Trinkwasser in Magdeburg: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Magdeburg

14,3 °dH

hart

Das Trinkwasser in Magdeburg hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt 14,3 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Für das gesamte Magdeburger Stadtgebiet gilt ein einziger Wert, denn Magdeburg wird vollständig aus dem Wasserwerk Colbitz versorgt.

Kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Das Wasser stammt nicht aus der Magdeburger Börde, sondern aus der Colbitz-Letzlinger Heide rund 30 Kilometer nördlich der Stadt.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

14,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,6.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Gesamtes Stadtgebiet – Wasserwerk Colbitz (Reinwasser), Vorlieferant Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM)
14,3
°dH · hart
gesamtes Magdeburger Stadtgebiet, versorgt aus dem Wasserwerk Colbitz in der Colbitz-Letzlinger Heide

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Magdeburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG (SWM).

ParameterGesamtes Stadtgebiet – Wasserwerk Colbitz (Reinwasser), Vorlieferant Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH14,3Mineralstoff
Calciummg/l91,5Mineralstoff
Magnesiummg/l6,6Mineralstoff
Kaliummg/l3,6Mineralstoff
Natriummg/l22,7200 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<1,050 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l110250 44 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l41250 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,556,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6122790 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,00202 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l<0,00150,1 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Gesamtes Stadtgebiet – Wasserwerk Colbitz (Reinwasser), Vorlieferant Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM), Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Blei, Nickel, Uran und Arsen stehen in der Quelle in mg/l; in der Tabelle sind sie in µg/l umgerechnet. Kupfer bleibt in mg/l.

14,3 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Magdeburg liegt an der Elbe, dort wo der Fluss aus dem Bergland kommend die Norddeutsche Tiefebene erreicht. Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts erstreckt sich am nördlichen Rand der Magdeburger Börde — tiefgründiger Löss, wenig Wald, seit Jahrhunderten eine der ertragreichsten Ackerlandschaften Europas.

Für das Trinkwasser spielt die Börde keine Rolle, und genau das ist die Nachricht. Magdeburg trinkt kein Bördewasser. Das Wasser stammt aus der Colbitz-Letzlinger Heide, rund 30 Kilometer nördlich der Stadt: dem größten zusammenhängenden Heidegebiet Mitteleuropas und zugleich der größten unbewohnten Region Deutschlands. Über 60 Brunnenanlagen und 40 Kilometer Rohwasserleitungen bringen das Grundwasser zum Wasserwerk Colbitz, von dort laufen drei Druckrohrleitungen in die Stadt. Ein Einzugsgebiet ohne Siedlungen und ohne intensiven Ackerbau liefert Rohwasser, das schon vor der Aufbereitung eine einwandfreie bakteriologische Beschaffenheit besitzt. In der Analyse lässt sich das ablesen: Nitrat unter 1 mg/l, bei einem Grenzwert von 50.

Wie hart ist das Wasser in Magdeburg?

14,3 °dH, und zwar im gesamten Stadtgebiet derselbe Wert. Damit fällt Magdeburg in den Härtebereich hart — allerdings nur um drei Zehntel. Magdeburg beginnt die dritte Stufe an ihrem unteren Rand. Einen gesetzlichen Bereich „sehr hart“ gibt es dagegen nicht, auch wenn die Bezeichnung im Netz kursiert.

Der Versorger gibt die Härte auf seiner Seite als 2,55 mmol Calciumcarbonat je Liter an. Das ist dieselbe Zahl in einer anderen Einheit, nicht ein zweiter Messwert.

Getragen wird diese Härte fast vollständig vom Calcium: 91,5 mg/l stehen 6,6 mg/l Magnesium gegenüber. Für den Belag im Wasserkocher macht das keinen Unterschied, beide Ionen bilden ihn. Für die Mineralstoffbilanz schon — wer Magnesium über das Leitungswasser aufnehmen will, wird in Magdeburg kaum fündig, beim Calcium dagegen liefert ein Liter einen brauchbaren Beitrag zum Tagesbedarf.

Bei 14,3 °dH geht das erkennbar langsamer als in Städten mit dem Doppelten oder Dreifachen. Wie oft Sie Geräte entkalken müssen, hängt in Magdeburg mehr von der Nutzung ab als vom Wasser.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Magdeburg auf Rang 113 — härter als 52 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Magdeburg · 14,3 °dH

Sulfat ist mit 44 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Dasselbe gilt für die perfluorierten Verbindungen: Die SWM nennen keine Summe, sondern führen alle zwanzig Einzelsubstanzen auf, für die seit 2026 ein Summengrenzwert gilt — jede einzelne lag unter 0,0015 µg/l und damit unterhalb der Nachweisbarkeit.

Warum das nicht langweilig ist, hat zwei Gründe. Der erste liegt in der Landkarte. Eine Werteliste ohne Auffälligkeiten ist kein Zufall, sondern die Folge einer Standortentscheidung: Wer sein Wasser aus einer unbewohnten Heide holt, bekommt andere Zahlen als jemand, der unter einer intensiv gedüngten Ackerfläche fördert. Nitrat ist dort, wo viel gedüngt wird, der Parameter, der als erster steigt. Magdeburg entnimmt sein Wasser nicht dort — obwohl die Börde direkt vor der Stadt liegt.

Der zweite Grund ist unangenehmer. Eine Analyse mit lauter unauffälligen Zeilen beschreibt das Wasser, das die SWM ins Netz einspeisen. Sie beschreibt nicht, was aus Ihrem Hahn kommt. Dazwischen liegen die Hausinstallation, ihre Rohrwerkstoffe und ihre Standzeiten — und dazu kann kein Wasserwerk der Welt etwas sagen.

Woher das Magdeburger Trinkwasser kommt

Vollständig aus dem Wasserwerk Colbitz. Betrieben wird es von der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM), die als Vorlieferant auftritt und das fertig aufbereitete Reinwasser an die Städtischen Werke Magdeburg übergibt. Die SWM verteilen es im Stadtgebiet und verantworten die Qualität im Netz. Eine zweite Versorgungszone gibt es nicht: Ob Sie in Stadtfeld, in der Neuen Neustadt oder in Ottersleben wohnen, ändert an den Werten nichts.

Wie Grundwasser gefördert und zu Trinkwasser wird, beschreiben wir ausführlich im Beitrag über die Herkunft unseres Trinkwassers.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Was zwischen Hausanschluss und Wasserhahn passiert

Die Zuständigkeit der SWM endet am Hausanschluss. Danach haftet der Eigentümer oder Vermieter — und dieser Abschnitt ist der einzige auf dem gesamten Weg, über den die Jahresanalyse keine Auskunft gibt. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelangen Standzeiten, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe decken den größten Teil davon ab:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — morgens, nach dem Urlaub, in wenig genutzten Bädern. Warten Sie, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt mehr als jede Maßnahme am Wasserwerk.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im lauwarmen Bereich vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Magdeburgs Altbaubestand lässt sich das nicht pauschal ausschließen, und der Bleiwert des Wasserwerks sagt darüber nichts. Woran sich Bleileitungen in Altbauten erkennen lassen, haben wir gesondert beschrieben.

Ihr Wasserversorger

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG (SWM)

Wie das Magdeburger Wasser schmeckt

Den Geschmack prägen in Magdeburg zwei Dinge, und beide kommen aus dem Untergrund der Colbitz-Letzlinger Heide: das Calcium mit 91,5 mg/l und das Sulfat mit 110 mg/l. Das ergibt ein Wasser mit spürbarem Mineralgehalt, aber ohne die bittere Note, die bei deutlich höheren Sulfatwerten auftritt. Wer aus einer weichen Region zuzieht, schmeckt den Unterschied, wer hier aufgewachsen ist, in der Regel nicht.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Magdeburg bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten, und kein veröffentlichter Messwert erreicht auch nur die Hälfte seines Vergleichswerts. Die Städtischen Werke Magdeburg weisen für 2025 60 untersuchte Parameter aus.

Der übliche Vorbehalt gilt in Magdeburg wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken.

Wie hart ist das Wasser in Magdeburg?

14,3 °dH, im gesamten Stadtgebiet derselbe Wert. Das ist der Härtebereich hart, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH beginnt — Magdeburg liegt also knapp darüber.

Für die Waschmaschine bedeutet das die Dosierstufe für hartes Wasser. Wenn Ihr Gerät eine Einstellung in Millimol verlangt, tragen Sie 2,55 mmol Calciumcarbonat je Liter ein; das ist derselbe Wert in der Einheit, die der Versorger verwendet.

Woher kommt das Trinkwasser in Magdeburg?

Aus der Colbitz-Letzlinger Heide, rund 30 Kilometer nördlich der Stadt. Über 60 Brunnenanlagen fördern dort Grundwasser, das über 40 Kilometer Rohwasserleitungen zum Wasserwerk Colbitz und von dort über drei Druckrohrleitungen nach Magdeburg läuft.

Betreiber des Wasserwerks ist die Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM). Sie liefert das fertig aufbereitete Wasser an die Städtischen Werke Magdeburg, die es im Stadtgebiet verteilen. Wasser aus der Elbe oder aus der Magdeburger Börde wird nicht verwendet.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Magdeburg trinken?

Ja, Magdeburger Leitungswasser eignet sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Der Nitratwert liegt unter 1 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Blei, Nickel, Uran und Arsen liegen unterhalb der Bestimmungsgrenze.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie niemals Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Magdeburger Stadtteilen gleich?

Ja. Magdeburg hat nur eine Versorgungszone, weil das gesamte Stadtgebiet aus dem Wasserwerk Colbitz gespeist wird. Härte, Mineralgehalt und Analysewerte sind in Sudenburg dieselben wie in Rothensee oder in Ottersleben.

Unterschiede, die Sie trotzdem bemerken, stammen deshalb praktisch immer aus dem Haus: der Werkstoff der Steigleitung, die Standzeit im Rohr, ein verkalkter Strahlregler an der Armatur oder ein Warmwasserspeicher.

Schmeckt das Magdeburger Leitungswasser nach Chlor?

Im Regelfall nicht. Deutsches Trinkwasser wird nur dann gechlort, wenn es notwendig ist — etwa nach einem Rohrbruch, nach Bauarbeiten am Netz oder bei einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Wenn Sie dauerhaft einen Chlorgeruch wahrnehmen, obwohl keine Maßnahme läuft, liegt die Ursache meist im Haus. Prüfen Sie den Strahlregler und lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Magdeburg?

An den Entstördienst der Städtischen Werke Magdeburg unter 0391 587-2244, rund um die Uhr erreichbar. Zuständig ist er für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Für Probleme, die erst hinter dem Hausanschluss beginnen — braunes Wasser nur an einem Hahn, Geruch nur im Bad, Druckverlust nur in einer Wohnung —, ist dagegen der Eigentümer oder die Hausverwaltung zuständig, nicht der Versorger.