröffentlichte nationale Einhaltungsquote gefunden. Nicht aus einem EU-Durchschnitt abgeleitet.

Rechtsgrundlage

Chania (Kreta)
6,72
°dH · weich
Δ.Ε.Υ.Α. Χανίων (DEYA Chania)

Veröffentlichte Werte nach Ort

3 Orte

Trinkwasserwerte in Griechenland nach Ort, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quellen je Ort unter der Tabelle.

ParameterAthenThessalonikiChania (Kreta) EU-Parameter­wert Einordnung
Gesamthärte°dH6,72 Mineralstoff
Natriummg/l4,63,87–17,55200 bis 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l1,31–11,750 bis 23 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l6,32–38,11250 bis 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l7–49250 bis 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,87,22–8,056,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm311325–6262500 bis 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Freies Chlormg/l0,420,2–0,43keiner kein EU-Grenzwert Die Richtlinie regelt nur die Nebenprodukte der Desinfektion, nicht den Chlorgehalt selbst. Vorgaben dazu setzt jedes Land für sich.

Werte unverändert übernommen aus den Veröffentlichungen der jeweiligen Versorger. Athen, ΕΥΔΑΠ (EYDAP A.E.), 2012 (Netzdaten laut EYDAP-PDF 'Δεδομένα Ελέγχου Ποιότητας Πόσιμου Νερού') · Thessaloniki, ΕΥΑΘ (EYATH A.E.), 2017 (Jahresauswertung 'ΔΕΙΓΜΑΤΑ ΠΟΣΙΜΟΥ ΝΕΡΟΥ ΔΙΚΤΥΟΥ ΥΔΡΕΥΣΗΣ ΕΥΑΘ Α.Ε. ΕΤΟΥΣ 2017') · Chania (Kreta), Δ.Ε.Υ.Α. Χανίων (DEYA Chania), Seite der DEYA Chania, veröffentlicht 12.05.2017; kein Probenahmedatum angegeben

Parameterwerte nach Richtlinie (EU) 2020/2184, Anhang I Teil B und C. Sie weichen an mehreren Stellen von der deutschen Trinkwasserverordnung ab — die Leitfähigkeit etwa gilt hier mit 2500 µS/cm bei 20 °C statt 2790 µS/cm bei 25 °C. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Ortswert. Werte unter der Bestimmungsgrenze werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Athen: Datenstand 2012.

Chania (Kreta): Die Härte schwankt im Versorgungsgebiet von 5,6 °dH (Theriso) bis 14,0 °dH (Aptera).

Filter für unterwegs

Griechenland gehört zu den beliebtesten Reisezielen Europas, und die Frage nach dem Leitungswasser stellt sich hier anders als zu Hause. Zähneputzen, Salat waschen, Kaffee in der Ferienwohnung — wer unsicher ist, schleppt zwei Wochen lang Flaschen.

Festland und eine große Zahl bewohnter Inseln — genau das macht die Antwort unübersichtlich: Es gibt keinen griechischen Versorger, sondern viele. Athen wird von EYDAP versorgt, Thessaloniki von EYATH, der Rest des Landes von kommunalen Gesellschaften, den DEYA. Jede von ihnen veröffentlicht ihre Messwerte selbst — oder eben nicht.

Woher das Wasser kommt, entscheiden Untergrund und Klima. Griechenland deckt seinen Bedarf zum größten Teil aus oberirdischen Quellen: Flüssen, Seen und Stauseen. Über Grundwasserdepots verfügt das Land vergleichsweise wenig, ihre Nutzung ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Damit hängt die Versorgung an den Niederschlägen; in Dürrejahren wird das spürbar.

Kann man in Griechenland das Leitungswasser trinken?

Griechenland hat sie 2023 mit einer gemeinsamen Ministerialentscheidung in nationales Recht überführt und 2025 noch einmal geändert, unter anderem für PFAS. Zuständig ist das Gesundheitsministerium; kontrolliert und beprobt wird über die Regionen und die örtlichen Versorger.

Wie gut das in der Fläche eingehalten wird, lässt sich nicht sagen. Ob einzelne griechische Grenzwerte vom europäischen Wert abweichen, ist nicht Parameter für Parameter geprüft — deshalb steht dazu auf dieser Seite nichts.

Warum das Wasser nach Chlor schmeckt — und warum das kein Grenzwertthema ist

Im Athener Netz ist freies Chlor der am häufigsten gemessene Parameter — und zugleich derjenige, für den die EU-Richtlinie überhaupt keinen Parameterwert vorschreibt.

Für den Geschmack heißt das: Der Chlorgeruch im Glas ist ein Zeichen dafür, dass desinfiziert wird, nicht dafür, dass etwas nicht stimmt.

Was Athen und Thessaloniki veröffentlichen

Für die beiden größten Städte gibt es Zahlen, aber sie sind alt. Der Datenstand ist 2012. EYDAP verweist inzwischen auf ein Dokument mit Daten für 2025, dessen Zahlen bei unserer Prüfung nicht abrufbar waren. Calcium, Magnesium, Chlorid und Sulfat weist der Bericht nur an den Aufbereitungsanlagen aus, nicht im Netz; Nitrat und Gesamthärte gar nicht.

Gesamthärte, Calcium und Magnesium enthält die Tabelle nicht. Das hat einen Vorteil: Man sieht, wie stark der Wert schwankt, statt eines Mittelwerts, der so nie aus dem Hahn kam.

Die Wasserhärte: eine einzige veröffentlichte Zahl

Zur Wasserhärte gibt es in Griechenland genau eine öffentlich zugängliche Angabe, und sie kommt von der DEYA Chania auf Kreta. Für die Stadt Chania nennt der Versorger 12 französische Grad, umgerechnet 6,72 °dH — die DEYA selbst rundet auf 7 °dH.

Im übrigen Versorgungsgebiet schwankt die Härte deutlich: von 10 °f in Theriso bis 25 °f in Aptera, also 5,6 bis 14,0 °dH. Aptera liegt damit genau auf der Grenze, ab der die deutsche Einteilung von hartem Wasser spricht — und das innerhalb eines einzigen Versorgungsgebiets auf einer Insel. Akrotiri, Souda, Nea Kydonia und Nerokouro liegen wie die Stadt bei 12 °f, Keramia und Varypetro bei 11, Mournies bei 13, Perivolia bei 15, Tsikalaria bei 20.

Warum es sonst keine Härtezahlen gibt, schreibt die DEYA Chania selbst dazu: Die Härte ist kein gesetzlicher Kontrollparameter, sie wird nur betrieblich überwacht. Einen Härtewert für ganz Griechenland gibt es deshalb nicht; ein Mittel aus Athen, Thessaloniki und Chania wäre eine Zahl ohne Gegenstand.

Die Inseln: was belegt ist und was nicht

Für die griechischen Inseln ist genau eine Besonderheit amtlich belegt, und sie betrifft Santorin. Die DEYA des Dimos Thira schreibt selbst, dass die Bezirke Akrotiri, Fira, Oia und Thirasia ausschließlich mit entsalztem Meerwasser versorgt werden. Die übrigen Bezirke — Kamari, Episkopi Gonias, Exo Gonia, Messaria, Megalochori, Emporio, Karterados, Vourvoulos und Pyrgos — erhalten Wasser aus Bohrungen.

Was in dieser Quelle nicht steht: dass das Netzwasser nicht trinkbar sei. Entsalztes Meerwasser ist ein Aufbereitungsverfahren, keine Einschränkung. Es schmeckt anders als Grundwasser, weil kaum noch Mineralien darin sind — das ist ein Geschmacksthema, kein Sicherheitsthema.

Für Heraklion, Rhodos, Korfu, Kos und Mykonos ließen sich keine Messwerte belegen. Das liegt nicht daran, dass es keine gäbe, sondern daran, wo sie liegen: Heraklion und Chania führen ihre Zahlen im gemeinsamen Portal der Gemeindeversorger, das nicht erreichbar war. Die verbreitete Aussage, das Leitungswasser auf den Kykladen sei amtlich nicht trinkbar, ließ sich dagegen in keiner Behörden- oder Versorgerquelle finden. Sie steht auf dieser Seite deshalb nicht.

Hotel, Ferienwohnung und die Leitung im Haus

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss — in Griechenland wie in Deutschland. Was danach kommt, entscheidet die Installation des Gebäudes, und dazu sagt keine Analyse eines Wasserwerks etwas aus. In Athen, Thessaloniki und den modernen Tourismuszentren kann man von neueren Leitungen ausgehen; in ländlichen Gebieten und auf manchen Inseln sind die Installationen älter.

Drei Handgriffe sind davon unabhängig und im Ferienapartment so sinnvoll wie in der eigenen Küche:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es lange in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. In einer Wohnung, die zwischen zwei Buchungen leer stand, ist das der wichtigste Punkt.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei alten Leitungen im eigenen Haus eine Probe am Hahn untersuchen lassen. Bei Bleileitungen in Altbauten ist das der einzige Weg zu einer Antwort, denn die Versorgeranalyse endet an der Übergabestelle.

Wer mit dem Wohnmobil über den Peloponnes fährt oder auf einem Campingplatz an der Küste steht, hat noch eine Ebene mehr: den eigenen Wassertank. Der steht bei Hitze wochenlang, und was aus ihm kommt, hat mit dem Befund des örtlichen Versorgers nichts mehr zu tun. Dafür gibt es Filter für Wohnmobil und Camping, die direkt an den Anschluss gehen.

Wo es Einschränkungen gibt

1 belegt
  • Santorin (Δήμος Θήρας) — Gemeindebezirke Akrotiri, Fira (Φηρά), Oia und Thirasia Entsalzung
    Diese Ortsteile werden vom Versorger ausschließlich mit entsalztem Meerwasser versorgt (« υδροδοτούνται με αφαλατωμένο νερό »). Die übrigen Bezirke — Kamari, Episkopi Gonias, Exo Gonia, Messaria, Megalochori, Emporio, Karterados, Vourvoulos und Pyrgos — erhalten Wasser aus Bohrungen (γεωτρήσεις). Der Versorger stellt Wasserqualitätsbescheinigungen nur auf Anfrage (κατόπιν αίτησης) aus und veröffentlicht keine Messwerte. Eine amtliche Aussage, dass das Netzwasser nicht trinkbar sei, ist in dieser Quelle NICHT enthalten und wird deshalb hier auch nicht behauptet.
    Quelle

Aufgeführt ist nur, was eine Behörde oder ein Versorger selbst veröffentlicht hat. Was in Reiseforen und Ratgebern über einzelne Regionen kursiert, steht hier nicht — nicht weil es falsch sein muss, sondern weil sich dafür keine Quelle findet.

Häufige Fragen

Kann man in Griechenland Leitungswasser trinken?

Ja. Das Leitungswasser in Griechenland ist Trinkwasser und unterliegt der Richtlinie (EU) 2020/2184, die Griechenland 2023 in nationales Recht überführt und 2025 geändert hat. Eine amtlich veröffentlichte nationale Einhaltungsquote gibt es allerdings nicht.

Belastbare Messwerte liegen nur von drei Versorgern vor: EYDAP für Athen, EYATH für Thessaloniki und die DEYA Chania auf Kreta. Für alle anderen Orte gilt: keine veröffentlichten Zahlen heißt nicht schlechtes Wasser, sondern nur, dass sich dazu nichts belegen lässt.

Warum schmeckt das Leitungswasser in Griechenland nach Chlor?

Weil es desinfiziert wird — bei Wasser aus Seen und Stauseen ist das üblich, in warmem Klima praktisch unverzichtbar. EYDAP nennt für Athen im Mittel 0,42 mg/l freies Chlor, EYATH für Thessaloniki 0,20 bis 0,43 mg/l Restchlor.

Für freies Chlor gibt es in der Richtlinie (EU) 2020/2184 keinen Parameterwert; geregelt sind nur die Nebenprodukte der Desinfektion. Der Chlorgeschmack ist also kein Grenzwertthema. Er lässt deutlich nach, wenn das Wasser eine Weile offen in einer Karaffe steht.

Wie hart ist das Wasser in Griechenland?

Das lässt sich für Griechenland nicht als eine Zahl sagen. Veröffentlicht wird die Wasserhärte nur von der DEYA Chania auf Kreta: 6,72 °dH für die Stadt Chania, im übrigen Versorgungsgebiet 5,6 bis 14,0 °dH. Für die Stadt selbst ist das weiches Wasser.

EYDAP und EYATH weisen für Athen und Thessaloniki weder Gesamthärte noch Calcium oder Magnesium aus. Den Grund nennt die DEYA Chania selbst: Härte ist kein gesetzlicher Kontrollparameter, sie wird nur betrieblich überwacht.

Woher kommt das Trinkwasser in Griechenland?

Zum größten Teil aus oberirdischen Quellen — Flüssen, Seen und Stauseen. Für den Großraum Athen sind es die Seen Marathon, Yliki und Mornos. Über Grundwasserdepots verfügt das Land vergleichsweise wenig, ihre Nutzung ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Auf den Inseln sieht es anders aus. Auf Santorin versorgt die zuständige DEYA die Bezirke Akrotiri, Fira, Oia und Thirasia mit entsalztem Meerwasser, die übrigen Bezirke aus Bohrungen. Weil die Versorgung stark an den Niederschlägen hängt, ist Wasserknappheit in trockenen Jahren ein Thema.

Kann man auf Kreta das Leitungswasser trinken?

Für Kreta ist keine belegte Einschränkung bekannt, und für Chania gibt es sogar Zahlen. Die DEYA Chania veröffentlicht als einziger griechischer Versorger eine Härteangabe: 6,72 °dH für die Stadt, 5,6 bis 14,0 °dH über das gesamte Versorgungsgebiet von Theriso bis Aptera. In der Stadt ist das weiches Wasser, im Umland steigt es bis an die Grenze zu hartem Wasser.

Die übrigen Parameter für Chania stehen nur im gemeinsamen Portal der griechischen Gemeindeversorger, das bei der Prüfung nicht erreichbar war. Für Heraklion gilt dasselbe.

Was ist auf Santorin anders als auf dem Festland?

Auf Santorin wird ein Teil der Insel mit entsalztem Meerwasser versorgt. Die zuständige DEYA nennt dafür ausdrücklich die Bezirke Akrotiri, Fira, Oia und Thirasia; Kamari, Episkopi Gonias, Exo Gonia, Messaria, Megalochori, Emporio, Karterados, Vourvoulos und Pyrgos erhalten Wasser aus Bohrungen.

Der Versorger veröffentlicht keine Messwerte und stellt Wasserqualitätsbescheinigungen nur auf Anfrage aus. Eine amtliche Aussage, dass das Netzwasser nicht trinkbar sei, steht in dieser Quelle nicht. Entsalztes Wasser ist mineralarm und schmeckt anders — das ist der spürbare Unterschied.

Gelten in Griechenland dieselben Grenzwerte wie in Deutschland?

Nicht in jedem Punkt. Grundlage ist in beiden Ländern die Richtlinie (EU) 2020/2184, aber die nationale Umsetzung unterscheidet sich: In Griechenland gilt eine gemeinsame Ministerialentscheidung von 2023, zuletzt geändert 2025, in Deutschland die Trinkwasserverordnung. Bei einzelnen Parametern weichen die Zahlen ab — etwa bei Uran, wo der deutsche Wert niedriger liegt, und bei der Leitfähigkeit, die auf eine andere Bezugstemperatur bezogen wird.

Ob einzelne griechische Werte vom europäischen Wert abweichen, wurde nicht Parameter für Parameter geprüft. Deshalb nennen wir dazu keine Zahlen.

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Die Richtlinie (EU) 2020/2184 regelt rund fünfzig Stoffe, und die Länder dieser Seite halten sie ein. Im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende — Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Für die meisten gibt es weder einen Parameterwert noch eine Routineuntersuchung, in keinem Mitgliedstaat. Was aus der Leitung kommt, ist überall ein Kompromiss aus technisch Machbarem, wirtschaftlich Vertretbarem und rechtlich Gefordertem. Das ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Für den Urlaub folgt daraus wenig: Wo eine Behörde die Trinkbarkeit bestätigt, ist das Wasser trinkbar, und Flaschenwasser zu kaufen löst kein Qualitätsproblem, sondern ein Geschmacks- oder Gewohnheitsproblem. Was bleibt, ist die Frage für zu Hause.

Wer dort mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle.

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