Trinkwasser in Speyer: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Speyer

14,5 °dH

hart

Das Trinkwasser in Speyer hat eine Härte von 14,5 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. In der Netzprobe der Stadtwerke Speyer vom 13. Oktober 2025 erreicht kein einziger der 42 untersuchten Parameter die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Auffällig ist die Zusammensetzung: Sulfat unter 5 mg/l, Chlorid 6 mg/l, Nitrat unter 1 mg/l. Die Speyerer Härte ist deshalb fast reine Carbonathärte — viel Kalk im Wasserkocher, aber ein sehr neutraler Geschmack im Glas.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

14,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,6.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsgebiet Speyer (Netzprobe)
14,5
°dH · hart
gesamtes Stadtgebiet, eine einzige Versorgungszone; Gewinnung aus Tief- und Flachbrunnen

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Speyer nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Speyer GmbH.

ParameterVersorgungsgebiet Speyer (Netzprobe) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH14,5Mineralstoff
Calciummg/l82,9Mineralstoff
Magnesiummg/l12,5Mineralstoff
Kaliummg/l2,4Mineralstoff
Natriummg/l12,3200 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<150 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l<5250 unter Bestimmungsgrenze
Chloridmg/l6250 2 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,166,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5232790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,210 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l110 10 % des Grenzwerts
Summe PFAS-20µg/l<0,0010,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,050,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Speyer (Netzprobe), 13.10.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Analyse nennt für PFAS nur eine gemeinsame Summe ohne Unterscheidung zwischen PFAS-20 und PFAS-4; der Wert steht deshalb bei PFAS-20, PFAS-4 bleibt in der Tabelle leer.

Neben der Leitfähigkeit nennt die Analyse zusätzlich 2790 µS/cm; das ist der Grenzwert, nicht der Messwert von 523 µS/cm.

14,5 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Dass eine Stadt am Rhein liegt, heißt aber nicht, dass sie Rheinwasser trinkt. Speyer steht auf Niederterrassen — Sand- und Kiesschichten, die der Fluss über lange Zeiträume abgelagert hat. Sie halten das Stadtgebiet trotz der Lage in der Rheinniederung weitgehend hochwasserfrei. Und dieselben Schichten führen das Grundwasser, aus dem die Stadtwerke Speyer fördern.

Das Wasser darin stammt nicht aus dem Fluss, sondern von der gegenüberliegenden Seite der Ebene: aus dem Haardt-Gebirge am Westrand der Vorderpfalz. Gefördert wird über Tief- und Flachbrunnen. Was auf diesem Weg in Lösung geht, ist wenig — Kies und Sand geben kaum etwas ab, Gips- und Salzlager fehlen. Genau das erklärt eine Zahlenkombination, die auf den ersten Blick nicht zusammenpasst: 14,5 °dH, also hartes Wasser, bei einer elektrischen Leitfähigkeit von nur 523 µS/cm.

Wie hart ist das Wasser in Speyer?

Getragen wird die Härte von 82,9 mg/l Calcium und 12,5 mg/l Magnesium. Aufschlussreicher ist, was daneben fehlt: Sulfat unter 5 mg/l, Chlorid 6 mg/l, Natrium 12,3 mg/l. Wenn die üblichen Begleitionen praktisch nicht vorkommen, kann das Gegenstück zu Calcium und Magnesium fast nur Hydrogencarbonat sein. Die Speyerer Härte ist damit nahezu vollständig Carbonathärte — und Carbonathärte fällt beim Erhitzen als Kalk aus. Deshalb setzt der Wasserkocher hier schneller an, als es die insgesamt niedrige Mineralisierung vermuten lässt, während das kalte Wasser im Glas ausgesprochen neutral schmeckt. Wer regelmäßig Kalk aus Kocher und Kaffeemaschine holt, hat in Speyer mehr mit dem Rand zu tun als mit dem Geschmack.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Speyer auf Rang 111 — härter als 53 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Speyer · 14,5 °dH

Leitfähigkeit ist mit 19 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Ein einziger Spurenstoff taucht überhaupt oberhalb der Bestimmungsgrenze auf: Arsen mit 1 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l. Das ist keine Auffälligkeit, sondern der Beleg dafür, dass die Analytik empfindlich genug ist, um etwas zu finden, wenn etwas da ist. Ein Bericht, in dem ausnahmslos jede Zeile ein Kleiner-als-Zeichen trägt, sagt weniger als einer mit einem konkreten kleinen Wert darin.

Und der Befund hat einen zweiten Grund, der über Speyer selbst etwas aussagt. Nitrat unterhalb der Bestimmungsgrenze ist in einer landwirtschaftlich genutzten Ebene keine Selbstverständlichkeit. Es ist die Folge davon, aus welcher Tiefe gefördert wird und wie das Umfeld der Brunnen geschützt ist — und es ist der Grund, warum das Wasser mit sehr wenig Aufbereitung auskommt.

Woher das Speyerer Trinkwasser kommt

Das Grundwasser aus dem Haardt-Gebirge braucht nur eine knappe Aufbereitung; Chlor wird im Regelbetrieb nicht zugesetzt. Geschützt wird die Gewinnung durch zwei große Wasserschutzgebiete im Stadtgebiet, jeweils in unmittelbarer Umgebung der Wasserwerke. Dort gelten strenge Auflagen: Infrastrukturarbeiten und Gewerbebetriebe, die die Grundwasserqualität beeinträchtigen könnten, sind untersagt. Wie Trinkwasser in Deutschland überhaupt aus dem Boden bis in die Leitung kommt, erklären wir ausführlich im Ratgeber.

Ein dokumentierter Zwischenfall gehört zur vollständigen Antwort dazu. Im Jahr 2014 wurden im Wasserwerk Nord E.-coli-Bakterien nachgewiesen. Das Werk wurde sofort vom Netz getrennt, untersucht und gereinigt und ging erst wieder in Betrieb, nachdem eine Beeinträchtigung der Nutzer ausgeschlossen war. Der Fall ist über zehn Jahre her und abgeschlossen.

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Was hinter dem Hausanschluss in Speyer passiert

Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, und genau dort endet auch die Aussagekraft der Analyse: Die Probe vom Oktober 2025 wurde im Verteilungsnetz gezogen, nicht an einem Küchenhahn.

Für Speyer lässt sich das ungewöhnlich genau beziffern. Blei liegt im Netz unter 1 µg/l, Kupfer unter 0,01 mg/l. Wer diese Metalle im eigenen Wasser findet, hat sie folglich nicht aus der Gewinnung, sondern aus den letzten Metern — aus Leitungen, Lötstellen oder Armaturen im Haus. Drei Handgriffe helfen:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt am zuverlässigsten.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. In warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasserbereich vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Altbauten ist das nicht ausgeschlossen, und zu Blei aus alten Hausleitungen kann die Netzanalyse des Versorgers nichts beitragen.

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  • Organische Ver­bindungen
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Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Speyer bedenkenlos trinken?

Ja. In der Netzprobe der Stadtwerke Speyer vom 13. Oktober 2025 werden alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und zwar mit großem Abstand: Kein einziger der 42 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Speyer wie überall. Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, für alles danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Speyer?

Das Wasser in Speyer hat 14,5 °dH und liegt damit im Härtebereich hart. Auf Verpackungen von Wasch- und Spülmitteln entspricht das der obersten der drei gesetzlichen Stufen.

Für Haushaltsgeräte mit einer Einstellung für die Wasserhärte — Geschirrspüler, Kaffeevollautomat, Enthärtungsanlage — ist 14,5 °dH der Wert, den Sie eintragen. In mmol/l umgerechnete Skalen finden sich ebenfalls auf manchen Geräten; die Stadtwerke Speyer nennen die Härte auf Anfrage auch in dieser Einheit.

Woher kommt das Trinkwasser in Speyer?

Aus Grundwasser, das über Tief- und Flachbrunnen im Stadtgebiet gefördert wird und aus dem Haardt-Gebirge am Westrand der Vorderpfalz stammt. Es ist kein aufbereitetes Rheinwasser, auch wenn Speyer direkt am Fluss liegt.

Rund um die Wasserwerke liegen zwei große Wasserschutzgebiete, in denen Bauvorhaben und Gewerbebetriebe eingeschränkt sind, die das Grundwasser beeinträchtigen könnten. Die Stadtwerke Speyer betreiben Gewinnung, Aufbereitung und Netz und veröffentlichen die Analysewerte auf ihrer Website.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Speyer trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Speyerer Leitungswasser geeignet. Der oft genannte kritische Parameter ist Nitrat, und der liegt hier unter der Bestimmungsgrenze von 1 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l. Auch Blei, Uran und Nickel bleiben unterhalb der Bestimmungsgrenze.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Was bedeutet die Wasserhärte in Speyer für Kaffeemaschine und Teekanne?

Vor allem, dass entkalkt werden muss. Weil die Speyerer Härte fast vollständig Carbonathärte ist, schlägt sich beim Erhitzen ein großer Teil des Calciums als Kalk nieder — in Kaffeevollautomat, Espressomaschine und Wasserkocher.

Geschmacklich ist 14,5 °dH für Kaffee kein Problem, im Gegenteil: Ein gewisser Mineralgehalt ist für die Extraktion nötig, völlig entsalztes Wasser liefert flachen Kaffee. Bei Schwarztee kann sich ein feiner Film auf der Oberfläche bilden; das ist Kalk und keine Verunreinigung.

Ist im Speyerer Trinkwasser Chlor?

Im Regelbetrieb nicht. Das Grundwasser der Speyerer Brunnen ist so beschaffen, dass es ohne Desinfektionsmittel ins Netz gehen kann — das ist der Grund, warum Leitungswasser hier weder nach Schwimmbad riecht noch entsprechend schmeckt.

Ausnahmen sind möglich. Nach Rohrbrüchen, Bauarbeiten oder einem mikrobiologischen Befund kann ein Versorger vorübergehend chloren; das wird dann öffentlich bekannt gegeben. Aktuelle Meldungen dazu stehen bei den Stadtwerken Speyer und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Speyer?

An den Entstördienst der Stadtwerke Speyer unter 06232 625 444. Die Nummer gilt für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung ebenso wie für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Trübes, gefärbtes oder ungewohnt schmeckendes Wasser ist nicht automatisch ein Fall für den Versorger. Tritt es nur an einer einzelnen Zapfstelle auf oder nur nach längerer Standzeit, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dann ist der Eigentümer oder Vermieter der richtige Ansprechpartner.