Trinkwasser in Dormagen: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Dormagen

11,2 °dH

mittel

Das Trinkwasser in Dormagen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Dormagen liegt bei 11,2 °dH und fällt damit in den Härtebereich mittel. Das gesamte Dormagener Stadtgebiet wird aus einer einzigen Versorgungszone beliefert, dem Wasserwerk Mühlenbusch mit 14 Brunnen.

Der Nitratwert erreicht mit 30,1 mg/l rund 60 Prozent des Grenzwerts von 50 mg/l — von allen 50 untersuchten Parametern kommt keiner seiner Obergrenze näher.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

11,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,0.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Mühlenbusch
11,2
°dH · mittel
gesamtes Dormagener Stadtgebiet; 14 Brunnen im Wasserschutzgebiet Mühlenbusch, Betrieb in Kooperation mit den Kreiswerken Grevenbroich

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Dormagen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: evd energieversorgung dormagen GmbH.

ParameterWasserwerk Mühlenbusch Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH11,2Mineralstoff
Calciummg/l53,4Mineralstoff
Magnesiummg/l16,2Mineralstoff
Kaliummg/l3,54Mineralstoff
Natriummg/l32200 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l30,150 60 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l99250 40 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l28,6250 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,676,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5582790 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1010 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,0152 1 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<2020 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,110 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Mühlenbusch, 03/2026 bzw. 06/2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die evd. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

Leitungsgebundene Systeme

Passenden Filter finden

Oder direkt zur Bauform:

  • Qualität aus Deutschland
  • Geprüfte Filterleistung
  • Persönlich & kompetent
  • Gratis Retouren in DE
  • 10.000+ zufriedene Kunden

4,9 basierend auf 1.225+ Bewertungen

Trotz dieser Lage am Fluss kommt das Trinkwasser nicht aus dem Rhein. Die evd fördert Grundwasser aus 14 Brunnen im Wasserschutzgebiet Mühlenbusch. Der Untergrund dort besteht aus den Sanden und Kiesen der Rheinterrassen — Schichten, die viel Wasser führen und es schnell durchlassen. Genau das erklärt die beiden bemerkenswerten Zahlen der Dormagener Analyse: eine Härte von 11,2 °dH, die für eine Stadt am Niederrhein eher niedrig ist, und einen Nitratwert von 30,1 mg/l, der eher hoch ist. Kies und Sand geben wenig Calcium ab, und sie halten wenig von dem zurück, was von oben kommt.

Wie hart ist das Wasser in Dormagen?

Im direkten Umland liegen die Werte höher. Das Neusser Wasserwerk Broichhof kommt auf 14,66 °dH, der Düsseldorfer Hochbehälter Hardt auf 15,0, das linksrheinische Köln auf 18,1. Dormagen liegt darunter, weil das Wasser aus quarzreichen Terrassensanden stammt und nicht aus kalkreicherem Untergrund. Die Analyse weist 53,4 mg/l Calcium und 16,2 mg/l Magnesium aus.

Praktisch heißt das: Kalk fällt an, aber langsamer als in Köln oder Düsseldorf.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Dormagen auf Rang 175 — weicher als 74 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Dormagen · 11,2 °dH

Der Nitratwert liegt bei 30,1 Milligramm je Liter

Zur Einordnung: Das Landesamt LANUK hat für Nordrhein-Westfalen im Bezugsjahr 2020 einen Nitrat-Median von 12,2 mg/l über 1.375 Probenahmegebiete ermittelt, bei zwei Gebieten über dem Grenzwert. Dormagen liegt beim rund Zweieinhalbfachen des Landesmedians — deutlich über dem Üblichen, deutlich unter dem Zulässigen.

Die Ursache liegt im Einzugsgebiet. Über den durchlässigen Terrassensanden um den Mühlenbusch geht es schneller.

Blei, Nickel, Uran und Arsen weist der Bericht nur als Werte unterhalb der Bestimmungsgrenze aus. Bei Blei entspricht diese angegebene Bestimmungsgrenze von 10 µg/l allerdings genau dem Grenzwert — aussagekräftig ist die Zahl damit nicht, und sie muss es auch nicht sein: Blei im Trinkwasser stammt heute praktisch immer aus alten Leitungen im Haus, nicht aus dem Wasserwerk.

Woher das Dormagener Trinkwasser kommt

Das ganze Stadtgebiet hängt an dieser einen Versorgungszone, weshalb es in Dormagen anders als in Neuss oder Köln keine Stadtteile mit abweichender Härte gibt.

So war es nicht immer. Bis 2017 speiste das Wasserwerk Hackenbroich ins Dormagener Netz ein. In diesem Jahr ging es vom Netz, die Versorgung wurde in Kooperation mit den Kreiswerken Grevenbroich auf das Wasserwerk Mühlenbusch umgestellt, und das zugehörige Wasserschutzgebiet Hackenbroich/Tannenbusch ist seit Dezember 2017 inaktiv. Für die Haushalte lief die Umstellung ohne spürbare Folgen ab — anders als bei einem Wechsel der Rohwasserart, der sich meist sofort an der Härte zeigt.

Mühlenbusch versorgt nicht nur Dormagen. Aus demselben Wasserwerk kommen die südlichen Neusser Stadtteile Rosellen, Norf und Hoisten sowie die Grevenbroicher Ortsteile Gubisrath, Hülchrath, Lübisrath, Mühlrath, Münchrath und Neukirchen. Ein Wasserwerk, drei Städte — wo das Wasser herkommt, richtet sich nach dem Grundwasserleiter, nicht nach der Stadtgrenze.

Zuständig vor Ort ist die evd energieversorgung dormagen. Ihre veröffentlichte Trinkwasseranalyse umfasst 50 Parameter aus Probenahmen der Zeiträume 03/2026 und 06/2026. PFAS und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln stehen nicht auf dieser Liste; wer dazu Zahlen möchte, muss beim Versorger nachfragen.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Was im eigenen Haus passiert

Die Verantwortung der evd endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Speicher, Armaturen, selten genutzte Stränge — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen. Das ist kein Dormagener Sonderfall, sondern gilt bundesweit — es ist nur der Teil, der in keiner Versorgeranalyse auftaucht. Drei Handgriffe decken den größten Teil ab:

  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. In warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und im Speicher und in den Warmwasserleitungen vermehren sich Legionellen, wenn die Temperatur zu niedrig eingestellt ist.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Dormagener Altbauten nicht auszuschließen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse wirklich etwas beantwortet, weil die Werte des Wasserwerks dazu nichts hergeben.

Ihr Wasserversorger

evd energieversorgung dormagen GmbH

Wie das Wasser in Dormagen schmeckt

Das Dormagener Wasser hat kein Merkmal, das den Geschmack dominiert.

Wenn Dormagener Leitungswasser trotzdem metallisch, muffig oder abgestanden schmeckt, liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am Grundwasser, sondern am Weg dahin: ein verkalkter Perlator, lange Standzeiten in wenig genutzten Leitungen, Ablagerungen in alten Rohren. Diese naheliegenden Ursachen prüft man zuerst.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Dormagen bedenkenlos trinken?

Ja. Die Trinkwasseranalyse der evd weist alle 50 untersuchten Parameter innerhalb der Vorgaben der Trinkwasserverordnung aus. Der höchste Ausnutzungsgrad liegt bei Nitrat mit 30,1 von 50 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Dormagen wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Wasser, das mehrere Stunden in der Leitung stand, lässt man vor dem Trinken kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Dormagen?

Das Leitungswasser in Dormagen hat 11,2 °dH und liegt damit im Härtebereich mittel, der von 8,4 bis 14,0 °dH reicht. Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet.

An Waschmaschine, Geschirrspüler und Wasserenthärter stellen Sie in Dormagen also die mittlere Stufe ein. Viele Haushalte dosieren nach der höchsten Stufe, weil sie den Wert nicht kennen — das kostet unnötig Waschmittel und Regeneriersalz, ohne dass die Wäsche sauberer wird.

Woher kommt das Trinkwasser in Dormagen?

Aus dem Wasserwerk Mühlenbusch, das Grundwasser aus 14 Brunnen im gleichnamigen Wasserschutzgebiet fördert. Rheinwasser wird in Dormagen nicht aufbereitet.

Bis 2017 speiste zusätzlich das Wasserwerk Hackenbroich ins Netz ein. Nach dessen Stilllegung übernahm Mühlenbusch die gesamte Versorgung, betrieben in Kooperation mit den Kreiswerken Grevenbroich. Dasselbe Wasserwerk beliefert auch die südlichen Neusser Stadtteile und mehrere Grevenbroicher Ortsteile.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Dormagen trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Dormagener Leitungswasser geeignet. Der maßgebliche Wert ist Nitrat: Er liegt bei 30,1 mg/l, der Grenzwert der Trinkwasserverordnung bei 50 mg/l, und dieser Grenzwert ist gerade mit Blick auf Säuglinge festgelegt.

Wichtiger sind zwei Punkte in der eigenen Wohnung: Nehmen Sie das Wasser erst, wenn es gleichmäßig kalt läuft, und nie aus der Warmwasserleitung. In Altbauten, deren Leitungsbestand niemand kennt, lohnt vor der Geburt eine Probe am Küchenhahn.

Ist das Wasser in allen Dormagener Stadtteilen gleich?

Ja. Dormagen hat seit 2017 nur noch eine Versorgungszone, das Wasserwerk Mühlenbusch. Härte, Nitrat und alle übrigen Werte gelten damit für Hackenbroich genauso wie für Zons, Nievenheim, Straberg oder Delhoven.

Kleinere Unterschiede am Hahn kommen deshalb nicht aus dem Wasserwerk, sondern aus dem Verteilnetz und der Hausinstallation — etwa aus Leitungsabschnitten, die selten durchflossen werden.

Ist im Dormagener Trinkwasser Chlor?

Eine dauerhafte Chlorung ist für Dormagen nicht dokumentiert, und die veröffentlichte Analyse weist kein Desinfektionsmittel aus. In Deutschland wird Chlor dem Trinkwasser in der Regel nur befristet zugesetzt, wenn ein mikrobiologischer Befund es erfordert.

Falls es doch einmal nach Schwimmbad riecht: Ein offenes Glas eine halbe Stunde stehen lassen genügt meist, weil freies Chlor ausgast. Angeordnet und beendet wird eine solche Maßnahme vom Gesundheitsamt, veröffentlicht wird sie vom Versorger.

Wer ist zuständig, wenn in Dormagen kein oder trübes Wasser aus dem Hahn kommt?

Der Entstördienst Trinkwasser der evd, erreichbar rund um die Uhr unter 02133 971-11. Er ist zuständig für die Wiederherstellung der Versorgung, außerdem für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Trübes oder bräunliches Wasser nach Bauarbeiten im Straßenzug ist meist aufgewirbeltes Eisen aus dem Netz und verschwindet nach einigen Minuten Ablaufenlassen. Bleibt es, gehört es gemeldet. Betrifft es nur eine Zapfstelle im Haus, liegt die Ursache in der Hausinstallation und damit beim Eigentümer.