Trinkwasser in Wesel: die Wasserhärte im Überblick

Wasserhärte in Wesel

13,5 °dH

mittel

Das Trinkwasser in Wesel hat eine Gesamthärte von 13,5 °dH und fällt damit in den Härtebereich mittel. Die Stadtwerke Wesel GmbH senken die Härte im Wasserwerk Flüren von knapp 18 °dH im Rohwasser auf 13,5 °dH. Grenzwertüberschreitungen der Trinkwasserverordnung sind für Wesel nicht dokumentiert.

Die Besonderheit ist die Datenlage: Die Gesamthärte ist der einzige Messwert, den die Stadtwerke Wesel online veröffentlichen. Calcium, Magnesium und Kalium fehlen; Untersuchungsergebnisse sind laut Versorger auf Anfrage einzusehen.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Flüren
13,5
°dH · mittel
gesamtes Versorgungsgebiet der Stadtwerke Wesel; 11 Förderbrunnen aus rund 20 m Tiefe, Enteisenung, Entmanganung und zentrale Enthärtung

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Wesel nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Wesel GmbH.

ParameterWasserwerk Flüren Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH13,5Mineralstoff

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Flüren

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas

Sie gelten für das Wasser, das die Stadtwerke Wesel bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 1 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Die Hansestadt Wesel liegt am unteren Niederrhein und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 123 Quadratkilometern. Hier mündet die Lippe in den Rhein.

Nordwestlich der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Diersfordter Wald mit seinen Moorlandschaften, in dem der Heideweiher Schwarzes Wasser zum Verweilen einlädt. Für Wesel ist dieser Wald mehr als ein Ausflugsziel. Unter ihm liegt das Grundwasser, aus dem die Stadt trinkt.

Elf Förderbrunnen holen es aus rund zwanzig Metern Tiefe. Das ist flach, und flaches Grundwasser am Niederrhein führt Eisen und Mangan. Im Wasserwerk Flüren stehen deshalb eine Enteisenung und eine Entmanganung — und zusätzlich eine zentrale Enthärtung. Genau die macht den Weseler Härtewert zu etwas Ungewöhnlichem: Er ist keine Eigenschaft des Untergrunds, sondern eine Einstellung im Wasserwerk.

Wie hart ist das Wasser in Wesel?

Wesel liegt mit 13,5 °dH genau einen halben Grad unter der Grenze zu hart — und ohne die Enthärtung läge die Stadt darüber. Der Sprung über eine gesetzliche Klassengrenze passiert hier nicht im Boden, sondern in einer Anlage.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Wesel auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Wesel · 13,5 °dH

Warum es zu Wesel nur eine einzige Zahl gibt

Die Stadtwerke Wesel veröffentlichen im Netz genau einen Zahlenwert zum Trinkwasser: die Gesamthärte. Sie steht im Fließtext der Wasserwerksbeschreibung, nicht in einer Analysetabelle. Kein weiterer Messwert war zum Prüfzeitpunkt am 26. August 2026 online abrufbar.

Die Rubrikseite „Qualität und Analyse“ führt zwei aufklappbare Download-Bereiche, deren Inhalt der Server nicht ausliefert und deren Dateien auch über die Suche nicht auffindbar sind. Die Produktseite Trinkwasser nennt nur den Härtebereich „mittel (8,4 bis 14 °dH)“ — das ist die gesetzliche Bereichsdefinition, keine Messung, und deshalb steht sie bei uns auch nicht als Spanne. Das Faltblatt „Unser Wasser — woher es kommt“ enthält ausdrücklich keine Werttabelle und verweist darauf, dass Untersuchungsergebnisse telefonisch angefordert oder eingesehen werden können. Eine Verbraucherinformation nach § 46 der Trinkwasserverordnung, in der Calcium, Magnesium und Kalium stehen müssten, war online nicht auffindbar.

Wer die vollständige Analyse für seine Adresse braucht, bekommt sie in Wesel auf Anfrage bei den Stadtwerken.

Woher das Weseler Trinkwasser kommt

Das gesamte Versorgungsgebiet der Stadtwerke Wesel hängt an einem einzigen Werk: dem Wasserwerk Flüren. Es bereitet das Grundwasser aus den elf Brunnen im Diersfordter Wald auf und produziert nach Angaben der Stadtwerke täglich rund zehn Millionen Liter Trinkwasser.

Enteisenung und Entmanganung stehen dort nicht wegen eines Problems, sondern weil flaches Grundwasser in Auenlandschaften diese beiden Stoffe fast immer mitbringt. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, färben Wasser aber bräunlich und setzen sich in Leitungen ab. Wer nach einem Rohrbruch oder einer Netzspülung kurzzeitig trübes Wasser am Hahn hat, sieht in aller Regel genau das: aufgewirbelte Ablagerungen aus dem Netz, nicht aus dem Wasserwerk.

Vom Werk aus geht ein Teil des Wassers durch eine Druckleitung unter dem Rhein hindurch — einen Düker — in das linksrheinische Versorgungssystem. Den technischen Betrieb des Netzes führt die NSG Netzservicegesellschaft Niederrhein. Weil alles aus einem Werk kommt, gibt es in Wesel keine Stadtteile mit unterschiedlicher Wasserhärte: Flüren, Feldmark, Obrighoven, Büderich und die Innenstadt bekommen dasselbe Wasser.

Passend zu diesen Werten

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Was 13,5 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach gehört dem Eigentümer oder Vermieter — und über diesen Teil kann keine Analyse eines Wasserwerks Auskunft geben. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: Das entsteht hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe decken das Meiste ab:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und im warmen Bereich vermehren sich Legionellen, die im kalten Netz keine Rolle spielen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Wesel sind alte Hausleitungen in Vorkriegsbauten nicht ausgeschlossen, und für Blei aus der Hausinstallation ist eine eigene Probe der einzige Weg zu einer Antwort.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Wesel bedenkenlos trinken?

Ja. Für Wesel ist keine Grenzwertüberschreitung dokumentiert, und die Überwachung durch das Gesundheitsamt des Kreises Wesel ist gesetzlich vorgeschrieben.

Einschränkend gilt zweierlei. Erstens veröffentlichen die Stadtwerke Wesel online nur die Gesamthärte, sodass sich die einzelnen Parameter nicht selbst nachlesen lassen; die Untersuchungsergebnisse können auf Anfrage eingesehen werden. Zweitens endet die Verantwortung des Versorgers am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Wesel?

Die Gesamthärte in Wesel beträgt 13,5 °dH. Das ist der Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert.

Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet, weil alles aus dem Wasserwerk Flüren kommt. Aus den Brunnen kommt das Wasser mit knapp 18 °dH; die zentrale Enthärtung senkt es auf 13,5 °dH. In deutschen Härtegraden umgerechnet entspricht das rund 2,4 Millimol Erdalkalien je Liter.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Wesel trinken?

Ja, Leitungswasser eignet sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt. Für Wesel ist keine Überschreitung bekannt.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Wohnen Sie in einem Vorkriegsbau, lohnt eine Probe am eigenen Hahn auf Blei — dazu kann keine Versorgeranalyse etwas sagen.

Woher kommt das Trinkwasser in Wesel?

Aus elf Förderbrunnen im Diersfordter Wald, rund zwanzig Meter tief. Aufbereitet wird das Grundwasser im Wasserwerk Flüren, das täglich etwa zehn Millionen Liter Trinkwasser produziert.

Ein Teil davon läuft durch eine Druckleitung unter dem Rhein — einen Düker — in das linksrheinische Versorgungsgebiet. Geschützt ist das Einzugsgebiet über Wasserschutzzonen der Stufen II, III a und III b sowie über mehr als 120 Grundwassermessstellen, die als Frühwarnsystem arbeiten.

Ist im Weseler Leitungswasser Chlor?

Im Regelbetrieb nicht. Das Wasserwerk Flüren arbeitet mit Enteisenung, Entmanganung und Enthärtung; eine dauerhafte Desinfektion gehört nicht dazu.

Eine Chlorung kommt in Deutschland vor, wenn nach einem Rohrbruch, einer Reparatur oder einem mikrobiologischen Befund vorsorglich desinfiziert wird. Das ist zeitlich befristet, wird vom Versorger bekannt gegeben und ist am typischen Geruch erkennbar. Ob in Ihrem Ortsteil gerade eine solche Maßnahme läuft, erfahren Sie bei den Stadtwerken Wesel, nicht auf dieser Seite.

Warum ist das Wasser in Wesel manchmal bräunlich?

Fast immer sind es Eisen- und Manganablagerungen, die im Rohrnetz aufgewirbelt wurden — nach einem Rohrbruch, einer Netzspülung oder einem Hydrantengebrauch der Feuerwehr.

Das Weseler Grundwasser bringt beide Stoffe mit, weil es flach und aus einer Auenlandschaft gefördert wird; das Wasserwerk Flüren entfernt sie deshalb vor der Einspeisung. Reste, die sich über Jahre im Netz absetzen, kommen bei Druckschwankungen wieder in Bewegung. Lassen Sie das Wasser laufen, bis es klar ist, und melden Sie anhaltende Verfärbungen den Stadtwerken.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Wesel?

An den Entstördienst der Stadtwerke Wesel unter 0281 9660-200. Die Nummer ist rund um die Uhr besetzt und gilt für Wasser und Abwasser ebenso wie für Erdgas und Wärme.

Zuständig ist der Entstördienst für Rohrbrüche und Versorgungsunterbrechungen, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen. Den technischen Betrieb des Netzes führt die NSG Netzservicegesellschaft Niederrhein. Für alles hinter dem Hausanschluss — tropfende Armaturen, verstopfte Leitungen in der Wohnung — ist der Eigentümer zuständig, nicht der Versorger.