Trinkwasser in Brandenburg (Havel): Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Brandenburg an der Havel
12,7 °dH
mittel
Das Trinkwasser in Brandenburg an der Havel hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt bei 12,7 °dH und damit im Härtebereich mittel. Kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Versorger ist die BRAWAG mit dem einzigen Wasserwerk Mahlenzien.
Weil nur dieses eine Wasserwerk die Stadt versorgt, gilt derselbe Härtewert für jede Adresse. Der Nitratwert von 1,4 mg/l gehört zum niedrigsten Zehntel unseres Datenbestands aus 432 Versorgungszonen.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
12,7°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,3.
Waschmittel
mittel
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
11
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
3
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Brandenburg an der Havel nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: BRAWAG GmbH.
| Parameter | Wasserwerk Mahlenzien | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 12,7 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 82 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 5,5 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 4,2 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 13,3 | 200 | 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 1,4 | 50 | 3 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 77 | 250 | 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 24 | 250 | 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,89 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 541 | 2790 | 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,001 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <1 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Arsenµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Pestizide gesamtµg/l | n. b. | 0,5 | 0 % des Grenzwerts |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Mahlenzien, 24.10.2022
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas
Sie gelten für das Wasser, das die BRAWAG bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Wasser ist hier kein Randthema, sondern die Grundform des Stadtplans. Wer so viel Wasser vor der Haustür hat, könnte annehmen, dass etwas davon aus dem Hahn kommt. Das ist nicht der Fall. Das Trinkwasser der Stadt stammt vollständig aus Grundwasser, gefördert am Stadtrand im Wasserwerk Mahlenzien. Havelwasser, Uferfiltrat oder Seewasser spielen keine Rolle.
Der Untergrund, aus dem dieses Grundwasser kommt, ist eiszeitlich geprägt: Sande und Kiese, welche die Gletscher der letzten Kaltzeiten abgelagert haben, dazwischen Geschiebemergel mit Kalkanteil. Aus diesem Kalk löst das Sickerwasser Calcium — das ist der Grund für die mittlere Härte. Magnesium bleibt dagegen knapp, weil dolomitisches Gestein im norddeutschen Lockergestein kaum vorkommt. Deshalb stehen im Brandenburger Trinkwasser 82 mg/l Calcium nur 5,5 mg/l Magnesium gegenüber. Die Härte ist hier fast reine Calciumhärte.
Mit 12,7 liegt Brandenburg an der Havel im oberen Drittel der mittleren Stufe, etwa einen Härtegrad unter der Schwelle zu hart.
Sulfat ist mit 31 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Am nächsten kommt noch das Sulfat mit 77 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l.
In einem Land, in dem Nitrat aus der Landwirtschaft das meistdiskutierte Grundwasserproblem ist und viele Versorger im zweistelligen Bereich messen, ist 1,4 mg/l eine Aussage über das Einzugsgebiet: Das Wasser aus Mahlenzien ist alt, es stammt aus einem tief liegenden und nach oben gut abgedeckten Grundwasserleiter und hat kaum Kontakt zu düngerbeeinflusstem Sickerwasser.
Dieselbe Eigenschaft erklärt, warum das Rohwasser überhaupt aufbereitet werden muss. In einem sauerstoffarmen Grundwasserleiter wird Nitrat abgebaut, und im selben Milieu gehen Eisen und Mangan aus dem Sediment in Lösung. Die beiden Punkte gehören zusammen: Der niedrige Nitratwert und die Notwendigkeit, im Wasserwerk Eisen und Mangan zu entfernen, sind zwei Seiten derselben Chemie. Wo im Rohwasser Eisen steht, steht selten viel Nitrat daneben.
Auch der pH-Wert von 7,89 passt ins Bild. Bei der Belüftung im Wasserwerk entweicht gelöstes Kohlendioxid, das Wasser wird dadurch leicht basisch; die Trinkwasserverordnung lässt einen Bereich von 6,5 bis 9,5 zu. Für die Hausinstallation ist das eine gute Nachricht, denn ein Wasser knapp unter pH 8 löst Metalle aus Rohren und Armaturen weniger stark als ein saures.
Die aktuellste frei zugängliche Vollanalyse der BRAWAG trägt das Datum 24. Oktober 2022; neuere Ergebnisse laufen nur über ein externes Wasserportal der Branche. Zu PFAS enthält der Bericht keine Angaben — er stammt aus der Zeit vor der Überwachungspflicht.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Brandenburg an der Havel auf Rang 146 — weicher als 62 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Brandenburg an der Havel · 12,7 °dH
Woher das Brandenburger Trinkwasser kommt
Das geförderte Wasser wird dort belüftet und über Schnellfilter geleitet. Viel mehr passiert nicht — keine Enthärtung, keine Membranstufe, keine dauerhafte Desinfektion. Das ist die einfachste Form der Trinkwasseraufbereitung, und sie genügt, weil das Rohwasser gut ist.
Was 12,7 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit der BRAWAG endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Verteilung in der Wohnung, Armaturen, Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter. Über diesen Abschnitt sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus, und genau dort entsteht der weitaus größte Teil dessen, was Menschen an ihrem Leitungswasser stört.
Drei Handgriffe sind konkret:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — morgens, nach dem Urlaub, in selten benutzten Bädern. Warten Sie, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist die wirksamste Maßnahme überhaupt und kostet nichts.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und der Warmwasserspeicher ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Betroffen sind fast ausschließlich unsanierte Altbauten; nach 1973 wurde Blei nicht mehr verlegt. Der Analysewert des Wasserwerks — Blei unter 1 µg/l — sagt dazu nichts, weil Blei erst hinter dem Hausanschluss ins Wasser gelangt. Für diesen einen Fall ist eine eigene Untersuchung tatsächlich sinnvoll.
Wer trotzdem einen Beigeschmack bemerkt, sollte zuerst den Perlator an der Armatur, lange Standzeiten in der Leitung und die eigenen Rohre prüfen, bevor er beim Wasserwerk sucht.
Passend zu diesen Werten
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
- Den Geschmack von Leitungswasser verbessern
- Woher unser Trinkwasser kommt
- Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung
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Ihr Wasserversorger
BRAWAG GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: brawag.de
- Störungsannahme: 03381 5430
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Brandenburg an der Havel bedenkenlos trinken?
Ja. In der Analyse aus dem Wasserwerk Mahlenzien erreicht kein einziger der 180 untersuchten Parameter die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Am nächsten kommt Sulfat mit 77 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l.
Der übliche Vorbehalt gilt in Brandenburg an der Havel wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Brandenburg an der Havel?
12,7 °dH, Härtebereich mittel. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz zieht die Grenzen bei 8,4 und 14,0 °dH: weich darunter, mittel dazwischen, hart darüber. Mit 12,7 liegt Brandenburg an der Havel gut einen Härtegrad unter der Schwelle zu hart.
Weil nur ein Wasserwerk die Stadt versorgt, gilt dieser Wert für jede Adresse — anders als in Potsdam oder Berlin, wo mehrere Wasserwerke unterschiedlich hartes Wasser einspeisen. Die Härte stammt fast vollständig vom Calcium: 82 mg/l stehen nur 5,5 mg/l Magnesium gegenüber.
Woher kommt das Trinkwasser in Brandenburg an der Havel?
Vollständig aus Grundwasser, gefördert und aufbereitet im Wasserwerk Mahlenzien am Stadtrand. Die Havel und die umliegenden Seen liefern kein Trinkwasser, auch nicht als Uferfiltrat.
Im Wasserwerk wird das Rohwasser belüftet und über Schnellfilter geleitet; dabei werden Eisen und Mangan entfernt, die im sauerstoffarmen Grundwasserleiter gelöst sind. Das Einzugsgebiet ist durch Wasserschutzgebiete um Mahlenzien sowie in Heidekrug und Görden gesichert.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Brandenburg an der Havel trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Leitungswasser geeignet. Der für Säuglinge maßgebliche Nitratwert liegt bei 1,4 mg/l und damit sehr weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l; auch Natrium bleibt mit 13,3 mg/l niedrig.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem unsanierten Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist das Wasser in allen Stadtteilen von Brandenburg an der Havel gleich?
Ja. Es gibt nur eine Versorgungszone. Görden, Hohenstücken, die Altstadt, die Neustadt, Kirchmöser und Plaue bekommen dasselbe Wasser aus demselben Werk, mit denselben 12,7 °dH. Ein Umzug innerhalb der Stadt ändert an der Wasserhärte nichts.
Unterschiede, die Ihnen trotzdem auffallen — Trübung nach einer Netzspülung, ein metallischer Geschmack, unterschiedlich starker Kalk am Duschkopf —, stammen dann aus dem Leitungsnetz oder aus der Hausinstallation, nicht aus der Gewinnung. Beides liegt außerhalb dessen, was die Analyse des Wasserwerks abbildet.
Ist Chlor im Trinkwasser von Brandenburg an der Havel?
Im Regelbetrieb nicht. Die Aufbereitung in Mahlenzien besteht aus Belüftung und Schnellfiltration; eine dauerhafte Desinfektion gehört nicht dazu, weil das Rohwasser aus einem geschützten Grundwasserleiter kommt.
Vorübergehend chlort ein Versorger dann, wenn nach Reparaturen, Rohrbrüchen oder auffälligen mikrobiologischen Befunden Keime im Netz auszuschließen sind. Solche Maßnahmen sind befristet und werden vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekannt gegeben — nicht auf dieser Seite, die jährlich aktualisierte Messwerte zeigt.
Warum kommt manchmal bräunliches Wasser aus der Leitung?
Meist sind es aufgewirbelte Eisen- und Manganablagerungen aus dem Leitungsnetz, ausgelöst durch eine Netzspülung, einen Rohrbruch oder einen plötzlichen Druckwechsel — etwa beim Einsatz von Hydranten. Das Wasserwerk entfernt Eisen und Mangan vor der Einspeisung, im über Jahrzehnte gewachsenen Netz sitzen aber Reste an den Rohrwänden.
Lassen Sie das Wasser einige Minuten laufen, bis es klar ist. Bleibt die Färbung bestehen oder tritt sie wiederholt auf, melden Sie es dem Versorger — in einem älteren Haus kann auch eine verzinkte Steigleitung die Ursache sein.




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