Trinkwasser in Marburg-Biedenkopf: Wasserhärte und Messwerte
Wasserhärte in Marburg-Biedenkopf
2,96–13,45 °dH
weich · weich bis mittel · 8 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser im Landkreis Marburg-Biedenkopf hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Härtewerte reichen von 2,96 °dH in Wolferode bis 13,45 °dH am oberen Ende der Marburger Spanne. Sieben der acht Versorgungszonen liegen im Härtebereich weich, das Marburger Netz reicht von weich bis mittel.
Kein Messwert im Landkreis erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Zwei Versorger speisen aus getrennten Gewinnungen — zwischen dem weichsten und dem härtesten Netz liegt der Faktor viereinhalb.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
8,24°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,5. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
weichje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Kalk
kaum
Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
8 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Marburg-Biedenkopf nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Marburg GmbH (Stadt Marburg) und Stadtwerke Stadtallendorf (Stadt Stadtallendorf).
| Parameter | Erksdorf - Ortsnetz | Hatzbach - Ortsnetz (Probenahme Kindergarten) | Niederklein - Ortsnetz DEA | Schweinsberg - Ortsnetz | Stadtallendorf Kernstadt, Hochzone (nördlich der Main-Weser-Bahn) - Ortsnetz HZ DEA | Stadtallendorf Kernstadt, Tiefzone (südlich der Main-Weser-Bahn) - Ortsnetz TZ PEA Elbestraße | Trinkwasserversorgungsgebiet der Stadtwerke Marburg (Stadt Marburg, gesamtes Netz) | Wolferode - Ortsnetz DGH | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 7,83 | 4,32 | 5,96 | 8,24 | 6,39 | 6,22 | 7,55–13,45 | 2,96 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 44,8 | 18 | 33 | 44,1 | 35 | 33 | 39,5–69,1 | 7,0 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 6,8 | 8 | 6 | 9,0 | 6 | 7 | 8,8–16,4 | 2,5 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 3,0 | 2,08 | 2,08 | 2,16 | 2,23 | 2,13 | 2,77–4,33 | 2,8 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | – | 4,3 | 8 | 8,93 | 8,5 | 9 | 8,3–21,7 | – | 200 | bis 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | – | 2,3 | 11,2 | – | 11,5 | 11,2 | 12,1–18,4 | 12,7 | 50 | bis 37 % des Grenzwerts |
| Nitritmg/l | – | – | – | – | – | – | <0,02 | – | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 51,8 | 10,7 | 15,1 | 19,9 | 16,9 | 15,5 | 21–29,8 | 16,4 | 250 | bis 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 30,7 | 5,8 | 13,3 | 15,3 | 13,6 | 12,6 | 15–34,7 | – | 250 | bis 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Hydrogencarbonatmg/l | – | – | – | – | – | – | 119–228 | – | — | Mineralstoff |
| Fluoridmg/l | – | – | – | – | – | – | 0,15–0,25 | – | 1,5 | bis 17 % des Grenzwerts |
| pH-Wert | 7,95 | 7,51 | 7,98 | 7,83 | 7,82 | 7,95 | 7,69–7,81 | 7,9 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 364 | 183 | 274 | 333 | 283 | 209 | 318–517 | – | 2790 | bis 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | – | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | 0,021 | 0,01 | <0,005 | 0,009 | <0,005 | <0,005 | <0,005 | – | 2 | 1 % des Grenzwerts |
| Nickelµg/l | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | <2 | – | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | – | <0,1 | 0,25 | – | 0,39 | 0,31 | 0,32–1,14 | <0,1 | 10 | bis 11 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | – | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Erksdorf - Ortsnetz, 05.10.2018 · Hatzbach - Ortsnetz (Probenahme Kindergarten), 15.02.2021 - 09.03.2021 · Niederklein - Ortsnetz DEA, 20.02.2020 - 13.03.2020 · Schweinsberg - Ortsnetz, 05.10.2018 · Stadtallendorf Kernstadt, Hochzone (nördlich der Main-Weser-Bahn) - Ortsnetz HZ DEA, 15.02.2021 - 09.03.2021 · Stadtallendorf Kernstadt, Tiefzone (südlich der Main-Weser-Bahn) - Ortsnetz TZ PEA Elbestraße, 17.08.2020 - 01.09.2020 · Trinkwasserversorgungsgebiet der Stadtwerke Marburg (Stadt Marburg, gesamtes Netz), Analysen Stand September 2025 · Wolferode - Ortsnetz DGH, 06.09.2018 - 08.09.2018
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Für Erksdorf und Schweinsberg fehlen die Werte für Nitrat und Uran, für Wolferode zusätzlich Natrium, Chlorid, Leitfähigkeit, Blei, Kupfer, Nickel und Arsen.
8 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss
Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 8 Zonen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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Der Grund liegt im Zuschnitt der Versorgung. Härte entsteht dort, wo Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund Calcium und Magnesium aus dem Gestein löst, und wie viel davon zusammenkommt, hängt am Einzugsgebiet des einzelnen Brunnens. Stadtallendorf veröffentlicht für die Kernstadt und für fünf Ortsteile getrennte Analysen, weil jeder Ortsteil sein eigenes Ortsnetz hat. Die Stadtwerke Marburg speisen umgekehrt mehrere Wasserwerke in ein Netz, in dem sich mischt, was aus verschiedenen Richtungen ankommt. Ein Dorfnetz an einer einzigen Gewinnung kann deshalb wenige Kilometer neben einem Stadtnetz liegen, das ein Mehrfaches an Härte führt.
Woher das Trinkwasser im Kreis kommt
Aus Grundwasser, gefördert an vielen kleinen Stellen statt an einer großen. Rund um Marburg fördern die Wasserwerke Grundwasser und greifen zusätzlich auf Kapazitäten des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke zurück. Der Zweckverband betreibt eines seiner Wasserwerke in Stadtallendorf; von dort läuft Wasser bis nach Gießen, wo es rund 30 Prozent des Jahresbedarfs deckt. Die Biedenkopfer Seite nutzt eigene Brunnen und Quellwasser und bezieht Wasser aus dem Hochbehälter „Gehnberg“ im Stadtteil Wallau, der zum Wasserverband Siegen-Wittgenstein gehört. Als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen sind im Kreis vor allem Flächen, auf denen ein Brunnen der öffentlichen Versorgung steht.
Wie Trinkwasser gewonnen wird, entscheidet im Landkreis Marburg-Biedenkopf nicht nur über die Härte, sondern auch darüber, ob es überhaupt einen einzelnen Wert gibt. Wo ein Ortsnetz an einer Gewinnung hängt, lässt sich eine Zahl nennen. Wo mehrere Wasserwerke in dasselbe Netz speisen, wechseln die Anteile mit Verbrauch, Jahreszeit und Betriebszustand. Genau deshalb veröffentlichen die Stadtwerke Marburg Schwankungsbereiche statt eines Jahresmittels, das an keiner Zapfstelle stünde.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Marburg-Biedenkopf auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Marburg-Biedenkopf · 13,45 °dH
Nitrat ist mit 37 % des Grenzwerts der höchste Wert
Eine niedrige Zahl sagt nur etwas über den Stoff aus, der gemessen wurde. Die Berichte umfassen zwischen 27 und über 70 Parameter, eine Summe für PFAS und eine für Pestizide weist keiner von ihnen aus. Wo nichts steht, steht auch kein Ergebnis.
Was die Analysen nicht hergeben
Die Zuordnung einzelner Ortsteile zu einzelnen Werten ist schwächer belegt, als eine Tabelle es aussehen lässt. Vier Punkte gehören dazu:
- Wolferode widerspricht sich selbst. Der Bericht nennt 2,96 °dH Gesamthärte und zugleich 7,0 mg/l Calcium und 2,5 mg/l Magnesium; aus diesen beiden Werten nachgerechnet ergäben sich 1,56 °dH. Wir zeigen beides unverändert.
- Schweinsberg ist eine Zuordnung, kein Zonenname. Das PDF mit dem Wert 8,24 °dH benennt die Versorgungszone selbst nicht; dass es sich um Schweinsberg handelt, steht nur im Linktext der Rubrikseite. Der Messwert ist belegt, seine Adresse nur so gut wie dieser Link.
- Erksdorf hat zwei Lesarten. Als Probenahme lassen sich der 4. Juni 2018 und der 5. Oktober 2018 aus dem Dokument lesen, beim Natrium 1,64 und 11,64 mg/l.
- Für Biedenkopf und den größten Teil der Kreisfläche steht hier keine Zone.
Dazu kommt das Alter: Die Stadtallendorfer Ortsnetzanalysen stammen aus den Jahren 2018 bis 2021, ein aktuelleres Blatt stand auf der Rubrikseite nicht bereit. Die Marburger Analyse hat den Stand September 2025, nennt aber weder ein Probenahmedatum noch eine Aufteilung nach Stadtteilen.
Passend zu diesen Werten
- Welche Mineralien im Trinkwasser stecken
- Kupferrohre und was sie ans Wasser abgeben
- Wenn Wasser metallisch schmeckt
- Kupfer aus dem Trinkwasser filtern
- Chlor im Trinkwasser: sicher unbedenklich?
- Chlor aus dem Trinkwasser filtern
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- Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung
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Was 2,96 bis 13,45 °dH im Haushalt bedeuten
Die Verantwortung des Wasserversorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt — alte Leitungen, selten genutzte Stränge, gelöste Metalle aus Armaturen —, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse Auskunft geben. Praktisch heißt das drei Dinge:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleirohre wurden bis Anfang der siebziger Jahre verlegt. Für diesen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil der Versorgerbericht dazu nichts sagen kann.
Ein Grund mehr dazu ist das weiche Wasser selbst: Mineralarmes Wasser nimmt Metalle aus Leitungen etwas leichter auf als hartes.
Was den Geschmack im Kreis prägt, ist vor allem, was fehlt: wenig Kalk, wenig Sulfat, wenig Chlorid. Das ergibt ein zurückhaltendes Wasser, dessen Charakter sich zwischen zwei Ortsteilen stärker unterscheiden kann als zwischen zwei Bundesländern. Es kommt aus dem Untergrund, nicht aus dem Rohr, und die Versorger werden daran nichts ändern — alle Werte liegen im gesetzlichen Rahmen, und zwar mit erheblichem Abstand. Wer am Geschmack seines Leitungswassers etwas ändern will, tut das am eigenen Hahn.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Marburg GmbH (Stadt Marburg) und Stadtwerke Stadtallendorf (Stadt Stadtallendorf)
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-marburg.de
- Störungsannahme: 06421 205-0
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser im Landkreis Marburg-Biedenkopf bedenkenlos trinken?
Ja. In allen acht ausgewerteten Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein einziger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Der übliche Vorbehalt gilt auch hier: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, über die eigene Installation sagt keine Versorgeranalyse etwas. Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, lassen Sie vor dem Trinken kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Marburg-Biedenkopf?
Zwischen 2,96 und 13,45 °dH, je nach Netz. Sieben der acht Zonen liegen im Härtebereich weich, für die Stadt Marburg gilt eine Spanne von 7,55 bis 13,45 °dH und damit weich bis mittel.
Manche Angaben stehen in Millimol Calciumcarbonat pro Liter statt in Grad deutscher Härte. Zur Orientierung: 1,5 mmol/l entsprechen etwa 8,4 °dH, also genau der Grenze zwischen weich und mittel. Welches Netz eine bestimmte Adresse versorgt, beantwortet der zuständige Versorger.
Ist das Wasser in allen Orten des Landkreises gleich?
Nein, die Unterschiede sind ungewöhnlich groß. Zwischen Wolferode mit 2,96 °dH und dem oberen Ende der Marburger Spanne mit 13,45 °dH liegen mehr als zehn Grad deutscher Härte.
Das liegt an der Zahl der Gewinnungen: Kleine Ortsnetze hängen an einem eigenen Brunnen, das Marburger Stadtnetz mischt mehrere Wasserwerke. Wer für eine konkrete Adresse einen Wert braucht, etwa für die Einstellung einer Kaffeemaschine, fragt beim Versorger nach — eine Zuordnung nach Straßen veröffentlicht keiner der beiden.
Woher kommt das Trinkwasser in Marburg-Biedenkopf?
Aus Grundwasser. Rund um Marburg fördern die Wasserwerke Grundwasser und beziehen zusätzlich Wasser vom Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, der eines seiner Wasserwerke in Stadtallendorf betreibt.
Die Biedenkopfer Seite nutzt eigene Brunnen und Quellwasser und bezieht darüber hinaus Wasser aus dem Hochbehälter „Gehnberg“ im Stadtteil Wallau, der zum Wasserverband Siegen-Wittgenstein gehört. Die Stadtallendorfer Ortsteile Erksdorf, Hatzbach, Niederklein, Schweinsberg und Wolferode haben jeweils ein eigenes Ortsnetz.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Marburg-Biedenkopf trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — das ist im Landkreis der Fall. Nitrat liegt zwischen 2,3 mg/l in Hatzbach und 18,4 mg/l am oberen Ende der Marburger Spanne, der Grenzwert beträgt 50 mg/l.
Zwei Punkte betreffen die Wohnung, nicht das Wasserwerk: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist im Trinkwasser von Marburg-Biedenkopf Chlor?
Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann desinfiziert, wenn ein mikrobiologischer Befund, ein Rohrbruch oder eine Baumaßnahme es erfordert, und dann befristet.
In den acht ausgewerteten Analysen ist keine laufende Chlorung dokumentiert. Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht immer beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite — solche Meldungen sind tagesaktuell, unsere Messwerte sind es nicht.
Wer ist zuständig, wenn das Wasser braun ist oder ausbleibt?
Der Versorger, der das jeweilige Netz betreibt — in Marburg die Stadtwerke Marburg, in Stadtallendorf die Stadtwerke Stadtallendorf, mit einer Störungsannahme rund um die Uhr.
Braunes Wasser kommt meist von aufgewirbeltem Eisen oder Mangan nach einem Rohrbruch oder einer Spülung im Netz. Verschwindet es nach einigen Minuten Ablaufen nicht, ist der Versorger der richtige Ansprechpartner. Alles, was hinter dem Hausanschluss liegt, ist dagegen Sache des Eigentümers oder Vermieters.




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