Trinkwasser in Bernau: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Bernau bei Berlin

8,215,7 °dH

hart · mittel · weich · 5 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Bernau bei Berlin hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Fünf getrennte Anlagen speisen das Bernauer Netz. Die Gesamthärte liegt je nach Anlage zwischen 8,2 und 15,7 °dH. Bernau deckt damit alle drei gesetzlichen Härtebereiche ab: weich, mittel und hart.

Bemerkenswert ist der Abstand zu den Grenzwerten: Nitrat erreicht in keiner der fünf Zonen 1 mg/l, erlaubt sind 50 mg/l. Offen bleibt, welcher Stadtteil zu welcher Zone gehört — das Analyseblatt 12/2025 benennt nur ein Versorgungsgebiet ausdrücklich.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,7°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,8. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hartje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Schönow
15,7
°dH · hart
im Analyseblatt 12/2025 ist für diese Anlage kein Versorgungsgebiet genannt
Druckerhöhungsstation Börnicker Chaussee
14,7
°dH · hart
Stadtkern Bernau, Schönow, Rüdnitz — Zuordnung aus der Ersterhebung, im Analyseblatt 12/2025 nicht wiederholt
Wasserwerk Albertshofer Chaussee
13,0
°dH · mittel
Albertshof, Bernau Süd, Eichwerder sowie das im Analyseblatt ausdrücklich genannte Gewerbegebiet Albertshofer Chaussee
Wasserwerk Ladeburg
12,0
°dH · mittel
Ladeburg, Puschkinviertel — Zuordnung aus der Ersterhebung, im Analyseblatt 12/2025 nicht wiederholt
Radarstation / WW Bernau Waldsiedlung
8,2
°dH · weich
Waldsiedlung, Friedenstal, Lobetal — Zuordnung aus der Ersterhebung, im Analyseblatt 12/2025 nicht wiederholt

Die Werte auf einen Blick

2

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

12

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

5 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Bernau bei Berlin nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“ (WAV).

ParameterWasserwerk SchönowDruckerhöhungsstation Börnicker ChausseeWasserwerk Albertshofer ChausseeWasserwerk LadeburgRadarstation / WW Bernau Waldsiedlung Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH15,714,713,012,08,2Mineralstoff
Nitratmg/l0,80,80,90,60,250 2 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l5544111013250 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,27,27,27,27,56,5–9,5 im Bereich

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Schönow, Analysewerte Stand 12/2025 · Druckerhöhungsstation Börnicker Chaussee, Analysewerte Stand 12/2025 · Wasserwerk Albertshofer Chaussee, Analysewerte Stand 12/2025 · Wasserwerk Ladeburg, Analysewerte Stand 12/2025 · Radarstation / WW Bernau Waldsiedlung, Analysewerte Stand 12/2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Zwischen 8,2 und 15,7 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 4 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

Leitungsgebundene Systeme

Passenden Filter finden

Oder direkt zur Bauform:

  • Qualität aus Deutschland
  • Geprüfte Filterleistung
  • Persönlich & kompetent
  • Gratis Retouren in DE
  • 10.000+ zufriedene Kunden

4,9 basierend auf 1.225+ Bewertungen

Versorgt wird Bernau vom Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“, benannt nach den beiden Flüssen der Gegend. Zu seinem Gebiet gehören auch Biesenthal, Rüdnitz und Melchow. Das Wasser ist Grundwasser aus örtlichen Brunnen — und hier fängt an, was Bernau von den meisten Städten dieser Größe unterscheidet:

Zwischen 8,2 und 15,7 °dH: Bernau deckt alle drei Härtebereiche ab

Der Grund ist die getrennte Gewinnung. Jede Anlage fördert aus ihrem eigenen Brunnenfeld, und wie viel Calcium und Magnesium das Wasser mitbringt, entscheidet der Boden über diesem Brunnen. Auf einer eiszeitlichen Grundmoränenplatte wie dem Barnim wechseln sandige, kalkarme Schichten und mergelige, kalkreichere auf kurzer Strecke. In Bernau bleiben sie bis zum Hahn erhalten.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bernau bei Berlin auf Rang 94 — härter als 60 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Bernau bei Berlin · 15,7 °dH

Welcher Stadtteil welches Wasser bekommt, steht nicht vollständig fest

Das Analyseblatt des WAV mit dem Stand 12/2025 stellt fünf Spalten nebeneinander, benennt aber nur bei einer Spalte ausdrücklich ein Versorgungsgebiet: das Gewerbegebiet Albertshofer Chaussee. Die übrigen Zuordnungen — Stadtkern, Waldsiedlung, Friedenstal, Lobetal, Ladeburg, Puschkinviertel, Albertshof, Bernau Süd, Eichwerder — stammen aus einer früheren Erhebung und werden im aktuellen Dokument nicht wiederholt.

Am deutlichsten wird die Lücke bei Schönow. Für das Wasserwerk Schönow nennen die Unterlagen überhaupt kein Versorgungsgebiet, während der Ortsteil Schönow zugleich in der Zuordnung der Druckerhöhungsstation Börnicker Chaussee auftaucht. Für Schönower heißt das: Ob 14,7 oder 15,7 °dH gelten, lässt sich aus den veröffentlichten Papieren nicht entscheiden. Beide Werte liegen im Bereich hart, an der Waschmitteldosierung ändert sich also nichts. Wer es genauer wissen will, fragt den WAV nach der Zone seiner Adresse — eine Auskunft, die jeder Versorger für seine Hausanschlüsse geben kann.

Woher das Bernauer Trinkwasser kommt

Eine Fernleitung von außerhalb gibt es nicht, das Wasser hat also einen kurzen Weg vom Brunnen bis in die Küche. Wie aus Grundwasser überhaupt Trinkwasser wird, hängt vor allem davon ab, was über der Fassung liegt.

In Bernau selbst gibt es keine Wasserschutzzone. In Schönow liegt dagegen ein großes Wasserschutzgebiet, das auch das in Bernau genutzte Grundwasser umgibt. Es ist in mehrere Zonen unterteilt, die mit der Nähe zur Fassung strenger werden: Bauarbeiten und landwirtschaftliche Nutzung sind dort eingeschränkt. Genau diese Einschränkungen sieht man später in den Nitratwerten wieder.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Sulfat ist mit 22 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Brandenburg ist ein Agrarland, und Nitrat aus der Düngung ist der Parameter, an dem Grundwasser dort meist zuerst auffällt. 0,2 mg/l im Wasserwerk Bernau Waldsiedlung und 0,9 mg/l an der Albertshofer Chaussee sind Werte nahe der Bestimmungsgrenze. Sie stehen für Einzugsgebiete, in denen kaum Stickstoff aus der Fläche ankommt, und das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis geschützter Gewinnungsgebiete.

Ein Zusammenhang in den Zahlen ist ebenfalls sichtbar: Die beiden harten Zonen sind zugleich die mit dem meisten Sulfat — 44 mg/l an der Börnicker Chaussee, 55 mg/l im Wasserwerk Schönow. Die drei weicheren Zonen liegen bei 10 bis 13 mg/l. Härte und Sulfat stammen häufig aus derselben Schicht; welche das unter Bernau ist, sagen die veröffentlichten Unterlagen nicht.

Das Analyseblatt umfasst zehn Parameter. Calcium, Magnesium und Kalium sind nicht darunter, obwohl § 46 der Trinkwasserverordnung diese Angaben vorsieht. Wie viel Calcium ein Liter Bernauer Leitungswasser liefert, lässt sich aus den Veröffentlichungen des Verbands deshalb nicht beantworten — bekannt ist nur die Summe aus Calcium und Magnesium, und die steht als Härtewert da.

Ein einziger Wert des Blattes liegt nicht deutlich unter seiner Marke: Mangan im Wasserwerk Albertshofer Chaussee mit 0,05 mg/l. Das ist genau der Indikatorwert der Anlage 3 der Trinkwasserverordnung, erreicht und nicht überschritten. Mangan ist kein Gesundheitsparameter. Es steht in der Verordnung, weil es sich in Leitungen ablagert und das Wasser bräunlich färben kann, wenn solche Ablagerungen aufgewirbelt werden. In den vier anderen Zonen liegt Mangan unter 0,005 mg/l.

Ihr Wasserversorger

Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“ (WAV)

Was Sie hinter dem Hausanschluss selbst in der Hand haben

Die Zuständigkeit des WAV endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer, und keine Analyse des Wasserwerks sagt darüber etwas aus.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Bernau bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Werte, die der Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow für die fünf Bernauer Versorgungszonen veröffentlicht, halten die Trinkwasserverordnung ein, und keiner von ihnen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Bernau wie überall: Die Verantwortung des Verbands endet am Hausanschluss, für die Hausinstallation haftet der Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken.

Wie hart ist das Wasser in Bernau?

Zwischen 8,2 und 15,7 °dH, je nachdem, welche Anlage eine Adresse versorgt: Wasserwerk Bernau Waldsiedlung 8,2, Wasserwerk Ladeburg 12,0, Wasserwerk Albertshofer Chaussee 13,0, Druckerhöhungsstation Börnicker Chaussee 14,7 und Wasserwerk Schönow 15,7 °dH.

Damit kommen in Bernau alle drei gesetzlichen Härtebereiche vor: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0 °dH, hart darüber. Einen vierten Bereich kennt das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz nicht.

Ist das Wasser in allen Bernauer Stadtteilen gleich?

Nein, und der Unterschied ist ungewöhnlich groß. Zwischen der weichsten und der härtesten Zone liegen 7,5 °dH, also fast der doppelte Kalkgehalt. Auch beim Sulfat unterscheiden sich die Zonen deutlich: 10 mg/l im Wasserwerk Ladeburg, 55 mg/l im Wasserwerk Schönow.

Welche Anlage eine bestimmte Adresse versorgt, geht aus dem Analyseblatt 12/2025 nur für das Gewerbegebiet Albertshofer Chaussee eindeutig hervor. Für alle anderen Lagen fragen Sie am besten direkt beim Verband nach.

Woher kommt das Trinkwasser in Bernau?

Aus Grundwasser, das unter dem Barnim gefördert wird, in fünf Anlagen im Stadtgebiet und an seinem Rand. Eine Fernleitung von außerhalb gibt es nicht. Zuständig ist der Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow, der auch Biesenthal, Rüdnitz und Melchow versorgt.

Ein Teil der Gewinnung liegt im Schutz des großen Wasserschutzgebiets bei Schönow. Es ist in mehrere Zonen unterteilt, die mit der Nähe zur Fassung strenger werden; Bauarbeiten und Landwirtschaft sind dort eingeschränkt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bernau trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Bernauer Leitungswasser geeignet. Nitrat ist bei Säuglingen der Wert, auf den es besonders ankommt, und er liegt in allen fünf Zonen zwischen 0,2 und 0,9 mg/l — der Grenzwert beträgt 50 mg/l.

Zwei Regeln betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf alte Bleileitungen im Haus klärt nur eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Bernauer Trinkwasser Chlor?

Das Analyseblatt 12/2025 weist kein Desinfektionsmittel aus. Grundwasser aus geschützten Einzugsgebieten wird in Deutschland überwiegend ohne dauerhafte Chlorung verteilt.

Vorübergehende Ausnahmen sind trotzdem möglich, etwa nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz. Solche Maßnahmen gibt der Versorger bekannt. Erkennbar sind sie an einem schwimmbadartigen Geruch, der nachlässt, wenn das Wasser eine halbe Stunde offen im Krug steht.

Wer ist zuständig, wenn in Bernau braunes Wasser aus dem Hahn kommt?

Zuerst der Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow. Bräunliche Verfärbungen entstehen meist, wenn Ablagerungen aus dem Netz aufgewirbelt werden, etwa nach einem Rohrbruch oder nach Spülarbeiten. Der Verband kann sagen, ob im Gebiet gearbeitet wurde.

Bleibt die Verfärbung auf eine Wohnung oder ein Haus beschränkt, liegt die Ursache in der Hausinstallation. Dann ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, nicht der Verband.

Schmeckt das Bernauer Leitungswasser anders als das Berliner?

In den weichen und mittleren Bernauer Zonen ja. Berlin liegt je nach Wasserwerk zwischen 15,1 und 23,3 °dH und damit durchgehend im Bereich hart, Bernau reicht von 8,2 bis 15,7 °dH.

Wer aus Berlin zuzieht und im Netz der Waldsiedlung landet, merkt das an weniger Kalkrand im Wasserkocher und an einem klareren Schwarztee. Wer in Schönow landet, merkt kaum einen Unterschied.