Trinkwasser in Worms: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Worms
14,2–17,6 °dH
hart · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Worms hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wormser Hauptversorgung liegt bei 17,6 °dH, der Stadtteil Ibersheim bei 14,2 °dH. Beide Werte fallen in den Härtebereich hart. Kein einziger Messwert der beiden Analysen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Die beiden Zonen stammen aus verschiedenen Gewinnungsgebieten. Das Wasser in Ibersheim ist weicher, enthält mit 77 mg/l Natrium und 792 µS/cm aber mehr gelöste Salze als das der Hauptversorgung.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
17,6°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,1. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
hart
Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Worms nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: EWR Netz GmbH.
| Parameter | Worms Hauptversorgung | Stadtteil Ibersheim | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 17,6 | 14,2 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 107 | 56,4 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 11,6 | 27,4 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,3 | 3,2 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 10 | 77 | 200 | 39 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | <1 | <1 | 50 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 67 | 93 | 250 | 37 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 17 | 35 | 250 | 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,46 | 8,05 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 624 | 792 | 2790 | 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | 1 | 10 | 10 % des Grenzwerts |
| Kupfermg/l | <0,01 | <0,1 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <2 | <2 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,2 | 0,2 | 10 | 2 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <1 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | <0,001 | <0,001 | 0,1 | unter Bestimmungsgrenze |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,1 | <0,1 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Worms Hauptversorgung, Februar 2026 · Stadtteil Ibersheim, Februar 2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Zwischen 14,2 und 17,6 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Es kommt überwiegend aus dem Wasserwerk Bürstädter Wald, und das liegt nicht einmal in Rheinland-Pfalz: Der Bürstädter Wald gehört zum Hessischen Ried, östlich des Rheins. Dort fördern mehrere Tiefbrunnen Grundwasser, das mehrere Filtrations- und Desinfektionsstufen durchläuft, bevor es nach Worms geht. Der Stadtteil Ibersheim ganz im Norden wird dagegen vom Zweckverband Seebachgebiet beliefert. Zwei Gewinnungsgebiete, zwei Grundwasserleiter — und deshalb zwei deutlich verschiedene Wässer in einer Stadt.
Wie hart ist das Wasser in Worms?
Hart, in beiden Versorgungszonen — aber nicht gleich hart. Die Wormser Hauptversorgung liegt bei 17,6 °dH, der Stadtteil Ibersheim bei 14,2 °dH.
Einen gesetzlichen Bereich „sehr hart“ gibt es nicht, auch wenn die Bezeichnung im Netz kursiert, und ebenso wenig eine Stufe „mittelhart ab 14 °dH“. Ibersheim liegt allerdings nur zwei Zehntel über der Schwelle und damit am unteren Rand der Stufe.
Der Durchschnittswert von 17,9 °dH, der für Worms an vielen Stellen genannt wird, ist ein Mittel über die Einspeisepunkte und bildet genau diesen Unterschied nicht ab.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Worms auf Rang 69 — härter als 71 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Worms · 17,6 °dH
Warum Ibersheim ein anderes Wasser hat
Ibersheim hat das weichere Wasser und trotzdem das mineralreichere. Das klingt widersprüchlich und ist der interessanteste Befund dieser Seite: Die elektrische Leitfähigkeit, ein Maß für die Summe aller gelösten Salze, liegt in Ibersheim bei 792 µS/cm, in der Hauptversorgung nur bei 624.
Der Grund steckt in der Zusammensetzung. Die Hauptversorgung bringt 107 mg/l Calcium und 11,6 mg/l Magnesium mit, Ibersheim nur 56,4 mg/l Calcium, dafür 27,4 mg/l Magnesium — und 77 mg/l Natrium gegenüber 10 mg/l. Auch Sulfat (93 statt 67 mg/l), Chlorid (35 statt 17 mg/l) und der pH-Wert (8,05 statt 7,46) liegen höher. Dieses Muster — wenig Calcium, viel Natrium, höherer pH-Wert — ist typisch für tiefere, länger im Untergrund verweilende Grundwässer: An Tonmineralen bleibt Calcium hängen, im Austausch geht Natrium ins Wasser.
EWR veröffentlicht für Worms genau zwei Kundenanalysen: eine für die Hauptversorgung, eine für Ibersheim. Für Pfeddersheim, Herrnsheim, Rheindürkheim, Abenheim oder Horchheim gibt es kein eigenes Dokument. Ob und an welchen Stellen im Netz Mischwasser ankommt, lässt sich aus den veröffentlichten Unterlagen nicht belegen — deshalb steht dazu hier keine Zahl. Wer es für seine Adresse genau wissen will, fragt bei EWR nach der zuständigen Versorgungszone.
Sie beliefert Worms mit dem aufbereiteten Wasser aus dem Bürstädter Wald und verteilt in Ibersheim das Wasser, das vom Zweckverband Seebachgebiet übernommen wird — für diese Zone ist EWR also Verteiler, nicht Gewinner.
Natrium ist mit 38 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Bemerkenswert ist vor allem das Nitrat. Rheinhessen ist das größte Weinbaugebiet Deutschlands und wird intensiv landwirtschaftlich genutzt; Nitrat im Grundwasser ist in der Region ein bekanntes Thema. Dass davon im Wormser Trinkwasser nichts ankommt, hat mit der Herkunft zu tun: Tiefbrunnen unter einem Waldgebiet, und im nördlichen Stadtgebiet von Worms ist rund um die Wasserwerke eine Wasserschutzzone ausgewiesen, die genau diesen Zustand halten soll.
Sowohl die Summe der zwanzig als auch die der vier besonders relevanten Verbindungen liegt unter der Bestimmungsgrenze von 0,001 µg/l. Für die Summe PFAS-20 gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l, für die Summe PFAS-4 greift ab 2028 einer von 0,02 µg/l — EWR weist beide bereits getrennt aus, und je Zone umfasst die Analyse 60 Parameter.
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Was 14,2 bis 17,6 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit von EWR endet am Hausanschluss. Alles dahinter — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, der Perlator am Hahn — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Versorgers etwas sagen.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und Warmwasserspeicher sind der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine Analyse wirklich weiterhilft. Im Netz liegt Blei in der Hauptversorgung unter der Bestimmungsgrenze von 1 µg/l und in Ibersheim bei genau 1 µg/l, bei einem Grenzwert von 10 µg/l, der ab 2028 auf 5 µg/l sinkt.
Für Ibersheim kommt ein Punkt hinzu, den EWR selbst in die Analyse geschrieben hat: Die Einsatzgrenzen für Kupfer und verzinkten Stahl werden dort nicht immer eingehalten. Das ist eine Aussage über die Eignung von Rohrwerkstoffen, nicht über die Trinkbarkeit des Wassers. Wer in Ibersheim eine Installation erneuert oder neu plant, sollte die Werkstoffwahl mit dem Installationsbetrieb besprechen und die Analyse dazulegen.
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- Trinkwasserwerte und Analysen: ewr-netz.de
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- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Worms bedenkenlos trinken?
Ja. Beide Wormser Versorgungszonen halten sämtliche Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein Messwert erreicht auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Der übliche Vorbehalt gilt in Worms wie überall: Die Verantwortung von EWR endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Lassen Sie Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie zum Trinken und Kochen kein Wasser aus der Warmwasserleitung.
Wie hart ist das Wasser in Worms?
Die Wormser Hauptversorgung liegt bei 17,6 °dH, der Stadtteil Ibersheim bei 14,2 °dH. Beide Werte fallen in den Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert.
Für Waschmittel und Enthärtungsanlagen gilt in beiden Zonen dieselbe Stufe. Ibersheim liegt allerdings nur zwei Zehntel über der Schwelle, die Kernstadt gut dreieinhalb Grad darüber. Einen gesetzlichen Bereich oberhalb von hart gibt es nicht — das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz kennt genau drei Stufen.
Woher kommt das Trinkwasser in Worms?
Überwiegend aus dem Wasserwerk Bürstädter Wald, das östlich des Rheins im Hessischen Ried liegt. Dort fördern mehrere Tiefbrunnen Grundwasser, das mehrere Filtrations- und Desinfektionsstufen durchläuft.
Der Stadtteil Ibersheim wird stattdessen vom Zweckverband Seebachgebiet beliefert. EWR ist dort Verteiler, nicht Gewinner. Im nördlichen Stadtgebiet von Worms ist rund um die Wasserwerke eine Wasserschutzzone ausgewiesen, die das Gewinnungsgebiet vor Einträgen von der Oberfläche schützt. Aus dem Rhein wird kein Trinkwasser gewonnen.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Worms trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Wormser Leitungswasser geeignet, solange es die Trinkwasserverordnung erfüllt — das ist in beiden Zonen der Fall. Nitrat liegt unter der Bestimmungsgrenze von 1 mg/l, der Grenzwert beträgt 50 mg/l.
Ein Detail für Ibersheim: Mineralwasser darf nur dann als für Säuglingsnahrung geeignet ausgelobt werden, wenn es unter 20 mg/l Natrium bleibt. Für Leitungswasser gilt diese Kennzeichnungsregel nicht, der Grenzwert liegt bei 200 mg/l. Die Hauptversorgung hat 10 mg/l, Ibersheim 77 mg/l. Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen und kein Warmwasser verwenden.
Ist das Wasser in allen Wormser Stadtteilen gleich?
Nein. Ibersheim wird aus einem anderen Gewinnungsgebiet versorgt als die übrige Stadt und hat ein spürbar anderes Wasser: weicher, aber salzreicher.
Praktisch ändert das wenig — die Waschmittelstufe ist in beiden Zonen dieselbe, und beide halten alle Grenzwerte ein. Für welche Adresse welche Zone gilt, geht aus den veröffentlichten Analysen nur für Ibersheim eindeutig hervor; für Pfeddersheim, Herrnsheim oder Rheindürkheim gibt es kein eigenes Dokument. Bei Zweifeln fragen Sie EWR nach Ihrer Versorgungszone.
Ist im Wormser Trinkwasser Chlor?
Die Aufbereitung im Bürstädter Wald umfasst eine Desinfektionsstufe, einen Wert für freies Chlor weisen die beiden Kundenanalysen jedoch nicht aus.
Eine dauerhafte Chlorung ist in Deutschland die Ausnahme; sie wird angeordnet, wenn mikrobiologische Befunde es erfordern, und ist zeitlich befristet. Wahrnehmbar wäre sie am Geruch. Ob aktuell eine solche Maßnahme läuft, steht bei EWR und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.
Wen rufe ich bei einer Störung der Trinkwasserversorgung in Worms an?
Den Entstördienst von EWR unter 0800 8484841. Er ist rund um die Uhr erreichbar und zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Bei gesundheitlichen Fragen, Abkochgeboten oder einem Verdacht auf mikrobiologische Belastung ist das Gesundheitsamt der Stadt Worms die richtige Stelle. Für Leitungen und Armaturen innerhalb des Hauses ist dagegen der Eigentümer oder Vermieter zuständig.




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