Trinkwasser in Pfullingen: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Pfullingen
8,79–18,0 °dH
mittel · hart · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Pfullingen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Pfullingen hängt von der Versorgungszone ab: 8,79 °dH im Härtebereich mittel für das Bodenseewasser, 18,0 °dH im Härtebereich hart für das Honauer Quellwasser. Kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.
Die Besonderheit ist der Abstand zwischen beiden Zonen: Das eine Wasser kommt aus dem Karst der Schwäbischen Alb, das andere vom Bodensee. Welche Straße welche Zone hat, führt die Straßenliste der Stadtwerke Pfullingen.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
18,0°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,2. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
mittelje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Pfullingen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Pfullingen GmbH.
| Parameter | Versorgungszone Bodenseewasser | Versorgungszone Honauer Quellwasser | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 8,79 | 18,0 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 49,3 | – | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 8,2 | – | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,3 | – | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 5,4 | – | 200 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 3,8 | – | 50 | 8 % des Grenzwerts |
| Nitritmg/l | <0,01 | – | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 33 | – | 250 | 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 7,5 | – | 250 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Hydrogencarbonatmg/l | 180 | – | — | Mineralstoff |
| Fluoridmg/l | <0,15 | – | 1,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| pH-Wert | 8,03 | – | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 339 | – | 2790 | 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | – | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | 0,007 | – | 2 | 0 % des Grenzwerts |
| Nickelµg/l | <1 | – | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 1,0 | – | 10 | 10 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <1 | – | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungszone Bodenseewasser, Prüfbericht AR-23-JT-002404-01, Probenahme 17.01.2023 · Versorgungszone Honauer Quellwasser, Straßenliste und Zonenplan der Stadtwerke Pfullingen, Datenstand August 2021
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Für Pestizide nennt der Prüfbericht keinen Summenwert: Die acht einzeln gemessenen Wirkstoffe liegen jeweils unter 0,000025 mg/l, eine Summe daraus wäre selbst errechnet und ist deshalb nicht in der Tabelle.
Für PFAS gibt es in der Zone Bodenseewasser keinen Messwert, weil der Prüfbericht diesen Stoffkreis nicht erfasst.
Zwischen 8,79 und 18,0 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Wer dem Tal nach Süden folgt, steht nach wenigen Kilometern in Lichtenstein-Honau. Dort, unmittelbar unter dem Albtrauf, entspringt die Echaz, die anschließend durch Pfullingen fließt. Und dort liegt auch die Quelle, aus der ein Teil der Stadt sein Trinkwasser bezieht. Der andere Teil trinkt Wasser, das gut siebzig Kilometer Luftlinie hinter sich hat: Bodenseewasser, aufbereitet im Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg.
Diese beiden Wässer haben geologisch nichts miteinander zu tun. Regen, der auf der Albhochfläche versickert, läuft durch klüftigen Kalkstein des Weißjura, löst dabei Calciumcarbonat und tritt am Albtrauf als kräftige Quelle wieder aus — verkarsteter Kalk erzeugt hartes Wasser, überall wo er ansteht. Das Wasser des Bodensees stammt dagegen überwiegend aus alpinem Schmelz- und Flusswasser, das den See als riesiges Ausgleichsbecken durchläuft, und ist deutlich kalkärmer. In Pfullingen laufen beide in dasselbe Ortsnetz.
Zwei Versorgungszonen, mehr als neun Grad Unterschied
Das Bodenseewasser fällt mit 8,79 °dH in den Bereich mittel — und liegt dabei nur vier Zehntel Grad über der Schwelle zu weich. Das Honauer Quellwasser fällt mit 18,0 °dH in den Bereich hart.
In der Honauer Zone setzt sich im Wasserkocher, in der Spülmaschine und in der Kaffeemaschine spürbar mehr ab; die üblichen Hausmittel zum Entkalken sind dort regelmäßig fällig, in der Bodenseezone selten.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Pfullingen auf Rang 63 — härter als 73 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Pfullingen · 18,0 °dH
Welche Straße welches Wasser bekommt
Das lässt sich in Pfullingen nicht nach Stadtteilen beantworten, sondern nur nach Straßen. Die Stadtwerke führen dafür eine eigene Liste, in der jede Straße ihrer Zone zugeordnet ist.
Grob umrissen versorgt das Bodenseewasser überwiegend den Süden und Osten des Stadtgebiets, darunter die Gewanne Grund, Langwaid, Mülten und Öschkirch. Das Honauer Quellwasser versorgt den zentralen und westlichen Stadtbereich einschließlich der historischen Kerngebiete — Bahnhofstraße, Bismarckstraße, Karlstraße, Schlossstraße. Für das Gewand Hinter dem Ursulaberg weist der Zonenplan eine eigene Versorgung aus.
Einzelne Straßen im Norden, etwa Ahlsberg und Ahlsteige, hängen am Bodenseewasser, obwohl sie außerhalb des groben Süd-Ost-Zuschnitts liegen. Zonengrenzen folgen Druckzonen, Hochbehältern und Rohrverläufen, nicht der Stadtteilkarte. Für einzelne Adressen und für die Ränder der Zonen lässt sich die Zuordnung aus den veröffentlichten Unterlagen deshalb nicht zweifelsfrei ableiten, zumal die Straßenliste den Datenstand August 2021 trägt. Wer es genau wissen will, fragt bei den Stadtwerken Pfullingen nach der Zone seiner Adresse — oder misst die Härte am eigenen Hahn mit einem Teststreifen, was hier ausnahmsweise eine klare Antwort gibt: Zwischen 8,79 und 18,0 °dH liegen Welten, das erkennt jeder Streifen.
Sulfat ist mit 13 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Die Probe wurde am 17. Januar 2023 an der Entnahmestelle Jahnstraße 14 gezogen, 91 Parameter umfasst die Untersuchung.
Konkret: Nitrat 3,8 mg/l bei einem Grenzwert von 50.
Ein Befund ohne Auffälligkeit ist trotzdem kein Befund ohne Aussage. Erstens ist das Zahlenbild ein Fingerabdruck der Herkunft: Die 49,3 mg/l Calcium und die 339 µS/cm sagen genauso deutlich „Bodensee“, wie 18 °dH „Albkarst“ sagen würden.
Für die Versorgungszone Honauer Quellwasser gibt es diese Liste gar nicht.
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Wer das Pfullinger Trinkwasser liefert
Das Verhältnis der beiden Standbeine hat sich verschoben: 2020 erhöhte die Stadt ihre Bezugsrechte am Bodenseewasser von 10 auf 23 Liter je Sekunde, also auf mehr als das Doppelte. Das eigene Quellwasser gilt den Stadtwerken auch bei niedrigem Grundwasserstand als zuverlässig, aber ein Karstsystem reagiert schnell auf Trockenheit und auf Starkregen — der Fernwasserbezug ist die Versicherung dagegen. Wasserschutzgebiete rund um die Gewinnungsgebiete sichern beide Seiten ab. Wie so eine Versorgung im Detail aufgebaut ist, erklären wir ausführlich unter woher unser Trinkwasser eigentlich kommt.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Pfullingen GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-pfullingen.de
- Störungsannahme: 07121 7030-9222
Was 8,79 bis 18 °dH im Haushalt bedeuten
Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, der Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt kein Prüfbericht des Versorgers etwas aus. Drei Dinge sind konkret:
- Abgestandenes Wasser ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff überhaupt, und er kostet nichts außer ein paar Sekunden.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen entnehmen. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und warmes Stagnationswasser ist der Ort, an dem sich Keime vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Pfullinger Altbauten aus der Zeit vor 1973 ist das nicht auszuschließen; wie man Bleileitungen im Altbau erkennt, haben wir gesondert beschrieben. Für diesen einen Fall ist eine eigene Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts hergeben.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Pfullingen bedenkenlos trinken?
Ja. Die Stadtwerke Pfullingen weisen die Einhaltung der Trinkwasserverordnung nach, und im Prüfbericht der Zone Bodenseewasser erreicht kein einziger Messwert auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Der übliche Vorbehalt gilt in Pfullingen wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Installation passiert, steht in keiner Analyse des Wasserwerks. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Pfullingen?
Das hängt von der Versorgungszone ab: 8,79 °dH in der Zone Bodenseewasser, 18,0 °dH in der Zone Honauer Quellwasser. Die erste liegt im Härtebereich mittel, die zweite im Härtebereich hart.
Für Waschmittel bedeutet das zwei verschiedene Dosierstufen innerhalb derselben Stadt. Wer die Angabe auf der Packung nach der falschen Zone einstellt, dosiert entweder dauerhaft zu viel oder wäscht mit zu wenig Waschmittel.
Ist das Wasser in allen Pfullinger Stadtteilen gleich?
Nein, und der Unterschied ist groß: zwischen 8,79 und 18,0 °dH liegen mehr als neun Grad deutscher Härte. Welche Zone eine Adresse hat, geht aus der Straßenliste der Stadtwerke Pfullingen hervor, nicht aus dem Stadtteilnamen.
Wenn Sie die Liste nicht zur Hand haben, hilft ein Härteteststreifen aus der Drogerie. Bei diesem Abstand zwischen den Zonen ist das Ergebnis eindeutig, auch wenn Teststreifen sonst eher grob messen.
Woher kommt das Trinkwasser in Pfullingen?
Aus zwei Quellen: aus der Honauer Quelle in Lichtenstein-Honau am Fuß des Albtraufs und aus dem Bodensee, den der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung im Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg aufbereitet.
2020 hat die Stadt ihre Bezugsrechte am Bodenseewasser von 10 auf 23 Liter je Sekunde erhöht, also auf mehr als das Doppelte. Beide Standbeine bleiben bestehen: Das eigene Quellwasser gilt den Stadtwerken auch bei niedrigem Grundwasserstand als zuverlässig, das Fernwasser sichert die Versorgung gegen Trockenperioden und gegen Ausfälle im Karstsystem ab.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Pfullingen trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt. In der Zone Bodenseewasser liegt Nitrat bei 3,8 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Nickel liegen unter der Bestimmungsgrenze von 1 µg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und niemals Warmwasser verwenden. Bei alten Leitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist im Pfullinger Trinkwasser Chlor?
Für Pfullingen liegt uns keine Meldung über eine Chlorung vor. In Deutschland wird Trinkwasser anlassbezogen desinfiziert, etwa nach Rohrbrüchen oder Bauarbeiten am Netz, und solche Maßnahmen sind zeitlich befristet.
Wenn Ihr Wasser plötzlich nach Schwimmbad riecht, fragen Sie bei den Stadtwerken Pfullingen nach — laufende Maßnahmen werden dort bekanntgegeben und nicht auf dieser Seite gepflegt. Ein offenes Glas im Kühlschrank lässt den Geruch binnen einer Stunde weitgehend verschwinden.
Wer ist zuständig, wenn in Pfullingen kein oder trübes Wasser aus dem Hahn kommt?
Bei Ausfall, Druckverlust oder auffälliger Trübung sind die Stadtwerke Pfullingen die erste Adresse; für den Entstördienst Trinkwasser ist die Nummer 07121 7030-9222 hinterlegt.
Vorher lohnt eine schnelle Eingrenzung: Betrifft es nur eine Zapfstelle oder die ganze Wohnung, betrifft es Kalt- und Warmwasser? Milchiges Wasser, das sich von unten nach oben klärt, sind eingeperlte Luftbläschen nach Arbeiten am Netz und harmlos. Bleibt die Trübung stehen, gehört sie gemeldet.




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